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Montag, 7. Januar 2019

Rückblick


{enthält Eigenwerbung} Das alte Jahr ist noch gar nicht so lange vergangen - trotzdem habe ich überlegt, ob ich jetzt noch einen Jahresrückblick für 2018 bringen kann. Aber "zwischen den Jahren" war für mich erst heute so richtig vorbei, als die Kinder wieder zum Kindergarten gingen und ich allein in unsere vier Wände zurückkehrte.

Nach Weihnachten war bei uns viel Familienzeit angesagt: Zuerst bekamen wir Besuch und dann fuhren wir für ein paar Tage weg, und als das neue Jahr begann, blieben die Kinder noch ein paar Tage länger zu Hause, weil im Kindergarten Betreuungsnotstand herrschte. Also schob ich die reflektierenden Gedanken, die Ideen und Pläne und Vorsätze, die sich in Kopf und Herz anstauten, immer wieder beiseite; versuchte, im Moment zu sein und das, was ist, zu genießen. Widerwillig, manchmal, aber immer wieder auch erfolgreich.

Heute hat der "normale" Alltag wieder begonnen. Ich kann durchatmen und all das sprudeln lassen, was ich in den letzten Wochen unterdrückt habe. Ich fühle mich so voller Energie und Tatendrang und freue mich auf das, was kommt!

Und ich blicke dankbar zurück auf das, was war.
2018 war gut.
Ein richtig gutes Jahr.
Ich bin noch immer ganz erfüllt von all dem Guten und Schönen, das mir geschenkt wurde.

Am Silvesterabend haben wir uns ein wenig Zeit genommen, unser Familienbuch durchzublättern und uns daran zu erinnern, was wir alles gemacht und erlebt haben in 2018.
Und das war eine ganze Menge!

Einen Teil davon möchte ich euch heute zeigen - meine persönlichen Highlights, leckeres Essen, lustige Ausflüge, kleine und große Erfolge, Schönes, Besonderes, Abenteuerliches.
Es ist nur ein Ausschnitt, natürlich, meine persönliche Sicht auf ein gutes Jahr.


Viel Spaß dabei!


Januar:

Bild: Alexander Retzlaff


Im Januar wurde unser Sohn 3 Jahre alt - dieses besondere Ereignis feierten wir mit einem Auto-Geburtstag. Ich erweiterte meinen Arbeitsplatz um ein Regal und traf die Entscheidung, mich wirklich als Kreative selbstständig zu machen!


Februar


Panna Cotta mit Zimt-Orangen
Schokoladen-Tarte mit Himbeeren
Im Februar besuchten wir unseren kleinen Babyneffen in Gießen. Und es gab auch sonst eine Menge zu feiern: Den Geburtstag meines Mannes, Valentinstag und unseren 14. Jahrestag!


März




Ein Wochenende ganz allein zu Hause, ein Ausstellungsbesuch mit meiner Tochter, das erste Mal predigen in unserer Gemeinde und eine ganz bewusst gestaltete (Vor-)Osterzeit - das war der März.


April




Im April feierten wir Ostern: Das Grab ist leer!, und verbrachten zwei ganz wunderbare, abwechslungsreiche Wochen in Portugal.



Mai




Im Mai flogen mein Liebster und ich über ein verlängertes Wochenende nach Glasgow zu einem Rend Collective Konzert. Das war auf jeden Fall ein Highlight des Jahres! Außerdem veranstalteten wir eine Hauskreis-Radtour und freuten uns an sommerlichen Temperaturen und farbenfrohen Pfingsrosen.



Juni


Foto: S. Schwaneberg
Im Juni gab es jeden Sonntag Pancakes mit Erdbeeren. Und wir machten einen Tagesausflug nach Potsdam.


Juli




So viel Schönes im Juli: Wir entließen unsere Kohlweißlinge in die Freiheit, fuhren zur Segnung unseres kleinen Neffen, beobachteten eine totale Mondfinsternis mit Blutmond und Mars, gingen ins Schwimmbad und feierten den 5. Geburtstag unserer Tochter. Außerdem besuchte ich eine Freundin mit frisch geborenem Baby und eröffnete meinen Shop!


