Montag, 2. November 2015

Mut am Montag




Manchmal kommt mir das Leben vor wie eine Endlosschleife. Auf den Sonntag folgt wieder der Montag, ständig ist das Müsli alle, ich putze gegen den Dreck an, wieder und wieder und scheinbar vergebens, die Aufforderungen an meine Tochter wiederhole ich gebetsmühlenartig und meine Selbstzweifelstimme könnte auch mal ne neue Platte auflegen...
Manchmal macht mich das alles so müde und ich frage mich nach dem Sinn.
Manchmal wünsche ich mir, dass jemand mal „Danke“ sagt (und zwar ohne, dass ich vorher darum gebeten habe…).
Dass mich jemand sieht, wirklich sieht.
Und ich irgendwann die Früchte meiner Arbeit ernten darf.

Ich weiß, wie du lebst und was du tust;
 ich kenne deine Liebe, deinen Glauben,
deine Hilfsbereitschaft und deine Ausdauer.
Ich weiß auch, dass du heute
sogar noch mehr tust als früher.
Offenbarung 2,19


Jesus lässt das der Gemeinde in Thyatira durch einen Engel ausrichten, aber er könnte das genauso gut zu dir und mir sagen. Weil ER uns sieht.

Er sieht DICH.
Wie du gegen den Dreck ankämpfst.
Wie du geduldig bleibst, unendliche Minuten lang.
Wie du Popos sauber wischst, Schnotternasen putzt, Babyspucke abkriegst.

Er sieht dich,
wenn du nachts durchs Zimmer schleichst, um das schreiende Baby zu beruhigen,
wenn du stundenlang am Herd stehst um etwas zu kochen, was „überhaupt nicht schmeckt“,
wenn du vor Erschöpfung weinst, weil der Tag einfach so sch… war.

Er schaut dir zu,
mit Augen der Liebe,
und er steht dir zur Seite.

Was du tust,
ist nicht vergebens. 
Es ist nicht mal umsonst,
weil es dich Liebe kostet.
Und Jesus zahlt für dich,
wenn du ihn lässt.

Lasst uns heute wieder unsere Augen neu auf Jesus richten - 
und erleben, dass sich unsere Blicke treffen,
dass sich Himmel und Erde begegnen, 
mitten im Alltagschaos, an diesem stinknormalen mal-wieder-Montag.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag!


 


Kommentare:

  1. Oh, danke für den ermutigenden Post. Den hab ich gerade echt gebraucht. Ich habe heute so einen sch *** Tag, weil Kea krank und nölig ist und mein Mann zu allem Überfluss auch noch Spätschicht hat. Argh!!! Und dann diese ermutigenden Worte, die meinen Blick auf Jesus richten, der mir helfen kann und auch wird!! Vielen tausend Dank, Rebekka!

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Rebekka,nich schließe mich meiner Vorrednerin an! Danke, dieser Post war genau das Richtige zur Richtigen Zeit! Als hättest du meine Gedanken gelesen! Eben scheuerte ich wütend auf unseren Herd ein, weil meine Tochte mal wieder meinen Sohn wach gemacht hat und deswegen der ganze Tag auf dem Kopf steht...eigentlich ne Kleinigkeit...aber diese Unzufriedenheit die dann entsteht über alles Nicht-Geschaffte und das Abmühen doch das Gefühl zu haben etwas sichtbares geschafft zu haben....ach ja Gedanken eben! Jetzt dürfte ich die angestauten Emotionen nach dem Lesen deines Posts mal eben raus lassen! Tut gut! Ich wünsche dir eine super Woche!

    AntwortenLöschen