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Sonntag, 31. Dezember 2017

2017 - ein Rückblick


Als 2017 noch ein ganz junges Jahr war, nur ein paar Tage alt, da mochte ich es irgendwie nicht. Es fiel mir schwer, mich darauf einzulassen, weil ich lieber noch in 2016 verweilt hätte...
Und auch zwischendurch dachte ich oft, dass 2017 ein richtig mieses Jahr wäre, ein verlorenes Jahr. Weil das, was ich mir am meisten wünschte, nicht passierte. Weil anscheinend überhaupt "nichts" passierte und ich eigentlich nur wartete, hoffte, enttäuscht wurde.

Nun aber, wo 2017 zu Ende geht und uns nur noch wenige gemeinsame Stunden bleiben, bin ich versöhnt mit dem, was war. Es ist ganz merkwürdig - aber darüber werde ich später noch schreiben.
Ich sehe zurück und ich bin vor allem dankbar. Es war ein gutes Jahr, trotzdem. Eine wertvolle Zeit, die ich nicht missen möchte.

Und wie es so meine Gewohnheit geworden ist, habe ich den Jahresrückblick in Form eines Art Journal Eintrags gestaltet, den ich hier mit euch teilen möchte:




Meine Lieblingsbücher



Das wichtigste Buch in diesem Jahr war für mich mein Art Journal. Ich habe diese kreative Art des Tagebuchführens erst relativ spät für mich entdeckt und verstanden, und möchte sie jetzt nicht mehr missen. Anfang Dezember war mein erstes Art Journal gefüllt und ich habe sehr gern ein neues begonnen.
Sehr wichtig war mir auch die Message Bibel, die ich meistens parallel zur Luther-Übersetzung verwende, und in der ich so manchen Schatz finden durfte.
Für den künstlerischen Horizont bedeutsam waren das Tagebuch von Frida Kahlo und Charlotte Salomons Leben? Oder Theater? Mit Tolstois Anna Karenina bin ich zwar noch nicht durch, aber es gehört trotzdem definitiv zu meinen Favoriten in diesem Jahr.
Und auch 2017 habe ich wieder unser Familienbuch geführt - es ist jetzt schon richtig voll! Dieses Buch ist für uns unheimlich wertvoll und wir freuen uns schon darauf, die vielen leeren Seiten des Familienbuchs 2018 nach und nach mit unseren Erlebnissen zu füllen.



Zwei Lieblingslieder



My Lighthouse von Rend Collective und
I won't let you go von Switchfoot (und überhaupt das ganze Album Where the light shines through).
Over and over again...


Mein Lieblingsfilm 2017


Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss - und meinen Lieblingsfilm für dieses Jahr (und vielleicht EVER) habe ich erst vorgestern zu sehen bekommen: Loving Vincent.
Unglaublich wunderschön. Schaut ihn euch an! 


Zwei Lieblingspsalmen




Es ist sicher kein Zufall, dass meine Lieblingspsalmen in diesem Jahr die Nummern 17 und 31 tragen. Ich bin 2017 31 Jahre alt geworden und stieß über mein neues Alter auf den Psalm.
In beiden Texten geht es darum, bei Gott Zuflucht zu suchen, sich in seiner Not und Verzweiflung an Ihn zu wenden. Sie erinnern mich daran, Gott zu vertrauen und treu zu bleiben, in allen Dingen.


Lieblingsmoment


Der Tag, an den ich am liebsten zurückdenke, ist der Tag unserer Rosenhochzeit. Es war so schön und wertvoll unsere Liebe im Kreis unserer Freunde zu feiern und unser Ehegelübde zu erneuern. Besonders bewegend war der Moment, als unsere Freunde uns segneten und für uns beteten. Dafür bin ich unendlich dankbar.


Das habe ich 2017 gelernt



Wenn ich das Jahr Revue passieren lasse, fallen mir spontan zwei Dinge ein: Erstens meine kreative Reise, die mich durch Wanderlust 2017 in ganz neue und aufregende Gefilde führte, und zweitens unser Kinderwunsch.
Diese beiden Themen bilden auch meine Lernfelder ab: Ich habe so viele neue Techniken gelernt, wurde von verschiedenen Künstlern inspiriert, habe das Art Journaling für mich entdeckt - und ich habe mehr und mehr erkannt, dass es DAS ist, was ich machen möchte. Ich bin sehr vielseitig in meinen kreativen Interessen und weiß noch nicht, wie ich all diese Interessen unter einen Hut bringen kann, aber ich habe meine Leidenschaft gefunden.
Der andere Lernprozess war viel schmerzhafter (und ging mit dem künstlerischen Hand in Hand, was sehr wertvoll und "fruchtbar" war): Ich musste lernen, dass man kein Kind "machen" kann. Dass Fruchtbarkeit ein Geschenk ist und nichts, worüber wir verfügen könnten. Dass ich mein Leben, meine Träume und Vorstellungen nicht unter Kontrolle habe. 
Bisher lief alles in meinem Leben ziemlich genau so ab, wie ich es wollte, was mich (unbewusst) zu dem Schluss kommen ließ, ich hätte "alles im Griff", ich sei "fähig" und machte im Wesentlichen alles "richtig".
Das glaube ich so nicht mehr. Vielmehr wurde mir klar, dass ALLES Geschenk ist. ALLES ist Gnade und auf nichts habe ich einen Anspruch. Ich habe nichts unter Kontrolle - GOTT ist derjenige, der im Regiment sitzt.
Er hat die Sache anders entschieden, Punkt.

