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Samstag, 15. Dezember 2018

15. Türchen



15. Türchen: (Geschenk-) Anhänger aus Bügelperlen




Meine Tochter ist seit Wochen (wenn nicht Monaten) im Bügelperlen-Fieber. Aus dem Kindergarten bringt sie fertig gebügelte Figuren mit nach Hause, die sie mir nicht selten schenkt, und bei uns zu Hause warten ihre gelegten Kreationen tagelang darauf, von mir gebügelt zu werden...
Ich kann ihre Faszination durchaus verstehen. Mir macht das Bügelperlen-Stecken auch sehr viel Spaß - nur das Bügeln nicht so sehr... und ich weiß auch nicht, was wir mit all den kunterbunten (und recht fragilen) Tieren, Autos, Flugzeugen, Blumen, Herzen... anfangen sollen.

In der Vorweihnachtszeit kam mir eine Idee zur sinnvollen Bügelperlenbilder-Verwertung: Wir könnten doch eigentlich Geschenkanhänger aus den kleinen bunten Plastikdingern machen!
Und das taten wir dann auch, an einem gemütlichen Sonntagnachmittag:




Um einen möglichst einheitlichen Look zu erzielen, haben wir vorher gemeinsam vier Perlenfarben ausgesucht und nur diese benutzt. Man kann aber natürlich auch querbeet alles an Perlen verwenden, was man da hat. Auch was die Steckformen angeht, haben wir uns ein bisschen eingeschränkt: auf Sechseck, Kreis und Quadrat. 


Und dann steckten wir ziemlich planlos drauf los. Ich steckte hauptsächlich Schneeflocken, bevor ich auf die Idee kam, einen Elch-Anhänger zu versuchen.
Meine Tochter war da kreativer; von ihr stammen u.a. ein Dromedar und die Arche Noah (auf dem unteren Bild ganz rechts).

Wichtig ist natürlich, an strategischer Position ein oder zwei Perlen auszulassen, sodass nach dem Bügeln dort ein kleines Loch für einen Faden übrig bleibt.
Durch ebendieses zogen wir ein Stück Bäckergarn - fertig ist der Anhänger!

Auf die glatt gebügelte Seite werden wir die Namen der glücklichen Beschenkten schreiben.
An sich kann man die Anhänger aber auch für den Weihnachtsbaum oder für Türkränze verwenden - da sind der weihnachtlichen Fantasie keine Grenzen gesetzt :)




 Viel Spaß beim Nachbasteln wünschen meine große Tochter und ich! 

 PS: Eine richtige DIY-Bloggerin wird aus mir wahrscheinlich nicht mehr... dafür sind die Fotos ganz aus dem Leben gegriffen! An einem Sonntagnachmittag im Advent sind die Lichtverhältnisse eben leider nicht so gut...



Mittwoch, 12. Dezember 2018

12. Türchen


12. Türchen: Basteln mit selbsttrocknendem Ton


{enthält eine Verlinkung/unbeauftragte Werbung}

Meine Kinder kneten gern - aber ehrlich gesagt zögere ich meistens, ihnen die Knete zum spielen zu geben, weil ich die Sauerei nicht mag... Und am Ende des Tages ist aus den leuchtend schönen Farben ein matschiges Grau-Braun geworden, mit dem man nun wirklich nichts mehr anfangen kann.

In diesem Jahr habe ich endlich eine Alternative zu Knete gefunden: selbsttrocknenden Ton.
Den gibt es in weiß und rotbraun und ziemlich günstig zu kaufen, und man kann damit tolle Sachen machen. Die Sauerei hält sich in Grenzen, und das, was man daraus formt, kann man trocknen lassen und nach Wunsch bemalen und hat wirklich etwas davon!

Das Arbeiten mit selbsttrocknendem Ton macht mir Spaß, wenn ich allein bin - es ist aber auch eine absolut familientaugliche Aktivität.