August





Summer in the city - die Kita-Ferien verbrachten wir im Schwimmbad, auf dem Deutsch-Amerikanischen-Volksfest und bei den Großeltern. Es war einfach nur heiß. Und dann hatte ich auch noch Geburtstag.


September



Party-Monat September: Wir feierten einen Meerjungfrau-Geburtstag und eine Frida-Kahlo-Party! Außerdem unternahmen wir einen Ausflug nach Wittenberg zusammen mit einigen anderen aus unserer Gemeinde.


Oktober




Auch diesen Oktober haben wir uns "Berlin leuchtet" angeschaut und viel gestaunt. Das im Januar angeschaffte Regal reichte nicht mehr aus - deshalb bauten meine Männer für mich eine Regalerweiterung zusammen. Im Oktober wurde überhaupt viel gearbeitet: Der 365-Tage-Kalender wurde gedruckt und musste handsortiert werden!



November




Im November feierte ich eine kleine Kalender-Launch-Shop-Einweihungs-Thanksgiving-Party mit lauter lieben Gästen. Der 365-Tage-Kalender war nach einer Woche ausverkauft. Unsere Tochter machte ihr Seepferdchen, mit Bravour! Außerdem fuhr ich zur Netzleuchten-Bloggerinnen-Konferenz nach Essen, und wir bastelten erste Weihnachtsgeschenke.


Dezember





Den Dezember mag ich immer sehr... Und wir haben den Advent wirklich genossen: Gebacken, Kerzen gerollt, gebastelt, jeden Abend Advent gefeiert, gesungen... Auf dem Blog gab's zum ersten Mal einen Adventskalender. Außerdem waren wir auf einer Hochzeit, haben Heiligabend überlebt, hatten viel Familienzeit im großen Kreis und einen richtig schönen Jahresabschluss zu viert mit super Aussicht auf die Berliner Feuerwerke.



Ja, das - und noch viel mehr - war 2018.

Ich hoffe, dass auch ihr das Alte dankbar und in Frieden abschließen konntet.

Nicht alles war schön oder einfach.
Vielleicht war für dich das Jahr von Krankheit überschattet.
Vielleicht musstest du Abschied nehmen.
Vielleicht sind Träume geplatzt,
Beziehungen zerbrochen,
Glaube abhanden gekommen.

Ich wünsche dir in all dem Schweren
Frieden.
Gott war da, und er ist noch immer mit dir.
Ich wünsche dir,
dass du dich getragen weißt.
Gestern,
heute,
und morgen.
Von liebevollen Vaterarmen.

Ich wünsche dir ein gesegnetes, erfülltes, beGeistertes neues Jahr.






Mittwoch, 21. November 2018

Im Moment...

{enthält unbeauftragte Werbung und Eigenwerbung}



... bin ich immer noch total erfüllt und ermutigt vom Netzleuchten-Wochenende. Besonders der Samstagabend geht mir nach: Wir saßen zu sechst im Speisesaal zusammen und redeten und beteten - und während dieser Gebetszeit sprach Gott durch die anderen Frauen zu mir auf eine Weise, wie ich sie noch nie erlebt habe. Mein Herz und meine Augen liefen über... Das ist ein Schatz, den ich immer in meinem Inneren bewahren werde.

... fühle ich mich überfordert von allem: Kinder. Haushalt. Drohender Advent. Blog. Business. Freundschaften. E-Mails. Eine Hochzeit. Weihnachten... Es fällt mir schwer, mich an der Fülle zu freuen. Gerade erlebe ich sie als erdrückend.