Beide Lernprozesse sind noch lange nicht abgeschlossen und ich nehme sie mit in das neue Jahr. Gestärkt und dankbar und gespannt auf alles, was kommen mag.



Danke auch euch, dass ihr hier so treu mitlest, mir liebe Kommentare hinterlasst und eure Gedanken auch per Mail mit mir teilt! Das bedeutet mir sehr viel und ermutigt mich! Danke!

Euch allen ein gesegnetes, mutiges, friedvolles 
und leidenschaftliches neues Jahr:
Jesus geht mit!











Dienstag, 14. November 2017

Meine einzigartige Geschichte



Wenn man mich fragen würde, ob ich glücklich mit meinem Leben bin - so, wie es gerade ist und das, was bisher darin geschah - dann würde ich wahrscheinlich zustimmen. Ja, ich kann glücklich und zufrieden sein, dankbar für so viel Gutes.

Aber dann sind da diese Momente, in denen es mir doch einen Stich versetzt, wenn eine Freundin einen tollen Job angeboten bekommt, einfach so, oder wenn eine Cousine schwanger wird, mit dem ersten, zweiten, dritten oder vierten Kind, wenn ich auf einem Blog von spannenden Reisen in ferne Länder lese, von Weltgewandtheit und Abenteuern... Oder diese Tage, an denen ich so unglücklich bin mit meinem Körper und mich im Vergleich zu allen anderen Frauen dick, hässlich und unscheinbar finde. Augenblicke, in denen ich an Entscheidungen zweifle, die ich getroffen habe, in denen ich mir einfach wünschte, ein anderes, besseres Leben zu führen, ohne genau zu wissen, wie dieses "besser" denn konkret aussehen soll.

Vor ein paar Tagen dann stieß ich auf bei Gracelaced auf Instagram (wo sonst...) auf diesen Text:


'Deine arme Mama!', sagte die Dame
im Geschäft zu meinem Sohn,
als er ihr erzählte,
er habe fünf Brüder und keine Schwester.
Ich hörte das Gespräch mit,
und lächelte wissend in mich hinein.
Es gab eine Zeit,
da hätte mich ihre Reaktion
genervt oder verletzt,
ich hätte mich kleingemacht gefühlt.
Aber nicht heute.

Denn das, was sie nicht weiß, 
ist, dass wir am ärmsten sind,
wenn Stolz und das Streben nach Bequemlichkeit
unsere Erwartungen formen,
und am reichsten,
wenn wir unsere einzigartigen Geschichten
das nennen, was sie wirklich sind:
nichts als ein Geschenk.

Je mehr ich verstehe,
dass ich nichts verdiene,
dass alles Gnade ist,
desto strebe ich, mit dankbarem Herzen,
nach dem, was ich bereits habe.

Auch wenn es hart, unperfekt oder unbequem ist,
wenn meine Schwächen dadurch in den Mittelpunkt gerückt werden...
Die Geschichte, 
die Gott in unserem Leben schreibt,
ist genau die,
mit der er die Fülle unserer Reichtümer
in Christus offenbart.

Ruth Chou Simons
(übersetzt von mir)



Ich erinnerte mich sofort an Texte anderer Bloggerinnen, die sich über genau diese Art von Frage aufregten oder wunderten, warum es in der Gesellschaft immer noch eine Rolle spielt, wie viele Kinder welchen Geschlechts man hat und ob es wirklich bedauernswert ist, "nur" Jungs großzuziehen... Irgendwie konnte ich gut verstehen, dass einen solche Kommentare ärgern.

Und dann dachte ich: Wow!
Das ist wahre Demut.
Das ist Freude am Herrn,
das ist Dankbarkeit,
das ist Glaubensreife,
an der ich mir ein Beispiel nehmen werde.

Ich verdiene nichts.
Und ich muss auch nichts verdienen.
Alles ist Gnade.

Wann werde ich dies wirklich von ganzem Herzen verstehen und annehmen können? 

Ich dachte an all die Momente, in denen sich mein Leben so ungenügend anfühlt:
"Nur" zwei Kinder. "Nur" zu Hause. "Nur" ein Studium der Geisteswissenschaften. Christliches Elternhaus (wie lame!). "Nur" ein Partner für mein ganzes Leben, und eine ganz "normale", unaufregende Liebesgeschichte. "Nur" Ostsee im Sommer.
Keine klassische Schönheit. Keine Bikini-Figur. Kein stylisches Zuhause (und auch kein stylischer Kleiderschrank). Zu wenig Kraft. Zu viele Gedanken...

Und spürte, wie sehr dieser Text zu mir sprach, zu mir und meiner ganz einzigartigen Geschichte!

So hat Gott sich das gedacht mit mir und meinem Leben:
(Nicht alles ganz genauso, ich denke, da ist noch viel Potenzial, aber grundsätzlich schon!)