Ich habe für den Weihnachtsmarkt, auf dem ich dieses Jahr zum ersten Mal einen Stand hatte und meine Sachen verkaufte, kleine Anhänger aus Ton gefertigt. Das waren zum einen leuchtend rote Granatäpfel (in die ich zum Teil die Wörter love, joy und peace stempelte), und diverse andere Formen wie Kreise und Sterne.
Zum Teil verwendete ich Plätzchen-Ausstecher, die Granatäpfel schnitt ich mit einem kleinen Messer aus. Und die Löcher stanzte ich mit einem Strohhalm aus.




Außerdem formte ich drei flache Schmuckschalen, in deren Boden ich kostbar, wertvoll und geliebt stempelte. Nach dem Trocknen (was ein paar Tage dauerte), bemalte ich die Anhänger und Schalen mit Acrylfarbe. Einen glänzenden Look erzielt man, wenn man die Acrylfarbe mit Modge Podge (Flüssigkleber) oder Gel Medium mischt - Acrylfarbe pur sieht aber auch toll aus, finde ich.





Ein schönes Projekt für die Kinder habe ich schon vor längerer Zeit hier gefunden: Bemalte Handabdruck-Schalen. Das war wirklich einfach und lustig, und wir haben persönliche (und gleichzeitig nützliche) Geschenke für die Großeltern und Paten gemacht (pssst!) ;-)





Ich kann euch wirklich nur ermutigen, es auch mal mit selbsttrocknendem Ton zu versuchen!
Wenn ihr in den nächsten Tagen beginnt, seid ihr auch noch rechtzeitig bis Weihnachten fertig :)

Habt einen schönen Tag!






Mittwoch, 5. Dezember 2018

5. Türchen


{enthält eine Verlinkung}

5. Türchen: Drei Ideen mit Fröbelsternen


Fröbelsterne gehören mich inzwischen schon so fest zum Advent wie Dominosteine. Wenn der Dezember naht, hole ich die letzten verbliebenen Papierstreifen aus dem letzten Jahr hervor, suche im Internet nach einem Anleitungsvideo (alle Jahre wieder...) und lege los!
Wenn man erst einmal den Dreh raus hat, sind Fröbelsterne total einfach zu falten und machen süchtig! Und es gibt inzwischen auch richtig tolle Papierstreifen zu kaufen, in wunderschönen Farben und Mustern. Damit sehen die Fröbelsterne gar nicht altbacken aus ;-)

Vielleicht hast du ja in diesem Advent auch Lust, das Fröbeln zu lernen? Diese Anleitung finde ich ziemlich hilfreich - alles geht langsam und Schritt für Schritt, auch für Bastellegastheniker ;-)


Und wenn du dann ein paar Fröbelsterne gefaltet hast, und nicht weißt, was du mit ihnen anfangen sollst, habe ich hier drei Ideen für dich:


Ein Fröbelstern als Geschenk-Aufhübscher




Wenn man einen Fröbelstern nur halb faltet, also so, dass eine Seite flach ist, kann man ihn wunderbar als Geschenk-Aufhübscher verwenden!

Ein Fröbelstern-Türkranz



Auch einen hübschen und doch simplen Türkranz könnt ihr mit ein paar Fröbelsternen basteln: Dafür benötigt ihr eine Handvoll halb gefalteter Fröbelsterne und einen schmalen Pappring. Auf diesen Pappring klebt ihr die Sterne mit der flachen Seite nach unten fest - fertig!


Ein Fröbelstern-Mobile 



Runde Stickrahmen aus Holz sind ja gerade total im Kommen - und da auch ich noch einen herumliegen hatte, habe ich ihn kurzerhand zum Fröbelstern-Mobile zweckentfremdet.
Die fertig gefalteten Fröbelsterne (diesmal ganz und nicht halb ;-)) habe ich mit einem dünnen Garn am Stickrahmen befestigt. Ist ein bisschen friemelig, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich.