... kämpfen wir mit diversen Krankheiten. Innerhalb von vier Wochen hatte ich meinen Sohn zwei Wochen zu Hause und war eine Woche selbst krank. Hand-Mund-Fuß. So was ekliges! Kaum war diese Krankheit erfolgreich kuriert, meldete der Kindergarten "Borkenflechte". Was auch immer das ist. Nur Tage später: Krätze-Alarm. Uns erwischte (bislang) "nur" Magen-Darm. Eins der Kinder hat seit zwei Wochen Durchfall. Und nächtlichen Husten. Ich weiß von zwei Kindern in der Kita mit Bindehautentzündung, und frage mich, ob wir diese Infektion auch noch mitnehmen - hatten wir dieses Jahr schließlich noch nicht.
Immerhin: Ich werde besser und routinierter im Umgang mit diversen Krankheiten und lerne ständig dazu. Und erst vor kurzem habe ich mich gefragt, ob mein fast vierjähriger Sohn wohl noch einmal auf meinem Arm einschlafen würde - heute Nacht war es für den armen Kerl soweit. Ich habe das (abgesehen von der Spuckschüssel in Reichweite) einfach nur genossen!
Insgesamt bin ich aber sehr herausgefordert von dem Spagat, für meine Kinder da sein zu wollen und meinem Business, das auch nur wachsen kann, wenn ich Zeit und Kraft investiere.

... gehe ich jeden Abend zu spät ins Bett. Und komme morgens kaum raus. Klar.

... frage ich mich, ob ich jemals die Zeit finden werde, mein neues Art Journal aus seiner Verschweißung zu reißen und etwas hineinzuschreiben.

... vernachlässige ich Freundschaften und brauche viel zu lange, um auf Nachrichten zu antworten.

... lese ich das Buch Hiob, so wie im Jahresbibelleseplan vorgesehen. Als ich diesem Text mit etwa 13 Jahren zum ersten Mal begegnete, konnte ich nicht viel damit anfangen. Das meiste verstand ich nicht - schon gar nicht, warum Gott Hiobs Freunde so verurteilt. Hatten sie denn nicht mit vielem recht? Jetzt, mit 32, lese ich das Buch ganz anders. Ich leide mit Hiob, und empfinde die Worte der Freunde als hartherzig und extrem verletzend.

... koche ich am liebsten indische Gerichte (wenn ich nicht gerade Schonkost für mein Durchfallkind zubereiten muss, natürlich). Zum Geburtstag habe ich das Buch Original Indisch von Meera Sodha bekommen und ich liebe es! Bisher war jedes Rezept, das ich nachgekocht habe, ein voller Erfolg - besonders angetan hat es mir das Blumenkohl-Curry mit Erbsen und Cashews. Ein Gedicht! (Und die Kinder mögen die Gerichte auch - ich muss nur mit der Schärfe ein bisschen aufpassen)

... male ich mal wieder groß: Auf einer 60x80cm großen Leinwand, um genau zu sein. Ein Freund von uns heiratet in zweieinhalb Wochen, und er hat sich den Trauvers als Bild von mir zur Hochzeit gewünscht. Für mich bedeutet das: Raus aus der Komfortzone!
Inzwischen habe ich aber eine relativ konkrete Vorstellung, wie das fertige Bild (Mixed Media) aussehen könnte, und die ersten beiden Farbschichten sind aufgetragen. Es wird!

... arbeite ich daran, einige neue Produkte in den Shop zu stellen! Mein allererster selbst illustrierter und gelayouteter Wandkalender ist gerade noch im Druck und ich warte jeden Tag gespannt auf die Nachricht, dass er fertig ist! Außerdem habe ich vier neue Postkarten-Motive drucken lassen: Zwei Weihnachtspostkarten und zwei, die man das ganze Jahr über verschicken kann.
Ein paar weihnachtliche Anhänger aus lufttrocknendem Ton warten darauf, von mir bemalt zu werden - und am liebsten möchte ich noch ein paar kleine Mixed-Media Leinwände gestalten und für euch in den Shop stellen: ein Original-Kunstwerk ist doch mal ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art, oder?
Ganz frisch erschienen ist dieses personalisierbare Lettering zu Jesaja 49,16 - was sagt ihr dazu?