Dass ich in einem christlichen Elternhaus sehr behütet aufwachsen konnte -
Teil meiner Geschichte und große Gnade!
Mein Körper, meine Kraft, meine Möglichkeiten -
Teil meiner Geschichte und große Gnade!
Introvertiert, hochsensibel, geisteswissenschaftlich begabt -
Teil meiner Geschichte und große Gnade!
Ein Mann, der mich liebt und mit dem ich mein Leben teile -
Teil meiner Geschichte und große Gnade!
Zwei Kinder, ein Mädchen und ein Junge, mir anvertraut -
Teil meiner Geschichte und große Gnade!
Ein (bisher unerfüllter) Kinderwunsch -
Teil meiner Geschichte und große Gnade! (Auch wenn ich gerade nicht weiß, wie und wieso!)
Zeit zu Hause, für die Familie und für mich -
Teil meiner Geschichte und große Gnade!
...

Das alles gehört zu mir und macht mich aus und ist kein Zufall (und noch viel weniger ein Unfall!).
Es ist Gnade und Geschenk und dient dazu, die Fülle Christi in meinem Leben und durch mein Leben sichtbar werden zu lassen.
Nicht so, wie bei meiner Freundin oder meiner Cousine.
Gott ist da viel kreativer, viel großzügiger, viel verschwenderischer, viel individueller!
Er schreibt nicht nur diese eine Geschichte - er schreibt eine eigene für jede von uns.
Und das Beste: Ich weiß schon, dass meine Geschichte ein happy end hat. 

Als ich ein wenig über Ruth's klugen Text nachdachte, fiel mir eine kleine Begebenheit aus Johannes 21 ein. Der auferstandene Jesus hatte Petrus gerade den Auftrag erteilt, seine Schafe zu weiden. Da schaute Petrus auf Johannes und fragte Jesus: "Herr, was wird aus ihm?" Und Jesus antwortete: "Was geht dich das an? Folge du mir nach!"
Mir ist diese Bibelstelle sehr wichtig, gerade weil ich auch oft nach rechts und links schaue und ein bisschen darauf schiele, was Gott im Leben meiner Mitchristen tut - könnte er nicht auch mir einen Job auf dem Silbertablett servieren oder mich einfach schwanger werden lassen oder mir eine krasse Aufgabe anvertrauen oder ... ? "Ja, Herr", sage ich dann zu Jesus, "was du da im Leben der anderen tust, ist ja ganz schön. Aber was wird aus mir?"
Seine Antwort fällt immer gleich aus: "Folge du mir nach! Was ich im Leben der anderen wirke, spielt erst mal keine Rolle für dich und dein Leben. Meine Geschichte mit dir ist eine andere, neue, nie dagewesene. Folge mir einfach nach.Vertrau mir."


In der Wanderlust-Lektion von letzter Woche stellte unsere Lehrerin Kasia uns die Aufgabe, eine Art Journal-Seite über die kleinen, alltäglichen Dinge in unserem Leben zu erstellen, für die wir dankbar sind. Anstatt uns vorzustellen, dass diese eine Errungenschaft oder Veränderung uns endlich glücklich machen werde, sollten wir auf das Hier und Jetzt schauen, das Gute aufschreiben und schließlich malen.
Für mich kam diese Übung genau zur rechten Zeit, um noch einmal mit Pinsel und Farbe darzustellen, was ich mir in meinem Kopf überlegt hatte. Wir als Familie sind zwar auf meinem Bild überhaupt nicht wiederzuerkennen, aber das macht nichts: Für mich transportiert das Bild ein bestimmtes Gefühl, es drückt Wärme, Liebe und Geborgenheit aus, und allein das zählt hier.

Ja, das ist meine kleine Familie. Meine mir von Gott anvertraute Familie.
Nichts als Gnade, nichts als ein Geschenk.
Die Farben, die ich benutze,
die Bilder, die ich male,
die Gedanken, die mich bewegen -
all das macht mich aus und ist Teil der einzigartigen Geschichte, die Gott mit meinem Leben schreibt.
Wenn es auch nichts weltbewegendes, atemberaubend schönes oder absolut interessantes ist,
für mich ist es mein Leben. Ein anderes bekomme ich nicht, und brauche ich auch nicht.

Denn in all dem offenbart sich die Fülle Christi, aus der ich lebe.
In meinen Gebrochenheiten, Unzulänglichkeiten, Schwächen noch viel mehr als im (scheinbar) Perfekten.
Dafür ist meine Geschichte da: Um IHN groß zu machen, um Seinen Duft zu verströmen, um Seine Botschaft zu verkünden, um Seinen Ruhm zu vermehren. Auf eine einzigartige Weise, die Gott mir zugedacht hat. Was für ein Wunder, was für ein Geschenk, was für eine Gnade!

Wer weiß, was noch kommt, welche Fäden Gott noch hineinwebt, welche Farben, Schnipsel, Kleckse er demnächst zum Bild hinzufügt, welche neuen Töne er anschlagen wird... zu Seiner Ehre.


Wie gesagt, das Ende wird ein glückliches sein.
Mehr muss ich zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht wissen.






