Montag, 12. Oktober 2015

Bücherliebe #4: Willkommen an meinem Tisch



Kunst ist das, was wir tun,
wenn wir zutiefst wir selbst sind.
Veronika Smoor




Heute in BÜCHERLIEBE:
Willkommen an meinem Tisch. Eine Liebeserklärung an gutes Essen, Gastfreundschaft und gemeinsame Mahlzeiten von Veronika Smoor (2015)



Selten habe ich auf das Erscheinen eines Buches so gewartet wie auf dieses. Oder eigentlich noch nie. Seit der Ankündigung auf ihrem Blog habe ich mich auf Veronika Smoors erstes Werk gefreut, es sofort vorbestellt und mich geärgert, als die Lieferung sich verzögerte. Als ich es in den Händen hielt, endlich!, fing ich sofort an, darin zu blättern und kleine Happen mit den Augen herauszupflücken, wobei ich meine tausend Dinge anstellenden Kinder komplett ignorierte…  Ich war so gespannt!
Und wurde nicht enttäuscht.

Beim ersten Durchsehen freute ich mich an der liebevollen Gestaltung, den tollen Fotos und den verheißungsvollen Rezepten, die mich geradezu in die Küche trieben: Wintersalat mit Rotkohl, Kichererbsen und Äpfeln! Pavlova-Cake!! Überbackene Spinat-Enchiladas!!!

Dann las ich das erste Kapitel und erinnerte mich daran, wie ich Veronikas Blog entdeckt und mich richtiggehend darin verliebt hatte: in ihre Art, die Welt zu sehen und darüber zu schreiben, in ihren Humor, ihre Offenheit, ihre Liebe zu Jesus, den Menschen und der Natur. Genauso ist Willkommen an meinem Tisch auch. Ich finde Sätze darin, die ich so gern selbst geschrieben hätte – die in mir etwas berühren, die mich ermutigen und herausfordern, die mir Gottes Liebe zusprechen. Die sagen, dass ich nicht allein bin mit meinen Themen und Zweifeln und Fragen.

Die Lektüre des zweiten Kapitels unterbrach ich, um einen Brief an eine liebe Freundin zu schreiben. „Ich glaube, solche langjährigen, treuen Freunde sind rar gesät und wir sollten sie gut pflegen, wenn wir sie haben.“, schreibt die Autorin und sie hat so Recht! Also lege ich das Buch weg und tue das, was ich viel zu lange nicht getan habe; verbringe endlich wieder Zeit mit einer langjährigen, treuen Freundin.

Und als ich so weiterlese, entdecke ich mich selbst an vielen Stellen wieder: Wenn Veronika über ihre erste richtige Begegnung mit dem Hunger in der Welt schreibt. Über ihr Essverhalten. Oder ihre ersten Monate als Mutter. Die eine oder andere Passage bringt mich zum Weinen. Es ist ein dankbares, berührtes, erleichterndes Weinen. Nach dem Lesen eines Kapitels gehe ich in die Küche und backe Dinkelbrötchen nach Veronikas Rezept. Wir genießen sie lauwarm aus dem Ofen und ich staune (ebenso wie sie) über das Wunder, dass ich in der Lage bin, eine Familie zu ernähren, meine Kinder satt zu machen. Und anstatt am Abend (viel zu spät und todmüde) ins Bett zu fallen, bleiben Falko und ich auf dem Sofa sitzen und ich lese ihm ein Kapitel vor. Es macht nichts, dass es nun noch ein bisschen später wird, im Gegenteil.

Mein Fazit: Willkommen an meinem Tisch ist ein wunderschön gestaltetes Buch mit kurzen Kapiteln zu unterschiedlichen Themen, die jedoch vieles eint: ein warmherziger Ton, die Liebe zu gutem Essen, unsere Verantwortung gegenüber diesem Planeten, herzerwärmender Humor und interessante, aber machbare Rezepte. Es ist ein Buch, das sich zum Immer-wieder-drin-Schmökern und zum Verschenken eignet und in dem man auch einige Tipps für einen gastfreundlichen Lebensstil und das Ausrichten von Dinnerpartys bekommt. Es ist ein Buch, das mich berührt und glücklich macht, wenn ich es zur Hand nehme.

Danke dir, liebe Veronika! Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem ersten Werk – und hoffe, dass da noch ein paar Bücher folgen werden. Ich würde sie auf jeden Fall lesen!

Allen anderen empfehle ich, die Einladung Willkommen an meinem Tisch anzunehmen. (Hier könnt ihr übrigens noch mehr über Veronika und ihr Buch erfahren!)

Seid beGEISTert!
Eure Rebekka





 



Kommentare:

  1. Mein erster Kommentar wurde vom Internet gefressen. Also nochmal: Tausend Dank liebe Rebekka!! Deine Buchbesprechung hat mich sehr berührt, ich fühl mich total geehrt. Wow! Danke Danke Danke

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  2. Danke für diesen Tipp!!! Den kann ich gut gebrauchen!

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  3. <3 heute backe ich übrigens zum zweiten Mal die Sükartoffel-Tarte :) miss you!!

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