... höre ich kaum Musik. Wenn das Leben so laut ist, brauche ich jedes bisschen Stille, das ich kriegen kann.

... bereite ich eine Überraschung für den Blog vor! Ja, angesichts meiner allgemeinen Überforderung vielleicht nicht die beste Idee, aber es ist eine Sache, die mir unheimlich viel Spaß macht und die ich deshalb nicht streichen möchte. Ihr dürft gespannt sein! :)



Danke, dass ihr da seid!
Habt eine fröhliche Restwoche, ihr Lieben!



Sonntag, 28. Oktober 2018

Warum wir Halloween nicht feiern




In den letzten Jahren nimmt der Halloween-Trend immer mehr zu und es ist schwer, sich all den Kürbisfratzen, Totenschädeln und Gruselartikeln zu entziehen, die schon Anfang Oktober in der Werbung und in Geschäften zu finden sind. Auch auf Blogs ist vermehrt von Halloween zu lesen, mit Deko-Tipps und gruseligen Rezepten und (scheinbar) familientauglichen Aktivitäten.

Für mich ist diese Faszination, ehrlich gesagt, befremdlich.
Wir als Familie feiern Halloween ganz bewusst nicht, und ich möchte gern ein paar Gedanken mit euch teilen, warum wir das nicht tun - und wie wir stattdessen den 31. Oktober begehen.

Bevor ich auf unsere Beweggründe eingehe, möchte ich noch voranstellen, dass dies meine bzw. unsere persönliche Meinung ist und wir diese Erkenntnisse für uns als Familie so für richtig halten. Wenn ihr das mit euerer Familie anders handhabt, interessiert mich auf jeden Fall das Warum und wie ihr zu meinen Argumenten steht! Zögert also nicht, mir einen Kommentar zu hinterlassen oder auch eine Nachricht zu schreiben.

Also, warum wir Halloween nicht feiern:

1) Wir finden die Art und Weise, wie dieses Fest begangen wird, nicht sinnvoll und nachahmenswert. Abgesehen davon, dass Halloween total kommerzialisiert wird und es dabei um keine vermittlungswürdigen Werte, sondern primär um Süßigkeiten und Grusel geht, waren diese beiden Aspekte für unsere Entscheidung entscheidend:

  • Wir möchten unsere Kinder nicht zu Erpressung anstiften
Natürlich kann man es lustig finden, dieses ganze "trick-or-treat", "Süßes-oder-Saures"-Prinzip. Ein harmloses Spiel für die Kinder.
Ganz so lustig und harmlos ist es aber nicht. Wir haben zumindest schon erlebt, dass die Drohung in die Tat umgesetzt wurde, dass Hauswände mit Eiern beworfen wurden und ähnliches. Vielleicht nicht von kleinen Kindern, aber zu einer Zeit, zu der auch kleine Kinder draußen unterwegs waren.
Letztlich ist "Süßes-oder-Saures" nichts anderes als Erpressung, und dazu werden wir unsere Kinder nicht anstiften oder gar dabei begleiten.
Das ist nicht die Ethik, die unser Handeln bestimmen soll.

  • Wir halten es für bedenklich, Kinder dazu zu ermutigen, Süßigkeiten von fremden Menschen anzunehmen
Noch weniger nachahmenswert finden wir aber die Praxis, dass Kinder herumlaufen (zunächst noch in Begleitung ihrer Eltern, später aber auch allein), um bei fremden Menschen zu klingeln und Süßigkeiten zu verlangen - Süßigkeiten, die wir ihnen sonst einschärfen, niemals von Fremden anzunehmen!
Mal abgesehen davon, dass wir nicht so darauf stehen, dass unsere Kinder Unmengen von (größtenteils) billigen Süßigkeiten einsammeln und verzehren - Halloween ist unter Umständen eine Möglichkeit für Menschen mit bösen Absichten, Konakt zu Kindern aufzunehmen und sie mit Süßigkeiten anzulocken.
In einem ländlichen Setting, wo man sich ohnehin untereinander kennt, ist diese Gefahr möglicherweise geringer, aber gerade in der Stadt, wo so viele Menschen dicht an dicht wohnen und man unmöglich alle Nachbarn kennen kann, möchten wir nicht, dass unsere Kinder an Halloween unterwegs sind.