Dienstag, 31. Oktober 2017

Mein kreativer Oktober

Ein Herbstblätterkranz für unsere Wohnungstür

Ach, es ist doch immer wieder schön, wenn man schafft, was man sich vorgenommen hat! Diese wunderschöne Idee habe ich bei Alisa gefunden und musste sie einfach nachmachen.




Stricken

Im Oktober hole ich nach langen Monaten der Vernachlässigung endlich wieder mein Strickzeug raus. Ich beherrsche nur die absoluten Grundlagen (wehe, wenn mir eine Masche runterfällt!!!), aber die reichen für das, was ich mir so an Strickprojekten vornehme. Dieses hier ist eigentlich streng geheim, aber ich zeige euch doch schon mal einen kleinen Ausschnitt ;)


Das aktuelle Supercraft-Kit "Japan"


Für alle, die gern verschiedene kreative Techniken ausprobieren, sind supercraft-Kits eine ganz feine Sache! Dieses ist, wenn ich mich recht erinnere, das dritte Kit, das ich mir gegönnt habe, und ich finde es ganz, ganz toll! Thematisch dreht sich alles um Japan: Natürlich liegen schöne Origami-Papiere bei, aber auch Holzperlen für Erinnerungsarmbänder, ein "Blumen-Igel" für interessante Blumenarrangements, ein Lavendel-Kissen-Set und ein größerer Kissenbezug zum Besticken. Und Essstäbchen :)
Bisher habe ich zwei Armbänder gemacht - eins für meine Tochter und eins für mich, und das Lavendel-Kissen, und ich freue mich schon auf die Realisierung der anderen Projekte!


Art Journaling & Bible Art Journaling


Art Journaling wird jeden Monat mehr ein fester Bestandteil meines Alltags. Das genieße ich sehr, und die Wanderlust-Videos tragen weiterhin zu meiner Motivation und Inspiration bei.
Sobald sich ein kleines Zeitfenster auftut, bereite ich eine Doppelseite fürs Journaling vor, indem ich sie mit Gesso grundiere oder kleine Collage-Elemente aufklebe. Und wenn ich dann ein bisschen mehr Zeit habe, setze ich mich "richtig" dran und gestalte eine Seite.

Meine Lieblingsmaterialien sind derzeit Aquarellfarben (wobei ich manchmal auch Acrylfarben benutze), bunte Papiere und Bildchen sowie Stempel und schwarzer Buntstift. Mehr brauche ich nicht.










Inzwischen habe ich auch einen guten Weg gefunden, Bibeltexte in mein Art Journal zu integrieren: Ich drucke einen Bibeltext aus und klebe ihn in mein Journal ein. Mit Gesso grundiere ich die Seite, und wenn alles getrocknet ist, kann ich loslegen. Mir gefällt diese Technik besser als Bible Art Journaling direkt in der Bibel, weil ich mich besser auf den einen Text konzentrieren kann und für die Gestaltung mehr Platz habe.




Herbstblätter-Mobile 

Noch ein Projekt, das ich mir für diesen Herbst vorgenommen hatte: Bunte Herbstblätter-Mobile, gebastelt zusammen mit meinen Kindern. (Die Idee dafür habe ich hier gefunden.) Zuerst mussten wir natürlich schöne Blätter sammeln und pressen. Im Nachhinein würde ich sagen, dass eine Woche Press-Zeit etwas zu kurz war, da sich die Blätter nach dem Bemalen teilweise sehr wellten. Da war ich einfach zu ungeduldig...

Das Bemalen machte viel Spaß - auch meinem noch-nicht-ganz-3-jährigen. Ich denke, der Trick ist, den Kindern eine Farbe nach der anderen zum Bemalen zur Verfügung zu stellen, beginnend bei der hellsten, und nicht alle Farben gleichzeitig. Das hätte dazu geführt, dass alle Farbtöne sich zu einem eher unansehnlichen Grau verbunden hätten.
Das Umwickeln der Äste habe ich zum Großteil selbst gemacht, da fehlte es dann meinen Kindern an Geduld ;)

Jetzt zieren diese Schönheiten unseren Flur und wir freuen uns jeden Tag daran!




Ein Wandbild für unseren Flur



Eigentlich würde ich mich nicht als besonders spontanen Menschen beschreiben - außer, es geht um kreative Projekte. Da bin ich immer kurz entschlossen und lege am liebsten direkt los, ohne lange zu überlegen oder zu planen. So ging es mir auch mit dem Wandbild für unseren hinteren Flur.
Im Arbeitszimmer entdeckte ich einen Rest rote Farbe (von unserer Wohnzimmerwand). Und als ich ein paar Kratzer an eben dieser Wohnzimmerwand ausgebessert hatte, dachte ich, ich könnte auch noch den Flur ein bisschen aufhübschen. Die Wand hatte schon ein bisschen unter unseren Kindern gelitten und konnte ein großes Wandbild vertragen...
Also hängte ich das Bild ab, zog die Nägel raus, klebte die Fußbodenleiste ab und legte los.
Nach etwa zwei Stunden (verteilt auf zwei Sessions) war ich fertig.




