Sonntag, 18. Oktober 2015

Sechs Wochen Dankbarkeit



Mein Rücken schmerzt noch immer, und ich befürchte, dass es diesmal nicht von allein wieder besser werden wird. Lange habe ich mich um einen Arztbesuch, Physiotherapie etc. gedrückt, jetzt aber scheint mein Körper genug zu haben. Das ist unangenehm und schwierig, und ich weiß nicht, wie wir als Familie die nächsten Wochen verbringen werden. Vielleicht muss Falko seine letzten verbleibenden Urlaubstage nehmen und dann zwischen den Jahren arbeiten gehen, wenn mein Rücken wieder besser ist…
Das ist gerade echt blöd – aber ich wundere mich über mich selbst, dass ich doch noch so entspannt dabei bin! Mir wird bewusst, welch ein großes Geschenk Gott mir damit gemacht hat, dass ich normalerweise so gesund bin. Ja, meine Grundgesundheit erfüllt mich mit Dankbarkeit, gerade in dieser Situation.
Heute kommt auch hin und wieder die Sonne raus und malt helle Vierecke auf den Wohnzimmerboden. Sofort klart meine Laune auf und ich fühle mich fast beschwingt (wenn nur diese Rückenschmerzen nicht wären… ich würde durch die Wohnung tanzen!). Auf dem Balkon leuchtet eine Erdbeere mich rot an und der Blumenstrauß in der Vase ist immer noch schön anzuschauen. Oft sind es die kleinen Dinge, die ganz einfachen, die ausreichen, mich froh und dankbar zu stimmen. Mein Leben ist voll davon, von guten Dingen, von großen und kleinen.
Als wir noch Kinder waren, haben wir uns vielleicht gewünscht, jeden Tag Geburtstag zu feiern – hauptsächlich der Geschenke wegen. Und tatsächlich - wenn ich es mal wieder schaffe, meinen Blick auf all das Gute in meinem Leben zu lenken, steht eigentlich jeden Tag ein reich gedeckter Gabentisch für mich bereit. Ich habe so viel Grund zum Danken!

Das Jahr der Dankbarkeit hat inzwischen begonnen und ich freue mich darüber! Es ist schon seit einiger Zeit mein Ziel, einen dankbaren Lebensstil zu entwickeln, und durch diese Initiative bekomme ich wertvolle Impulse dafür. Ich möchte negative Gedankenmuster und Gefühle (wie zum Beispiel Neid) überwinden, und dafür sorgen, dass unsere Kinder nicht zu ständig unzufriedenen, nörgelnden Wesen heranwachsen. Und: Ein dankbares Herz ehrt Jesus. Dankbarkeit führt dazu, dass unsere Liebe und unsere Dienstbereitschaft wachsen – wir sind viel mehr dazu bereit, zu teilen und zu geben, wenn wir in Dankbarkeit verstehen, wie reich wir sind.

Vor kurzem stieß ich auf einem Blog (wo auch sonst ;)) auf das folgende Zitat, das mich sehr angesprochen hat:

Illustration: Elizabeth Olwen für "flow"

Dankbarkeit fühlen ist nur der erste Schritt – erst, wenn wir sie auch auszudrücken und darauf zu antworten lernen, wenn wir etwas zurückzugeben bereit sind, ist sie wirklich wirksam. Wir sind dazu aufgefordert, Gott nicht nur mit unserem Verstand oder unserem Herzen zu lieben (wobei das natürlich total wichtig und wertvoll ist!), sondern mit allem, was wir sind, mit Hand und Fuß. Nicht nur still für uns in unseren Gedanken, sondern aktiv und zupackend.  Gott beschenkt uns so reich, damit wir in der Lage sind, mit anderen zu teilen. Dankbarkeit ist kein Selbstzweck. Dankbarkeit möchte offenbart, gelebt, praktiziert werden.

Und hier kommen wir zu meiner kleinen Dankbarkeitschallenge:
In den kommenden sechs Wochen möchte ich intensiv darüber nachdenken, wem ich wofür dankbar bin und wie ich diese Dankbarkeit aktiv zum Ausdruck bringen kann. In jeder der sechs Wochen werde ich mindestens einer Person bzw. Personengruppe in meinem Leben danken, öffentlich auf meinem Blog und persönlich in Wort und Tat. Wie das konkret aussehen kann, wird sich zeigen.

Wer von euch Lust hat, sich mir in diesem sechswöchigen Projekt anzuschließen, darf sich herzlich eingeladen fühlen! Ich würde mich freuen, von euch in Kommentaren, auf euren Blogs oder im persönlichen Gespräch zu hören, wem und wofür ihr dankbar seid und wie ihr diese Dankbarkeit zum Leben erweckt. 

Gott segne euch in der kommenden Woche!


 

Kommentare:

  1. LIEBE REBEKKA
    IN BEZUG AUF DEINE RÜCKENSCHMERZEN KANN ICH DIR WIRKLICH SEHR OSTEOPTHIE EMPFEHLEN
    SUCHE DIR EINE GUTE THERAPEUTIN UND GÖNNE DIR DAS
    ICH HABE EINE SEHR GUTE FRAU GEFUNDEN UND MIR GEHT ES WIRKLCIH VIEL BESSER KANN DAS GAR NICHT BESCHREIBEN; GRENZT AN EIN WUNDER TINNITUS IST WEG VERSPANNUNGEN KOPFWEH VIEEELLLL BESSER
    ICH GEHE VIERMAL POR JAHR ABER WIE GESAGT; MUSS EINE KOMPETENTE THERAPEUTIN SEIN
    AUCH MEINE KINDER HAT SIE WAHNSIINIG GUT IN DIE SPUR GEBRACHT UNGLAUBLICH
    GRÜSSE UND GUTE BESSERUNG CHRISTINE

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    1. Danke dir für den Tipp, liebe Christine! Heute geht es mir schon wieder ein bisschen besser, sodass ich den Alltag mit den Kindern gut bewältigen konnte. Ich habe erstmal einen Arzttermin gemacht und werde das mit der Osteopathie mal recherchieren ;) Liebe Grüße zurück und eine gute Woche dir!

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  2. Liebe Rebekka!
    Ich hab mit dem heutigen post mal bei deiner tollen Challenge mitgemacht :)
    Glg Lena

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