Und jetzt viel Spaß beim Basteln!

PS: Bitte entschuldigt die grottigen Fotos... ich musste sie alle in Abwesenheit von Sonnenlicht machen... aber ihr bekommt trotzdem einen Eindruck, hoffe ich ;-)



Montag, 3. September 2018

Viva la Frida!


Letztes Jahr habe ich meinen Geburtstag nicht wirklich gefeiert, weil wir am Tag zuvor mit vielen lieben Leuten unseren 10. Hochzeitstag zelebriert hatten. Das war total in Ordnung so, aber dieses Jahr wollte ich gern wieder eine richtige Geburtstagsfeier, mit Motto und Deko und Programm und meinen Lieblingsfrauen um mich herum.
Das Thema war schnell gefunden: Die Künstlerin Frida Kahlo fasziniert mich zur Zeit sehr und man findet allerhand Informationen zu ihr, ich mag die mexikanische Küche -  eine fiesta mexicana à la Frida Kahlo lag also auf der Hand.

Die Einladung:


Für die Einladung verwendete ich ein Foto von mir, das mithilfe eines schwarzen Markers und Aquarellfarben zu einem kunterbunten Frida-Portrait wurde ;)  Social Media sei Dank, dass ich die fertige Einladung nur noch fotografieren und per Handy verschicken musste.

Die Party selbst sollte eine "Erwachsenen-Party" werden, nur meine Freundinnen und ich. Mein Mann war so lieb, den ganzen Tag mit den Kindern außer Haus zu verbringen (und die drei hatten auch eine tolle Zeit!).


Die Deko:


Die Deko macht mir persönlich immer am meisten Spaß - und für einen Hauch von Mexiko braucht man gar nicht so viel (zumindest in meiner Vorstellung...). Auf einem Schränkchen richtete ich eine kleine Frida-Kahlo-Ecke ein, mit ein paar Büchern zum Schmökern, Blumen und ein paar kleinen folkloristischen Deko-Elementen.
Außerdem hängte ich verschiedene bunte Girlanden im ganzen Zimmer auf.



Dieses Vintage-Poster habe ich ganz günstig in einem Laden gefunden und natürlich mitgenommen, weil es so gut zum Sommer und zu Mexiko und Frida Kahlo passte. Und ich kann es ganz unabhängig von dieser Party weiterhin verwenden - das ist ein wichtiges Kriterium beim Deko-Kauf, finde ich.

Die Buchstabengirlande trägt den Schriftzug "Feet, what do I need you for - if I have wings to fly" (Füße, wozu brauche ich euch, wenn ich doch Flügel habe). Dieses Zitat von Frida Kahlo gefällt mir sehr gut, und ich bin froh, dass ich es auf diese Weise in die Deko integrieren konnte.



Auch unsere Jahreszeiten-Wand wurde für die Feier umdekoriert: In die Rahmen kamen lauter Portraits und Gemälde von Frida Kahlo, außerdem thematisch passende andere Illustrationen.
Den Tischschmuck hielten wir eher schlicht - ein bunt gemustertes Tuch diente als Tischdecke; eine liebe Freundin (die extra früher vorbei gekommen war um bei den Vorbereitungen zu helfen) bastelte über ein Dutzend Blumen aus Krepp-Papier, die wir auf jeden Platz legten (sie steckten wir uns später in die Haare); ein paar Kapuzinerkresseblüten wurden auf dem Tisch verteilt, und Blumen in kleinen Vasen gab es natürlich auch.





Für die Blumendeko habe ich mal was ganz anderes ausprobiert, und mir im Blumenladen um die Ecke ein paar gelbe Dahlien, Distelblüten, rote Beeren und orange-rote Nelken geben lassen. Zusammen wirkten sie sehr farbenfroh und irgendwie exotisch.