Ich finde, es macht sich gut in unserer Wohnung. Und meinem Liebsten gefällt es zum Glück auch ;)


Ein neues Mixed Media Bild für den Essbereich

Wenn ich so darüber nachdenke, was ich im Oktober alles gemacht habe, dann drehte sich doch einiges dabei um die Gestaltung unserer Wohnung ;) Auch unser Essbereich sieht jetzt nämlich etwas anders aus - ich habe das Bild, das ursprünglich dort hing, überklebt und übermalt (war das ein Spaß!) und jetzt sieht es so aus:



Der ganze Prozess war so einfach und machte so viel Spaß, und gleichzeitig macht das Bild schon was her, oder? Man braucht nur ein bisschen kreativen Input und Inspiration, eine kleine Horizonterweiterung, und man ist zu allerlei schönen Projekten in der Lage!


Kunst tanken




So schön es ist, selbst kreativ zu werden, so wohltuend empfinde ich es auch, Kunst zu betrachten. Leider mache ich das viel zu selten! Als wir übers Wochenende in Greifswald waren, gingen mein Liebster und ich zur Abwechslung mal nicht ins Kino (es lief nämlich nichts, was wir hätten sehen wollen), sondern ins Pommersche Landesmuseum. Caspar David Friedrich ist dort natürlich mit einigen Werken vertreten, es gab aber auch ein Bild von Max Liebermann und eines von Vincent van Gogh zu sehen, ebenso Werke von Emil Nolde und Max Pechstein. Wunderwunderschön!

Wenn ich mich wirklich darauf einlasse, wenn ich vor einem Bild stehenbleibe, einen langen, stillen Moment, wenn ich es einfach nur betrachte und auf mich wirken lasse, dann wird etwas in meinem Inneren davon berührt. Meistens kann ich dieses Erlebnis überhaupt nicht in Worte fassen, kann nicht sagen, was das Bild mir sagt, aber der Moment selbst ist sehr kostbar.

Mehr davon, das habe ich mir auf jeden Fall vorgenommen!




Dienstag, 12. September 2017

Eine Frage - und eine Antwort


Am vergangenen Samstag hatten wir viel zu tun, denn unsere Tochter feierte ihren 4. Geburtstag mit drei Freundinnen aus dem Kindergarten nach - eine Prinzessinnenparty! Vormittags dekorierte und backte und organisierte ich, war immer in Aktion, bis sich, kurz nach dem Mittagessen, plötzlich ein kleines Zeitfenster für mich öffnete. Ganz unverhofft und wunderbar.

Da ich mir vorgenommen habe, häufiger kreativ aktiv zu sein (statt passiv kreative Inhalte zu konsumieren) und mir das Art Journaling als regelmäßige Tätigkeit anzueignen, schnappte ich mir mein Tagebuch, ein paar Aquarellfarben, Papierreste und Buchstabenstempel und legte los.

Ein Wanderlust2017-Prompt diente mir als Ausgangspunkt: "Ich stelle mir oft die Frage..." 
Ehrlich gesagt stelle ich mir ständig sehr viele Fragen. Zur Zeit kreisen sie wieder häufiger um meine persönliche bzw. berufliche Zukunft, aber ich fand keine passende Formulierung, die allen diesen Fragen gerecht wurde. Da fiel mir ein Zitat von Mary Oliver ein, eine Frage, die Teil eines Gedichtes ist:

Tell me
what is it 
you plan to do
with your one 
wild and precious
life?

Ja, das war eine gute Frage, sie traf den Nagel auf den Kopf.

Statt Acrylfarben (die wohl am häufigsten beim Art Journaling verwendet werden) entschied ich mich für meinen persönlichen Favoriten: Aquarellfarben. Ich musste nur aufpassen, dass die dünnen Seiten meines Tagebuchs nicht rissen... Dann klebte ich Papierstreifen und die Pfauenfeder (von einem Glanzbilderbogen!) auf.
Die einzelnen Elemente der Seite fügten sich ganz schnell und leicht zu einem Ganzen zusammen - ich glaube, das ist es, was man gemeinhin als flow bezeichnet. Ich war voll im flow! Es fühlte sich irgendwie "richtig" an und ganz nach mir, und ich spürte, wie meine Energietanks sich füllten.

Während ich die Worte aufstempelte (ich mag das so, weil es mich entschleunigt! Man stempelt viel langsamer als man schreibt, und das ist so schön, ja, meditativ, weil ich auf diese Weise die Worte viel bewusster setze) und über diese große Frage meines Lebens nachdachte, hörte ich plötzlich in meinem Kopf die Antwort: Set your mind on the things above. Trachtet nach dem, was droben ist und nicht nach dem, was auf Erden ist. (Kolosser 3,2)

Da hatte ich meine Antwort bekommen, vollkommen unerwartet, schnörkellos und klar. Es kommt nicht darauf an, großartige, außergewöhnliche Dinge zu tun - vielmehr geht es darum, die Prioritäten im Leben richtig zu setzen. Wenn die Perspektive stimmt und ich mich auf das konzentriere, was wirklich wichtig ist, dann lebe ich "richtig".
Ich muss nicht jede Sekunde meines Lebens auskosten und spektakulär ausleben (eine Ansicht, die mich, ehrlich gesagt, total stresst!), ich muss nicht wissen, was der gigantische Plan für mein Leben ist, nein: I set my mind on the things above.