2) Wir können nicht hinter dem stehen, was an Halloween gefeiert wird:
  • Die Herkunft von Halloween ist zumindest dubios
Ob Halloween einen keltischen (heidnischen) Ursprung hat, wird von manchen Seiten bestritten. Ein klar christliches Fest ist es jedoch auch nicht, wenn es auch auf den katholischen Feiertag Allerheiligen fällt.
Natürlich könnte man argumentieren, dass auch urchristliche Feste wie Weihnachten und Ostern mit teilweise heidnischen Bräuchen und Symbolen begangen werden. Dem gegenüber steht aber die Tatsache, dass wir als Christen genau wissen, was und vor allem wen wir an Weihnachten und Ostern feiern, und dass dieser Jesus bei diesen Festen für uns im Mittelpunkt steht.
Bei Halloween ist das nicht der Fall, und an Fasching übrigens auch nicht. (Und der Kommerzialisierung und Sinnentleerung der christlichen Feiertage stehe ich auch sehr kritisch gegenüber!)

  • Wir können und wollen das, was an Halloween gefeiert wird, nicht feiern
Dies ist für uns das wichtigste und entscheidende Argument, Halloween nicht zu feiern: Wir können und wollen die Dunkelheit nicht glorifizieren. Dämonen, Geister, Hexen, Totengebeine - all diese Wesen stehen für den Tod und für das Böse.
Wir aber glauben an das Leben, wir möchten Kinder des Lichts sein, wir glauben an den Sieg Jesu über das Böse!
Ich habe in letzter Zeit Erfahrungen mit einer jungen Frau gemacht, die in okkulten Verstrickungen gefangen ist. Für sie haben Dämonen und Geister eine ganz andere Realität als die meisten von uns sich das vorstellen können. Es gibt in ihrem Leben eine dunkle Macht, die sie zerstören will, und ich bete so sehr dafür, dass Jesus sie frei macht - dass sie erlebt, dass das Böse nicht in ihrem Leben herrschen darf.
Auch deshalb bin ich sehr vorsichtig mit Phänomenen, die in Richtung Esoterik oder gar Okkultismus gehen. Ich halte nichts davon, Zauberei oder lustige "Hex! Hex!"-Geschichten zu verharmlosen.  Nicht aus Angst, sondern weil ich allem, was Jesus ablehnt und verspottet, keinen Raum zugestehen möchte. Er ist der Herr, und er ist der Heiland, und außer ihm gibt es keinen anderen!
Nicht zu Halloween und an keinem anderen Tag.


Mir ist klar, dass Halloween auch in gläubigen Familien immer mehr salonfähig wird.
Ich bin keine, die grundsätzlich gegen alles ist.
Aber ich bin auch nicht einfach für etwas, nur weil alle anderen es toll oder unbedenklich finden.
Und an Halloween finde ich überhaupt nichts Gutes.


Wie begehen wir aber nun den 31. Oktober?

In unserer Gemeinde findet schon seit vielen Jahren am Abend des 31. Oktobers das sogenannte "Reformationstagsfeuer" statt. Wir feiern im Gemeindegarten mit Lagerfeuer, Stockbrot, Würstchen vom Grill, Glühwein und Kinderpunsch und (für die Kinder ganz wichtig) vielen Knicklichtern.
Es gibt eine Andacht oder einen Impuls zum Thema Reformation - im vergangenen Jahr, anlässlich des 500. Reformationsjubiläums, gab es ein etwas umfangreicheres Programm. Wir konnten uns zum Beispiel alle als Martin Luther verkleidet fotografieren lassen :)


Die Gemeindekinder lieben dieses Fest und haben darin eine schöne Alternative zum Süßigkeiten erpressen gefunden - Süßigkeiten gibt es am Reformationstag in der Gemeinde natürlich auch.