Essen & Trinken



Auf einem kleinen Extra-Tisch war die "Bar" aufgebaut, mit einem großen Wasserspender, Limonaden, Kaffee, Milch und Zucker, Tassen und Gläsern. Damit jede Gästin ihr Glas im Lauf des Nachmittags auch wieder als ihres identifizieren konnte, habe ich aus Kronkorken kleine Frida-Anhänger gebastelt. Diese wurden um den Fuß des Glases gebunden und sahen einfach hübsch aus.



Zum Mittagessen gab es überbackene vegetarische Enchiladas, gefüllt mit Zucchini, Paprika, Mais, Kidneybohnen und Tomaten. Dazu reichte ich saure Sahne und selbst gemachte Guacamole (mit viel Limettensaft). Fotos habe ich davon leider keine gemacht...

Dafür existieren Fotos vom süßen Teil des Essens: Zum Nachtisch gab es einen erfrischenden Melonen-Salat und später eine Schoko-Chili-Tarte.



Melonen-Salat (für (8 Personen)
(aus dem Buch Mexikanische Feste. Die Fiestas der Frida Kahlo)

  • 1/2 Wassermelone (mittelgroß und möglichst kernarm)
  • 1 Cantaloupe-Melone
  • 2 Limetten
  • einige Zweige Minze
Das Fruchtfleisch der Melonen würfeln und mit dem Limettensaft mischen. Die Minze waschen und die Blättchen abzupfen, grob hacken und zur Melone geben.
Den Melonensalat mindestens eine halbe Stunde vor dem Servieren kühlen.



Weil ich beim Chili sehr vorsichtig war, schmeckte die Schokoladenfüllung sehr mild. Beim nächsten Mal verwende ich etwas mehr Chili...



Programm

Auch bei "Erwachsenen-Partys" überlege ich mir im Vorfeld gern ein paar Aktivitäten, mit denen wir uns die Zeit schön vertreiben können.
Noch bevor die anderen Gäste eintrudelten, kümmerte sich meine Schwester um original mexikanische Musik, die den ganzen Nachmittag im Hintergrund spielte - mal dezenter, mal prominenter, und auf jeden Fall sehr authentisch :)


Das Geschenke-Auspacken war der erste Programmpunkt nach dem Essen. Ich finde es schön, sich dafür richtig Zeit zu nehmen und die Geschenke zu würdigen. Die beigelegten Karten habe ich aber erst später gelesen, als alle Gäste gegangen waren und ich Ruhe hatte. So wertschätzende, liebe Worte waren da dabei - ich fühlte mich einfach nur sehr beschenkt und geliebt!


Da bei einem Frida-Kahlo-Fest eine künstlerische Betätigung nicht fehlen durfte, habe ich mir auch dafür etwas überlegt: Wir haben die Vorderseite kleiner Notizhefte mit unseren Fotos und Collage-Elementen beklebt. In Fridas Werk spielt das Selbstportrait ja eine herausragende Rolle, und in dieser Tradition sollte auch das eigene Portrait das zentrale Element der Collagen sein.
Ich liebe es einfach, mit anderen zusammen kreativ zu sein! Es ist immer eine ganz besondere Atmosphäre, wenn alle konzentriert an einem Projekt arbeiten und etwas Schönes erschaffen.
Die Ergebnisse waren sehr individuell und bunt und wunderschön. Und alle hatten Spaß, da bin ich mir sicher.



Was auch nicht fehlen durfte, war eine kleine Foto-Session mit Props. Ich habe extra einen zusammengewachsene-Augenbraue-Prop gebastelt :) Neben der Digitalkamera kam auch meine neue Polaroidkamera zum Einsatz - der erste Film ist jetzt schon verknipst. So schöne Erinnerungen sind dabei entstanden... ich überlege jetzt nur, wie ich sie am Besten in Szene setze.



Als die meisten der Gäste gegangen waren, kamen mein Mann und die Kinder von ihrem ereignisreichen Ausflugstag zurück. Zur Belohnung für ihre Abwesenheit bei der Party durften sie die Piñata zerschlagen, die eine liebe Freundin für die Party mitgebracht hatte. Das war ein großer Spaß (und dauerte tatsächlich eine Weile)!


