Sonntag, 31. Januar 2016

Wir... am Wochenende



… bleiben drin und schlagen Purzelbäume.
Eigentlich hatten wir einen schönen Ausflug geplant, in den Britzer Garten oder zur Domäne Dahlem (das ist ein toller Bauernhof mit Freiluftmuseum in Berlin, ideal für Stadtkinder, und alle anderen auch). Aber dann regnete es den ganzen gestrigen Tag durch und wir hatten nicht so richtig Lust rauszugehen. Also blieben wir drin und bauten im Wohnzimmer einen Parcours aus Matratzen, Decken, Stühlen, Sofa und dem neuen Krabbeltunnel auf. Da konnten die Kinder wunderbar toben und sich verausgaben. Noemi übte Purzelbäume und Samuel überwand jedes Hindernis, nur um sich schließlich in meine Arme schmeißen zu können.



… lesen:
Nachdem ich Christina Bruderecks neuen Roman Café Mandelplatz an Weihnachten nicht unter dem Baum vorfand, habe ich ihn mir nun selber gegönnt und bin ganz gespannt!
Falko und ich sind nach wie vor begeistert von Das geraubte Leben des Waisen Jun Do, und die Kinder lieben Tommy Tatze und das ebenso wahre wie liebevoll gereimte Der liebste Papa der Welt


… spielen:
Es gab auch ruhige Momente dieses Wochenende. Als Samuel vom Toben müde war und einschlief, setzten wir uns mit Noemi hin und legten tausend Muster auf der Magnettafel. Es ist so schön, dass sie sich für einen relativ langen Zeitraum einer stillen Beschäftigung widmen kann – sie malt gern, schaut Bücher an oder puzzelt; sehr beliebt bei ihr sind gerade auch die magnetischen geometrischen Formen, die man zu immer neuen Bildern zusammenlegen kann oder ihr „Klebeheft“ – Sticker, die ohne Kleber auf einer glatten Oberfläche haften und somit wiederverwendbar sind.
Am Samstagnachmittag spielten wir zu viert erst eine Runde Obstgarten, dann das Mäuschen-Farbenspiel (das Falko und ich nicht besonders mögen, unsere Tochter dafür umso mehr) und zum Schluss besiegte ich Noemi auch noch im Memory. Mir ist durchaus gewusst, dass ich diesen Triumph genießen sollte – viele werden mir bei diesem Spiel nicht mehr bleiben.
Oft bestehen unsere Samstage zum Großteil aus Besorgungen oder der Erledigung von liegengebliebenen Aufgaben. Dieses Wochenende nahmen wir uns mal ganz bewusst nichts vor und hatten stattdessen ganz viel Zeit und ungeteilte Aufmerksamkeit für die Kinder. Und das war unendlich wertvoll!


… verzichten und genießen.
Die erste Woche „auf Diät“ liegt hinter mir. Der Verzicht fiel mir oft schwer, tatsächlich hatte ich manchmal das Gefühl, mir würde deutlich Energie fehlen; ich war dünnhäutig in dieser Woche… Gleichzeitig tat mir das Wenig-Essen gut, weil ich dadurch die Mahlzeiten mehr genoss, mich viel mehr darauf freute und mir auch mehr Zeit zum Zubereiten leckerer Gerichte nahm: Couscous mit Süßkartoffel-Kichererbsen-Möhren-Ragout, Pasta mit Blumenkohl und Feigen, Quinoa mit gebratenem Gemüse und Spiegelei – das alles schmeckte so gar nicht nach Verzicht! Ich habe mich so gesund ernährt wie lange nicht mehr, habe viel, viel Wasser getrunken und Gemüse in rauen Mengen und großer Vielfalt verzehrt. Und die Waage hat mir heute Morgen bestätigt, dass es gern so weitergehen kann :)
Am Samstagmittag hatte ich dann doch keine Lust auf Kochen und wir gingen zum Inder. Herrlich! Und heute stand ich extra früh auf um frische Dinkelbrötchen und Mini-Croissants zu backen. Vielleicht holen wir uns nachher noch ein bisschen Kuchen, zur Feier des Tages…


… greifen gute Ideen auf.
Am Freitagnachmittag setzte ich gleich einen meiner Noemi-Vorsätze in die Tat um und ging mit meiner Tochter in den kleinen, gemütlichen Buchladen um die Ecke. Nur wir „zweie“, wie sie sagen würde ;) Die Liebe zu Büchern teilen wir jedenfalls und so fiel die Wahl eines Buches uns einigermaßen schwer. Glücklich und unbeschwert traten wir den Heimweg an, meine Große und ich. Das war eine wirklich schöne Zeit mit ihr, in der wir uns nicht anmeckerten oder stritten. Wir beide waren entspannt und genossen das Zusammensein.
Zu Hause legte ich (dem Kommentar einer lieben Blog-Leserin zum vorigen Eintrag folgend) ein kleines Noemi-Mama-Heftchen an, in das ich von nun an unsere gemeinsamen Unternehmungen notieren werde. Am Abend „unterschrieben“ wir beide mit einem Fingerabdruck.
(So ein Zick-Zack-Büchlein ist übrigens sehr leicht zu basteln: Man braucht nur einen sehr langen Papierstreifen, den man als Ziehharmonika faltet und in einen ausreichend großen "Einband" klebt.)
Und heute Abend steht wieder unser Eheabend Date an! Dafür habe ich eine Idee von Veronikas Blog nachgemacht und ein „Wünsch-Dir-Was-Glas“ vorbereitet: Es enthält Papierstreifen in zwei unterschiedlichen Farben, blau für Falko und rosa für mich (gender mainstreaming kann uns mal…), auf die wir jeweils schreiben, was wir uns vom anderen wünschen. Dann wird auch gleich ein Zettel gezogen und der Wunsch in der kommenden Woche erfüllt. Ich bin gespannt, wie diese Idee bei meinem Mann ankommt und ob das bei uns klappt…





 ... freuen uns auf die kommende Woche.
Der Terminkalender ist noch ziemlich leer, und wenn da etwas steht, dann so schöne Dinge wie: Den Künstler-Bedarf-Gutschein einlösen mit Franzi; Pilates; Davids Geburtstagsfeier bei uns ausrichten. Auch meine To-Do-Liste besteht bisher lediglich aus Blogeinträgen, Handlettering und einem Päckchen, das auf den Weg geschickt werden muss - klingt fast zu schön, um wahr zu sein!
Aber keine Sorge, die Woche wird sich schon füllen. Mit Schönem und Weniger-Schönem und ganz Grässlichem. Mit Wut und Wonne, Lachen und Flüstern, Umarmen und Hauen, Anrufen, Einkaufslisten, Terminen und Auf-Nen-Kaffee-Treffen, mit so vielen guten Gaben unseres Papas im Himmel. 

Aus seiner Hand nehmen wir all das.
Und an seiner Hand gehen wir voran, 
Schritt für Schritt.


Kommentare:

  1. Hallo Rebekka, ich hab dich für den Liebster Award nominiert! https://smoorbaer.wordpress.com/2016/01/31/liebster-award/

    AntwortenLöschen
  2. Dannke für den schönen Einblick in euer Wochenende, liebe Rebekka!

    AntwortenLöschen