Ich möchte mein Leben nach dem ausrichten, was Gott für wertvoll, richtig und gut erachtet, nach den Werten, die ewigen Bestand haben. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Gottes Wort und Menschenseelen die einzigen Dinge sind, die in Ewigkeit bestehen. Und ich glaube, dass das stimmt. Also lohnt es sich, darauf den Fokus zu setzen. Schätze im Himmel zu sammeln.

Dieser Satz hat mir Frieden geschenkt. Einen umkämpften Frieden, zugegeben, den ich immer wieder mal zu verlieren drohe, aber er ist mir ein Anker in stürmischen Momenten.
Wenn ich denke, dass ich ganz dringend arbeiten gehen und Geld verdienen muss, dann erinnere ich mich selbst daran: Set your mind on the things above. Es ist richtig, jetzt und hier für meine Familie da zu sein, Zeit zu haben für Menschen, die mich brauchen, seien es meine Kinder, Nachbarn, Freunde oder Fremde. Ich möchte lieben, begleiten, dienen, beten, helfen, segnen. Das tun, was Jesus uns vorgelebt hat.
Wenn die Ungewissheit der Zukunft mich quält und es mir schwer fällt, nicht zu wissen, was Gott für mich im Sinn hat, dann sage ich mir selbst: Set your mind on the things above. Gott hält die Zukunft in seiner Hand und ich kann ihm vertrauen. Er wird mich versorgen: Alles andere wird mir zufallen, wenn ich zuerst nach Seinem Reich und Seiner Gerechtigkeit trachte. Wenn ich im Kleinen treu bin, übe ich für die großen Dinge.
Wenn ich das Gefühl habe, dass andere mich für mein Zuhause-Bleiben verurteilen, dann beschützt mich dieser Satz: Set your mind on the things above. Was Menschen über mich denken, ist vollkommen irrelevant. Es ist sogar egal, was ich selbst über mich denke! Das, was zählt, sind Gottes Gedanken, und die sind gut. Er spricht sie über meinem Leben aus, und wenn ich ganz genau lausche, kann ich sie hören... Du bist mein geliebtes Kind, an dem ich Wohlgefallen habe.

Insgesamt saß ich an diesem Samstagmittag vielleicht 15 Minuten an meinem Schreibtisch, bevor die Partyvorbereitungen weitergingen und der Trubel begann. Aber diese 15 Minuten waren genug. Meine Reserven aufgefüllt. Ich hatte mich aktiv kreativ betätigt, eine Frage gestellt und eine Antwort erhalten.
Was will man mehr?








Montag, 4. September 2017

Unsere Rosenhochzeit


10 Jahre ist es nun schon her, dass mein Liebster und ich uns das Ja-Wort gaben. Wenn ich das irgendwo erzähle, werde ich eigentlich immer sofort nach meinem Alter gefragt und ernte überraschte Blicke - ja, ich war mit meinen 20 Jahren tatsächlich eine sehr junge Braut ;)
Vielleicht waren wir ein bisschen naiv und verrückt, dass wir uns so früh in das Abenteuer Ehe stürzten. Wir hatten uns eben jung kennen- und liebengelernt und waren uns sicher, den Rest unseres Lebens miteinander verbringen zu wollen. So einfach, so gut.

Unsere Hochzeit liegt nun 10 Jahre zurück, und in dieser Zeit hat sich sehr viel verändert. Wir sind zusammen erwachsen geworden, würde ich sagen. Als wir heirateten, lebten meine Eltern noch in einer Stadt am Rande des Schwarzwalds, und weil es uns organisatorisch einfacher erschien, feierten wir die Hochzeit dort und nicht in unserer Heimatstadt Berlin. Es war eine klassische Familienfeier mit einem eher geringen Freunde-Anteil unter den Gästen, Getränke und Essen zahlten unsere Eltern, mein Brautstrauß war weiß und rot. Die Freunde, die vor 10 Jahren mit uns feierten, spielen heute in unserem Leben keine so große Rolle mehr - das Leben geht weiter, Leute ziehen weg, Freundschaften verändern sich.

Wir beide vor 10 Jahren!

Als der 10. Hochzeitstag näher rückte, keimte in uns der Wunsch, diesen ein bisschen größer zu feiern als üblich. Vor ein paar Jahren waren wir auf einer Rosenhochzeitsfeier eingeladen und fanden diese Idee einfach gut. Wir feiern ja sowieso gerne - und dieser Anlass ist es doch wirklich wert, groß gefeiert zu werden!
Es war uns wichtig, unsere Ehe zu feiern und unsere Ehegelübde in einer kleinen Zeremonie vor den Freunden zu erneuern, die uns nun schon seit vielen Jahren begleiten und für uns als Familie wichtig sind. Und wir wollten dieses Fest so begehen, wie es zu uns passte und uns gefiel - unsere Hochzeit im Jahr 2007 war für unsere damalige Lebenssituation richtig und schön, aber wie gesagt: Inzwischen hat sich eben einiges geändert ;)

Also legten wir ein Datum fest, schickten Save-the-Date-Mails an unsere Gäste und ich machte mir Gedanken über die grundsätzliche Gestaltung der Feier. Schon seit einigen Jahren gehört die Farbkombination Blau-Orange zu meinen Lieblingen (es lebe der Komplementärkontrast!) - das Farbkonzept hatte ich also schon mal. Außerdem wollte ich möglichst vieles selbst machen und sehr persönlich gestalten. Das fing bei den Einladungen an und endete bei den Gastgeschenken.