Weitere Ideen
Es gibt noch so viele andere Ideen, die man im Rahmen einer Frida-Kahlo-Party umsetzen könnte! Ich lasse mich immer gern auf Pinterest inspirieren und habe schon Pinnwände zu allen möglichen Themen erstellt. Falls ihr da mal stöbern möchtet - ihr findet mich unter Reh Schwan.
Meine Frida-Kahlo-Party-Pinnwand findet ihr HIER.




Es war ein wirklich wunderschöner Tag und ich bin einfach nur dankbar für die tollen Frauen, die mir bei den Vorbereitungen geholfen, liebevoll geschriebene Karten und schöne Geschenke mitgebracht und mir gegenüber so viel Wertschätzung gezeigt haben.

Schön, dass ihr dabei wart! 

Danke, dass es euch gibt!
(auch alle anderen Lieblingsfrauen, die nicht dabei waren!
Ihr seid mir so wichtig.)







Mittwoch, 18. April 2018

DIY: Eine tierische Kette für Kinder


Gerade stehen bei uns einige Kindergeburtstage auf dem Plan, und als ich auf der Suche nach passenden Geschenken im Spielzeugladen stand, fiel mir die tolle Tierfigur-Kette ein, die ich mal auf Pinterest gesehen hatte. Also kaufte ich ein Lämmchen und ein Lederband, Holzperlen hatte ich noch zu Hause, und fädelte alles zusammen. Fertig ist eine schicke Kette, mit der man sogar spielen kann!




Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Welches Tier man verwendet, welches Band, ob Perlen oder nicht (und wenn ja, welche)... man kann die Ketten ganz nach Geschmack des Geburtstagskindes gestalten. Eine Idee wäre auch, mehrere Tierfiguren, Lederbänder und eine Auswahl an Perlen zu besorgen und die Geburtstagsgäste selbst ihre tierischen Ketten basteln zu lassen. Und für das Osternest im nächsten Jahr wäre dieser Schmuck auch eine schöne Idee, nicht nur für meine Tochter ;-)




Wie findet ihr die Lämmchen-Kette? Und was verschenkt ihr gerne zum Kindergeburtstag?



Mittwoch, 11. April 2018

Selbst gemachte Collage-Papiere


Materialien im Künstlerbedarf können ganz schön ins Geld gehen - Farben und Papiere in guter Qualität kosten eben einiges! Mit der Zeit habe ich aber herausgefunden, wie ich sparsamer mit meinen Materialien umgehen und daraus sogar eigenes Kreativmaterial herstellen kann.

Collage-Papier in allen möglichen Farben und Mustern gibt es nicht nur im Künstlerbedarf zu kaufen, man bekommt sie manchmal sogar beim Discounter, dann sogar sehr günstig. Ich gebe dafür inzwischen trotzdem kein Geld mehr aus, sondern mache meine Papiere selbst. Dabei spare ich nicht nur Geld, sondern vermeide auch Verschwendung von Acryl-Farbe und habe am Ende sehr individuelles Papier mit meiner persönlichen Note.


Die selbst hergestellten Papiere verwende ich sehr gern in meinem Art Journal, aber auch auf Mixed Media Leinwänden. Entweder ich reiße Stücke davon ab und klebe sie farblich passend auf den vorbereiteten Hintergrund, oder ich schneide geometrische Formen aus und erstelle damit ein interessantes Muster.




Bevor ich mit der Gestaltung einer Art Journal-Seite beginne, lege ich immer etwas Papier unter die jeweiligen Seiten, um das restliche Journal vor der Farbe zu schützen. Damit schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn das "Schutz-Papier" bekommt mit der Zeit (ich verwende dieselben Blätter mehrmals) durch die darauf landenden Farbspuren einen interessanten Look. Das so entstandene bunte Papier kann ich auch als Collage-Papier verwenden.