Unsere Kinder sind relativ klein und bekommen den Hype um Halloween noch nicht so mit.
Wenn es für sie ein Thema wird und sie zusammen mit anderen Kindern verkleidet um die Häuser ziehen möchten, werden wir mit ihnen besprechen, warum wir das nicht wollen. Die Argumente, die ich euch oben aufgelistet habe, sind auch für Kinder verständlich.
Wir bieten ihnen eine schöne Alternative: Eine Art zu feiern, die Gemeinschaft fördert, die Jesus in den Mittelpunkt stellt, die wie ein Licht leuchtet in einer dunklen Nacht.

Es gibt für uns einfach keinen einzigen Grund, Halloween zu feiern, nur lauter Gründe, die in unseren Augen dagegen sprechen - und deshalb tun wir es nicht.



Was denkt ihr darüber?
Wie handhabt ihr Halloween mit eurer Familie?

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!


Montag, 18. Dezember 2017

Wir... im Advent


... küssen uns unterm Mistelzweig.

Allerdings draußen auf dem Balkon ;)

... lesen:


Ganz "unadventlich" die wunderbaren Geschichten des Duos Axel Scheffler und Julia Donaldson. Inzwischen haben wir einige Bücher der beiden und lieben sie einfach: Für die genialen, einprägsamen Reime, liebevollen Illustrationen, witzigen Einfälle und unwahrscheinliche Helden.

Natürlich aber auch ein paar Advents- und Weihnachtsbücher! Ich bin gerade dabei, eine kleine "Weihnachtsbibliothek" anzulegen, die jedes Jahr zur Adventszeit hervorgeholt wird. Tolle Inspirationen zu diesem Thema habe ich bei BerlinMitteMom und bei der lieben Steffi gefunden - sodass ich mich hier zurückhalte und euch nur die drei Bücher zeige, die ich gerade rauf und runter vorlesen darf:



Und ich selbst lese gerade Anna Karenina von Lew Tolstoi in der neuen Übersetzung von Rosemarie Tietze. Nachdem ich bei Krieg und Frieden sehr schnell aufgegeben habe, bin ich von Anna Karenina sehr begeistert. Ein passendes Buch für diese Jahreszeit!



... hören:

Ding Dong von Rend Collective. Rauf und runter. Wieder und wieder. Und können einfach nicht still sitzen dabei. So gut!
Außerdem mögen wir Paul Baloches Christmas Worship, die Weihnachtslieder und -geschichten von 2Flügel (Weltjahresbestzeit)  und, seit Jahren, immer und immer wieder sehr gern das Album Christmas Offerings von Third Day.


... basteln kleine Geschenke für liebe Menschen:


Die Idee für die Fußabdruck-Rentiere habe ich in Claudia Schaumanns Kinderkunst-Kreativbuch Winter und Weihnachten gefunden - und weil ich sie so schön fand und die Kinder Lust hatten, haben wir gleich ein paar mehr davon gemacht, zum Verschenken. Der Kinderhand-Elefant eignet sich etwas besser zum Verschicken an liebe Menschen in der Ferne und sieht auch einfach süß aus, wie ich finde.


Die ErzieherInnen in der Kita bekommen dieses Jahr auch wieder eine kleine Aufmerksamkeit - eine selbst gerollte Bienenwachskerze mit duftendem Zweig und (natürlich von den Kindern) liebevoll beklebtem und/oder bestempeltem Anhänger. Manchmal sind die einfachen Dinge auch die schönsten.

... bestempeln Geschenkpapier.



Ganz einfache Stempel kann man aus Weinkorken und Moosgummi basteln. Meine beiden Bastler waren ganz fleißig und haben mit mir zusammen mehrere Meter Packpapier mit Herzen, Sternen, Tannenbäumen und Dreiecken bestempelt. So kriegen wir lange Nachmittage gut rum und haben obendrein noch ganz persönliches (und günstiges!) Geschenkpapier hergestellt.