Die Einladungstüte (Papiertüten in braun oder weiß sind einfach super vielseitig!)


Ursprünglich wollten wir unsere Rosenhochzeit in einem nahe gelegenen, sehr schönen Park feiern - als uns die Wettervorhersage einen Strich durch die Rechnung machte, verlegten wir die Party kurzerhand in unsere Wohnung. Die rund 20 Gäste passten auch gerade so in unser Wohnzimmer ;)
Zuerst war ich ein bisschen enttäuscht über diese Planänderung, letztlich war es aber besser so: Wir mussten nicht alles in den Park transportieren und konnten auch nach Sonnenuntergang weiterfeiern, wenn der Park schloss. Ich glaube, so war alles entspannter und passte genauso gut zu uns.
Ein weiterer Vorteil der "Wohnzimmerparty" war, dass ich mehr dekorieren konnte!





Die Girlanden habe ich ganz einfach selber gebastelt: Zuerst malte ich große Papierbögen total frei nach Lust und Laune mit Acrylfarben in blau, weiß und orange an. In einer zweiten Schicht trug ich Punkte, "love"-Schriftzüge und Rosen auf. Als alles getrocknet war, schnitt ich große Rauten aus, faltete diese an der breitesten Stelle und klebte die entstandenen Dreiecke an ein langes Stück Garn.




Die von uns selbst gekneteten Fimofiguren zierten vor 10 Jahren unsere Hochzeitstorte



 

Hauptsächlich aber bestand die Deko aus Blumen. Ich war sehr dankbar, dass es im Blumenladen noch so wunderschöne blaue Hortensien gab; die hatte ich mir nämlich sehr gewünscht (Gebetserhörung!). Die orange-gelben Rosen setzten schöne Akzente. Besonders schön fand ich auch die zarte Girlande aus weißen Herzen, die ich irgendwo gefunden hatte. Die spannten wir quer durch den Raum, und ein kleineres Stück klebte ich an das Bücherregal.


Mein wunderschönes Brautkleid habe ich all die Jahre in einer Box unter dem Bett aufbewahrt. Bisher konnte ich mich nicht davon trennen, und werde es wohl auch nicht mehr - es sei denn, meine Tochter möchte es vielleicht eines Tages tragen...
An sich ist es aber schade, dass dieses traumhafte Kleid von niemandem mehr bewundert wird, und so holte ich es zur Feier der Rosenhochzeit aus seiner Kiste und hängte es für alle sichtbar an den Schrank. Anziehen konnte ich es zwar nicht mehr (*hüstel*), aber dafür hatte ich ein anderes schönes Kleid, an dem ich die Blumenbrosche befestigte, die ursprünglich zu meinem Brautkleid gehörte. Das fand ich wirklich toll als Erinnerung!








Auch einen Brautstrauß bekam ich zu unserer Rosenhochzeit: mit blauer Hortensie, Kamille und gelb-orangen Rosen. Genau so, wie ich ihn mir gewünscht hatte!
Als mir meine liebe Freundin und Rosenhochzeitstrauzeugin dann noch die Haare gemacht hatte und ich fertig geschminkt und angezogen war, fühlte ich mich fast wie eine richtige Braut, ein bisschen so wie bei unserer Hochzeit damals!

by alixdesign axd



Ab 16 Uhr trudelten die Gäste ein und füllten unsere Wohnung mit Leben - und das Mitbring-Buffet mit ihren Gaben! Unsere Freunde haben mir damit die Vorbereitung wirklich sehr erleichtert, und zu einem entspannten und leckeren Fest beigetragen.
Mein Liebster eröffnete die Feier mit einer kleinen Rede beim Sektempfang: Wir freuten uns so sehr über jeden, der gekommen war, um diesen Tag mit uns zu begehen! Einige unserer Gäste kamen direkt vom Flughafen oder einem Sommercamp zu uns und nahmen einigen Stress auf sich, um dabei zu sein. Das bedeutet uns sehr viel und wir sind einfach nur dankbar, all diese Menschen in unserem Leben haben zu dürfen.

Da unser Gitarrenspieler sich ein bisschen verspätete, disponierten wir um und gingen gleich zur Rosenhochzeitstorte über! Wir hatten uns für unsere Lieblingstorte bei unserem Lieblingskonditor entschieden: Mousse-au-chocolat-Torte mit Himbeeren. Himmlisch! (Und diesmal waren unsere Namen auf der Torte auch richtig geschrieben ;)) Natürlich schnitten wir sie gemeinsam an - aller Augen waren darauf gerichtet, wer die Hand oben hatte...






Unsere Rosenhochzeit sollte aber nicht nur ein nettes Zusammensein mit Freunden sein, vielmehr wünschten wir uns auch eine kleine Zeremonie, mit Liedern, einer Andacht, Gebet und der Erneuerung unserer Ehegelübde. Dafür gestaltete ich ein kleines Programmheft in "unseren" Farben.



