Freitag, 10. Juli 2015

Body Challenge #29



Tag 29: Was ist eigentlich mit…

Meinem Herzen?

Keep vigilant watch

Over your heart;

That’s where life starts.



(Proverbs 4:23 – The Message)


Die Body Challenge neigt sich ihrem Ende entgegen – und ich weiß, dass es ein gutes Ende sein wird. Der vergangene Monat war intensiv und voll interessanter Einsichten für mich. Es klingt vielleicht sehr platt oder zu einfach – und doch ist es wahr: Schon lange habe ich mich nicht mehr so wohl in meinem Körper gefühlt. Ich fühle mich schöner als vor Beginn des Experiments, und das ist doch mal was! Ich meine, wir waren sogar im Schwimmbad, hallo?! Wenn ich an einem Spiegel vorbeikomme, sehe ich darin ein lächelndes Gesicht.
Durch die letzten 29 Tage habe ich neue Perspektiven auf meinen Körper gewinnen können, besonders auf die Regionen, mit denen ich Schwierigkeiten habe/hatte. Ich habe neue Worte geschenkt bekommen, um meine besonderen Merkmale zu beschreiben – poetische Worte, zärtliche, liebevolle. Gott als der Schöpfer, der Künstler, stand in dieser Zeit im Mittelpunkt – es war immer wieder, als schaute ich ihm staunend über die Schulter. Nicht nur ich bin ja voller Wunder. Jede von uns ist das Ergebnis der übersprudelnden Kreativität und Lebensfreude Gottes! Somit wurde nicht nur mein Blick auf mich selbst verändert, sondern auch der auf die Menschen um mich herum. Wir dürfen uns an der Schönheit um uns herum ebenso freuen, wie an der, die uns im Spiegel entgegenblickt.
Das ist so gut und wichtig!

Aber vielleicht ist es auch etwas einseitig, zu sehr auf das Äußere konzentriert – zu oberflächlich gar? Schönheit ist eine Gabe Gottes, und er hat uns so geschaffen, dass wir schöne Dinge lieben und wertschätzen. Schließlich ist Gott selbst wunderschön!
Gleichzeitig wird (äußere) Schönheit häufig überbewertet, auf eine Art und Weise, die manche Menschen sogar krank macht. Wir räumen ihr einen Stellenwert in unserer Gesellschaft (und in unserem persönlichen Leben ein), der ihr einfach nicht zusteht. Natürlich dürfen wir uns schön machen, unseren Körper pflegen und gesund erhalten – keine Frage! – aber eben im Rahmen des Angemessenen. Wenn wir uns die ganze Zeit um unser Aussehen drehen, sei es, dass wir uns über die Maßen bewundern oder im Gegenteil: an uns herumkritisieren, ist das letztlich Egoismus pur. Wir haben keine Augen mehr für die Menschen um uns herum; für die Nöte, die uns umgeben, sind wir somit blind.

Ich musste gestern irgendwie an obigen Bibelvers denken… Gott hat meine Body Challenge um eine weitere Komponente erweitert, glaube ich. Denn das Herz gehört natürlich zu meinem Körper, und irgendwie auch nicht. Es ist viel mehr als das.
Aus dem Herzen fließt die wahre Schönheit, die unvergängliche – und alles andere. „Das Leben quillt daraus“, wie Luther es so schön übersetzte.
Wie sieht es nun aus, mein Herz?
Mache ich mir darum auch so einen Kopf wie um Speckröllchen, erste Falten und Dehnungsstreifen?
Beschäftigt mich ebenso sehr, was Gott über mein Herz denken könnte, wie mich das Urteil meiner Mitmenschen über meinen Nach-Schwangerschaftsbauch bewegt?
Mein Gesicht, meine Haare und meinen Körper reinige und pflege ich, jeden Tag.
Gilt das auch für mein Herz – für meine ewige Seele?
Kümmere ich mich darum mit ebenso viel Einsatz?
Wann habe ich mir den Zustand meines Herzens zum letzten Mal angesehen?
Lasse ich Gott mein Herz prüfen?

Was macht einen Menschen letztlich und wirklich schön?
- Ein liebevolles Herz.

Ein Herz, das mitfühlt.
Ein Herz, das die Ärmel hochkrempelt und hilft.
Ein Herz, das sich freut.
Ein Herz, das ehrlich ist.
Ein Herz, das andere umarmt und trägt.
Ein Herz, das weich ist und gleichzeitig fest.
Ein Herz, das im Regen tanzt.
Ein Herz, das zuerst an andere denkt.
Ein Herz, das Ungerechtigkeiten nicht akzeptiert.
Ein Herz, das Mut hat.
Ein Herz voll Freundlichkeit.
Ein Herz, das Gottes Liebe pumpt, kraftvoll und gleichmäßig.
Ein Herz, das in Gott zu Hause ist
und Er in ihm.



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