... schreiben Weihnachtskarten. Viele.

Um genau zu sein, 30 Stück. Und als die letzte Karte geschrieben war, dachte ich, dass es ruhig noch ein paar mehr hätten sein können... Nächstes Jahr bestelle ich dann wohl doch lieber 40 :)
Aber kann es sein, dass das Karten-Schreiben vor Weihnachten ein bisschen aus der Mode gekommen ist? Ich würde gern die Weihnachtspost, die wir bekommen, an einer Schnur aufhängen, gut sichtbar im Wohnzimmer, aber für die paar Karten, die uns erreichen, lohnt sich das gar nicht... Schade eigentlich.

... freuen uns über ein klitzekleines bisschen Schnee.



... basteln Christbaumanhänger aus Bienenwachs:



... und schmücken den Baum diesmal schon vor dem 3. Advent!



Eigentlich kenne ich es so, dass der Christbaum erst am Morgen des 24. Dezembers geschmückt wird. In diesem Jahr haben wir uns entschieden, den Baum schon früher aufzustellen und auch zu schmücken, sodass wir ihn auch in der Vorweihnachtszeit schon genießen können, und ich bin sehr froh über diese Entscheidung! Es ist einfach nur schön.

... naschen.



... "feiern" jeden Abend Advent.


Das "Advent-feiern" ist eine Tradition aus meiner Familie, die wir sehr gern mit unseren Kindern fortführen. Im Grunde bedeutet das: Jeden Abend setzen wir uns im Wohnzimmer zusammen, zünden die Kerze(n) am Adventskranz an, singen ein paar Advents- und Weihnachtslieder (das klappt jeden Tag ein bisschen besser), lesen eine fortlaufende Adventskalendergeschichte (die wir zuverlässig von meiner Tante zugeschickt bekommen) und beten miteinander zum Tagesabschluss.
Als Kind habe ich das sehr geliebt, das feierliche Beisammensein, und auch wenn ich es jetzt natürlich ganz anders erlebe als damals, so ist das "Advent-feiern" immer noch ein täglicher Lieblingsmoment für mich.


... warten auf das Kind (und auf ein Kind)...
So schön die Adventszeit ist - sie schmerzt auch. Ich habe mir lange vorgestellt, dass wir an Weihnachten schon zu fünft sein werden, dass wir dieses Fest mit einem kleinen Baby, mit unserem Baby feiern werden. Diese Vorstellung muss ich begraben, zumindest für dieses Jahr. Das fällt mir sehr schwer.
Ich habe mich in diesem Jahr über viele Babys gefreut - Kinder, die im Freundeskreis und in der Familie geboren wurden - aber diese Freude war zugleich ein wenig bitter, denn ich hätte mich so gern auch selbst gefreut, über unser Baby.
Und jetzt warten wir auf das Jesuskind, singen vom holden Knaben im lockigen Haar, sind voller Erwartung auf das Kind in der Krippe - und das fällt mir so schwer, weil meine Krippe leer ist. Mein Warten war bisher vergeblich und ich verstehe es einfach nicht. Meine Freude über das Jesuskind ist auch bitter, sie ist mit Schmerz gemischt. Bei so manchem Weihnachtslied könnte ich einfach nur in Tränen ausbrechen.

Und dann lese ich diesen Text von Christina: Adventszeit in Überlänge. Sie schreibt davon, dass Gott in längeren Zeiträumen denkt und plant als wir, dass seine Geschichten ein ganz anderes Timing haben als wir Menschen es oft gern hätten. Es muss nicht alles in vier Wochen passieren - und das wird es auch nicht. Gott nimmt sich Zeit - und er hat sie ja auch.
Vielen Dank, liebe Christina, für die Erinnerung, für die Ermutigung, für die Aufforderung: "Geben wir dem Leben ein bisschen mehr Zeit." 
Ich werde es versuchen.