Das gemeinsame Singen empfand ich als besonders schön: Ein Freund aus dem Hauskreis begleitete uns mit der Gitarre und wir lobten alle zusammen unseren Gott, mit lauten, klaren, wunderschönen Stimmen, in unserem Wohnzimmer. 10 000 Reasons - so viele Gründe haben wir zu danken und zu preisen! Das waren sehr wertvolle, bewegende Momente an diesem Tag. Am liebsten hätte ich noch viel mehr Lieder gesungen...





Ein langjähriger Freund hielt uns eine kurze Andacht über den Vers, den wir uns vor 10 Jahren als Trauspruch ausgesucht hatten: Jeremia 29,11.
Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt - aber wir wissen ganz sicher, dass Gott gute Gedanken über uns hat und dass er uns begleitet. In Ihm liegt unsere Zukunft und unsere Hoffnung - das schenkt uns Frieden.



Nach einem weiteren Lied waren Falko und ich dran: Wir hatten im Vorfeld jeder für sich Worte gesucht, die wir einander zusprechen wollten. Bei unserer Hochzeit waren wir einem vorgefertigten Ehegelübde gefolgt, nun sprachen wir unsere ganz eigenen Worte. Auch das war ein besonderer Moment - und es war so kostbar, ihn mit unseren Freunden zu teilen, sie als Zeugen unserer Versprechen zu wissen. Und da ich nicht wusste, was mein Mann mir zusprechen wurde, war ich zuerst natürlich total gespannt und aufmerksam - und dann dankbar und sehr gerührt.

Jetzt stellten wir uns in die Mitte des Zimmers, umringt von unseren Freunden, die für uns beteten und uns segneten. Was gibt es Besseres?

by alixdesign axd

Der "offizielle" Teil war nach einem Segenslied vorüber - nun wurde das Buffet eröffnet.
Meine tolle Rosenhochzeitstrauzeugin hatte sich außerdem etwas für uns einfallen lassen: Jeder Gast wurde gebeten, eine Gästebuch-Seite auszufüllen. Um die Sache einfacher zu gestalten, gab es vorgefertigte Fragen, die es zu beantworten galt: Seit wann und woher kennst du das Paar? Was schätzt du an ihnen? und Was wünschst du ihnen für die nächsten 10 Jahre?
Die ausgefüllten Seiten wurden von meiner Freundin schließlich zusammengebunden und uns überreicht. So viel Wertschätzung und Liebe in einem kleinen Buch ist wahrlich beglückend! Wir sind sehr gesegnet!




Auf dem Balkon wartete mein Schwager darauf, lustige Fotos der Gäste zu machen. Das ließen mein Rosenhochzeitsgatte und ich uns natürlich nicht entgehen :)

by alixdesign axd

by alixdesign axd

Ein Highlight des Abends stand nun noch aus: Luftballons steigen lassen!
Das war nämlich die eine Sache, die ich an unserer Hochzeit damals vermisst hatte - und nun erfüllte mir meine Rosenhochzeitstrauzeugin den Wunsch (Danke, du Wunderbare!). An jeden Luftballon wurde eine Postkarte mit einem Gutschein geknotet, den der Unterzeichner einlösen muss, wenn die Karte vom Finder zu uns zurückgeschickt wird. Zwei Karten haben uns inzwischen erreicht, das ist wohl eine ganz gute Quote, habe ich mir sagen lassen ;)
Von unserem Balkon aus stiegen die Ballons in den bewölkten Himmel, und sie schafften es tatsächlich alle über die nahegelegenen Bäume und Hochhäuser hinweg. Das war auch für unsere Kinder ein besonderes Ereignis!

by alixdesign axd

by alixdesign axd

Jetzt war die Party natürlich noch nicht vorbei - aber diejenigen, die schon gehen mussten, bekamen zum Abschied ihr Gastgeschenk. Das war mir ein paar Tage vor der Feier noch siedendheiß eingefallen! Gott sei Dank kam mir schnell eine Idee: Jeder Gast bekam ein selbstgemachtes Handlettering unseres Trauverses und zwei Samenbomben in einer bestempelten Butterbrottüte.
Die Samenbomben bestellte ich bei Die Stadtgärtner (über dawanda) - ich kann diesen Shop wirklich wärmstens empfehlen! Die Samenbomben waren super schnell bei mir, sodass ich die Gastgeschenke noch ganz entspannt fertig verpacken konnte.




Unsere Kinder stürzten sich begeistert ins Partygetümmel und blieben bis ganz zum Schluss dabei, als die letzten Gäste sich verabschiedeten und mein Mann, mein Bruder und ich uns ans Aufräumen machten. Ich denke immer wieder, wie glücklich und gesegnet unsere Kinder sind, dass sie in unserem Freundeskreis so geliebt werden! Genauso gesegnet wie mein Liebster und ich.

Müde und glücklich fielen wir ins Bett - was für ein wunderschöner, unvergesslicher Tag!

DANKE an alle, die dazu beigetragen haben.
Danke, Jesus, für die letzten 10 Jahre.
Danke, dass du auch in Zukunft immer bei uns bist.


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