Montag, 25. Januar 2016

Montage sind was für Anfänger!




Kennt ihr das - da schiebt man ein Vorhaben ewig vor sich her, schleicht nur immer wieder auf leisen Sohlen drum herum, wagt aber die Umsetzung nicht (aus welchen Gründen auch immer) – und dann, von einem Tag auf den anderen, fängt man einfach an?
Schon seit einiger Zeit beschäftigt mich das Thema Abnehmen, schließlich ist mein kleiner Sohn nun bereits ein Jahr alt und ich wiege noch immer 7kg mehr als vor der Schwangerschaft mit ihm (und 11kg mehr als vor der ersten Schwangerschaft)! Bei mir funktioniert das mit dem Abnehmen aber meistens so, dass ich, sobald ich damit beginnen möchte, mich plötzlich wieder „ganz ok“ finde und mein Appetit sich prächtig vermehrt…
Fakt ist aber: Ich mag mich auf Fotos nicht mehr sehen. Ein guter Teil meiner Hosen passt mir nicht mehr (und ich möchte mir keine neuen kaufen!). Und für den Fall, dass wir noch ein drittes Kind bekommen, möchte ich nicht mit diesem Ausgangsgewicht in eine neue Schwangerschaft starten. Außerdem planen wir einen Ostsee-Urlaub. Und ich möchte für die Kinder fitter und beweglicher sein. Lauter gute Gründe zum Abnehmen also.
Gestern Abend saßen Falko und ich geplättet vom Tag auf der Couch und sprachen darüber, was uns gerade beschäftigt. Endlich sprach ich es meinem Mann gegenüber aus: „Ich möchte abnehmen und schaffe es irgendwie nicht.“ (Sprach’s und biss in einen Schaumkuss) Er (goss sich gerade ein Glas Rotwein ein und) sagte: „Mir geht es genauso. Ein paar Kilos sollten schon wieder runter, da hat sich in letzter Zeit bei mir ein bisschen was angesammelt.“  Also beschlossen wir, es gemeinsam anzugehen. Ab heute. Punkt.
Mein Ziel: Bis zum Ende des Jahres 10kg weniger. Puh!


Vor ein paar Jahren habe ich schon einmal 8kg abgenommen, mit dem Buch Gewicht im Griff. Das Abnehmprogramm zum Wohlfühlen von der Verbraucherzentrale. Hierbei wird eine Umstellung der Essgewohnheiten angestrebt, es darum, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, viel zu trinken, sich mehr zu bewegen, die Mahlzeiten zu genießen – und somit schließlich abzunehmen. Zur Kontrolle der zu sich genommenen Kalorien verwende ich eine Ernährungstabelle (ganz simpel, in Form einer Strichliste). Da dieses Konzept sich schon einmal bewährt hat und ich das Buch beim Umzug (in weiser Voraussicht…) offensichtlich doch nicht entsorgt habe, versuche ich es nun zum zweiten Mal damit. Gestern Abend noch druckte ich eine Tabelle für die Gewichtsentwicklung sowie eine Ernährungstabelle für die Woche aus und packte alle noch vorhandenen Süßigkeiten für Falko ein, damit er sie in der Firma an seine Kollegen verfüttert.
Neben dem genannten sollen mich zwei weitere Bücher durch die kommenden Monate begleiten: Olivia Wollingers autobiografischer Ratgeber für ein suchtfreies Essverhalten. Essanfälle adé und The Writing Diet. Write Yourself Right-Size von Julia Cameron. Olivia Wollinger schreibt darüber, warum wir zu viel essen, über emotionalen und körperlichen Hunger und wie wir unsere wahren Bedürfnisse entdecken und stillen lernen können.
Bei Julia Cameron geht es ums Schreiben als „therapeutisches Mittel“ zur Gewichtsreduktion. Wichtig dabei sind die sogenannten Morning Pages – drei Seiten, die man unmittelbar nach dem Aufwachen als Gedankenfluss notiert. Gestern Abend legte ich mein Tagebuch und einen Kugelschreiber neben das Bett und nutzte heute Morgen 20 Minuten zum Niederschreiben meiner allerersten Morgenseiten. Das war eine sehr interessante Erfahrung und ich startete mit sehr viel Klarheit und Energie in meinen ersten Tag auf Diät. Ich werde sicherlich nicht immer dazu kommen, morgens zu schreiben (das hängt ja vor allem von den Kindern ab), aber wann immer es möglich ist, möchte werde ich es tun. Julia Cameron schlägt darüber hinaus vor, aufzuschreiben, wann und was immer ich esse, wie ich mich dabei fühle, und auch wenn ich in Versuchung gerate, etwas zwischendurch zu mir zu nehmen. Anstatt in die Süßigkeitenschublade zu greifen, nehme ich den Stift in die Hand und schreibe über die Lust auf Schokolade. Sie behauptet: „Very often you will find that you are eating instead of taking a creative action.” Und wenn ich auf meinen Alltag schaue, dann hat sie damit wohl Recht!

Und wo ich schon dabei bin, fange ich auch gleich mit meinem 365-Tage-Projekt an. (Wenn schon, dann richtig, oder?)
Neulich habe ich über meine Angst vor dem weißen Blatt berichtet und dass ich das Handlettering so faszinierend finde. Ab heute ignoriere ich diese Angst einfach und lege los, mit einem Wort pro Tag. Ein Tag – ein Wort, so heißt mein 365-Tage-Handlettering-Projekt und hier findet ihr meinen niegelnagelneuen Blog dazu!



Oh yeah!









Kommentare:

  1. Es ist unglaublich wie oft Gott durch deinen Blog zu mir redet! Diesmal schon wieder...! "Anfang" das ist das Stichwort! Ich finde dein Projekt super! bin echt gespannt! Wünsche dirnund deinem Mann bei eurem "Anfang" viel Freude und Erfolg!
    Gruß, Denisa

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  2. Oh, sehr inspirierend, Rebekka. Ich werde dir bei deinem Projekt Abnehmen auf jeden Fall helfen. Also keine Schoki auf dem Tisch!! Find ich gut. Versuche selbst seit Januar mich gesünder zu ernähren. Klappt bis jetzt ganz gut.
    Und dein neues Projekt - großartig. Wie und wann schaffst du das nur alles? Oh man. Du forderst mich ganz schön heraus - finde ich gut!
    Und Handlettering liegt dir wirklich! Absolut nichts für mich aber du beherrschst da schon so einiges auf diesem Gebiet. Das beweist allein dein persönlicher Kalender, den du mir geschenkt hast! Weiter so!
    Elly

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    1. Ich danke dir, liebe Elly! Danke für deine Ermutigung und deine Unterstützung, das bedeutet mir sehr viel!
      LOVE!

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