Früher habe ich für das Malen mit Aycrylfarben immer eine Palette oder eine alte Untertasse verwendet. Leider ist einmal getrocknete Acrylfarbe für den weiteren Gebrauch verloren, und so habe ich mich doch oft geärgert, wenn zu viel Farbe auf der Palette landete und dann übrig blieb (tendenziell verbrauche ich weniger als ich denke, weil die Farben wirklich sehr ergiebig sind).

Da habe ich jetzt dazu gelernt und verwende nur noch Papier als "Mischpalette" meiner Farben. Es ist vollkommen egal, welches Papier: Ich nehme gern bedrucketes oder schon einmal benutztes Papier, gerne auch Blätter mit Linien oder besonderes Papier wie Transparentpapier (dann wird das Collage-Papier einfach noch interessanter).
Darauf gebe ich die Farben, und kann direkt mit dem Mischen und Malen loslegen.




Wenn meine Art Journal-Seite fertig ist, habe ich für gewöhnlich noch ein paar Farbreste auf meinem Misch-Papier übrig. Darüber ärgere ich mich jetzt nicht mehr - denn daraus wird ein neues Collage-Papier!


Ich verteile die übrige Farbe kreuz und quer mit dem Pinsel, dabei kann man sich richtig austoben (man muss nur je nach Farbton-Kombination darauf achten, dass am Ende nicht ein hässlicher brauner Matsch entsteht...). Oft gestalte ich auch einfache Muster mit den Farbresten und setze am Schluss schwarze Akzente. Zur Zeit mache ich auch gern mit der Spitze des Pinselstiels schriftähnliche Kritzeleien in der noch feuchten Farbe - das ergibt eine schöne Struktur. Überhaupt ist es schön, wenn an manchen Stellen die Farbe etwas dicker auf dem Papier verbleibt, eben wegen der besonderen Struktur.
Es gibt viele Möglichkeiten, mit den Farbresten auf dem Papier zu verfahren: Man kann das Papier zerknüllen und wieder auseinander falten, die Acrylfarbe mit einer Farbrolle verteilen (wenn man wirklich viel Farbe übrig hat) oder auch kleine Drucke herstellen z.B. mit Luftpolsterfolie oder einer Gelli Plate (Druckplatte).



Jetzt muss das neue Collage-Papier nur noch trocknen und kann dann weiterverwendet werden!

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Ich habe für meine Art Journal-Seite ein anderes Collage-Blatt benutzt, das ich schon vor einiger Zeit hergestellt habe. Farblich sollten die Papiere natürlich zum Hintergrund passen, aber da ich meistens dieselben Farben verwende, habe ich da eine große Auswahl zur Verfügung.


In diesem Fal habe ich mich entschieden, Formen aus dem Collage-Papier zu schneiden und diese auf den vorbereiteten Hintergrund zu kleben.





Jetzt war die Seite schon fast fertig: Es fehlten nur noch ein paar wilde Linien mit Buntstiften, um alle Elemente miteinander zu verbinden, und ein gestempelter Bibelvers für die "Message" - das war's!
So habe ich nicht nur eine Doppelseite in meinem Art Journal gestaltet, sondern auch zwei neue bunte Collage-Papiere.




Eine weitere Idee für die Verwendung von selbst gemachten Collage-Papieren ist natürlich, eine "richtige" Collage daraus zu machen! Hier habe ich ein Blumenbouquet zuerst grob vorgezeichnet, und dann die Formen aus meinen eigenen Papieren ausgeschnitten und aufgeklebt. Inspiriert wurde ich dazu von Wendy Brightbill, einer Künstlerin, deren Arbeiten ich einfach nur liebe und bewundere!  Diese Technik hat mir unheimlich viel Spaß gemacht und ich werde das bestimmt noch häufiger ausprobieren.




Viel Spaß euch beim kreativen Austoben!