Sonntag, 5. Juli 2015

Body Challenge #24



Tag 24: Mag ich…

Meinen Bauch?

Dieser Post liegt mir schon seit Tagen irgendwie auf dem Herzen, aber ich wusste nicht, ob ich den Mut dazu aufbringen würde.
Heute früh dann schwänzten wir den Gottesdienst und gingen ins Schwimmbad. Bei 37°C geht es eigentlich gar nicht anders. Mit meinem Lieblingsbadeanzug und der wunderschönen neuen Tunika fühlte ich mich gut gewappnet, dem Schrecken der Entblößung entgegenzutreten. Und wenn ich mit meinen supersüßen Kindern irgendwo auftauche, werde ich sowieso kaum beachtet ;)
Da saßen wir also irgendwann auf unserer Decke und die ganze Vielfalt der Schöpfung Gottes umringte uns. Da waren Gazellen und Antilopen ebenso zu sehen wie Nilpferde und Elefanten. Und die Dickhäuter waren sogar in der Überzahl … Ich sah Frauen mit Schwangerschaftsstreifen – im Bikini! Und ich war auf einmal so normal. Ich schämte mich nicht mehr. Mein Mama-Körper ist ein Produkt vollkommen natürlicher Prozesse (und ein bisschen von Ben & Jerry’s Eiscreme…), er ist dem Wandel der Zeit unterworfen ebenso wie alles andere, er ist in Ordnung so.
Mein Körper ist schön.

Mit meiner Body Challenge bin ich nun schon in der letzten Woche angekommen, und da ist es langsam an der Zeit, sich auch mit den unangenehmen Themen auseinanderzusetzen. Mit den Teilen meines Körpers, denen meine Sympathie momentan noch verwehrt bleibt. An erster Stelle steht da: Mein Bauch. Mein Mama-Bauch.
Ich fand meinen Bauch immer ziemlich schön. Er war einigermaßen flach, und da waren ein paar kleine Muttermale, die ihn zierten.



Dann kam meine erste Schwangerschaft, und mein Babybauch war RIESIG! 



Alle waren überrascht, was für ein kleines, zartes Baby meine Tochter war, denn bei diesem Bauch hatten alle mit einem 6-Kilo-Kind gerechnet… Nun ja, für mein Bindegewebe war diese Herausforderung deutlich zu hoch, als dass es damit hätte fertig werden können.
Noch eine Schwangerschaft später sieht mein Bauch so aus und ich bin alles andere als froh darüber:



Puh, das hat Überwindung gekostet…

Ja, das ist mein Bauch im JETZT-Zustand.
Ich mag ihn nicht besonders.
Und doch bin ich auf dem Weg, das Kriegsbeil zu begraben.
Ich bin auf dem Weg, ihn so zu akzeptieren.
Weil das mein Bauch ist.
Mein Bauch gehört mir, und darum sollte ich nett zu ihm sein.

Und mehr noch:
Dieser Bauch war das Zuhause meiner Kinder.
Er hielt sie,
lange bevor meine Arme sie halten konnten.
Er hat sie gut beschützt,
all die Monate.
Mein Bauch ist
Mein Bauch.
Einen anderen habe ich nicht,
einen anderen werde ich nicht bekommen.
Er wird sich weiter verändern,
aber er wird nie wieder so sein,
wie er mal war.
Und das ist ok.
Ich bin ja auch nicht mehr die,
die ich mal war.
Ich bin jetzt viel mehr.
Und das möchte ich ja auch gar nicht anders haben.




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