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Mittwoch, 19. Dezember 2018

19. Türchen


{enthält unbeauftragte Werbung}

19. Türchen: Schenken - Zeit statt Zeug


Hast du schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt - oder fehlen dir noch welche?

Bevor du dich jetzt hektisch durchs Internet klickst oder dich ins Getümmel in der Fußgängerzone stürzt, habe ich einen Tipp für dich, der dir ganz viel Stress erspart und bei den Beschenkten bestimmt für leuchtende Augen sorgt.

Verschenk doch mal dich selbst.
Verschenk ein bisschen Zeit mit dir.

Auf der Internetseite Zeit statt Zeug findest du ganz viele Ideen, wie das aussehen kann.
Außerdem kannst du direkt einen Gutschein für eine gemeinsame Aktion verschicken und einen eigenen Wunschzettel schreiben.

Ich finde die Idee total super und werde sie auf jeden Fall  umsetzen!




Mittwoch, 21. November 2018

Im Moment...

{enthält unbeauftragte Werbung und Eigenwerbung}



... bin ich immer noch total erfüllt und ermutigt vom Netzleuchten-Wochenende. Besonders der Samstagabend geht mir nach: Wir saßen zu sechst im Speisesaal zusammen und redeten und beteten - und während dieser Gebetszeit sprach Gott durch die anderen Frauen zu mir auf eine Weise, wie ich sie noch nie erlebt habe. Mein Herz und meine Augen liefen über... Das ist ein Schatz, den ich immer in meinem Inneren bewahren werde.

... fühle ich mich überfordert von allem: Kinder. Haushalt. Drohender Advent. Blog. Business. Freundschaften. E-Mails. Eine Hochzeit. Weihnachten... Es fällt mir schwer, mich an der Fülle zu freuen. Gerade erlebe ich sie als erdrückend.

... kämpfen wir mit diversen Krankheiten. Innerhalb von vier Wochen hatte ich meinen Sohn zwei Wochen zu Hause und war eine Woche selbst krank. Hand-Mund-Fuß. So was ekliges! Kaum war diese Krankheit erfolgreich kuriert, meldete der Kindergarten "Borkenflechte". Was auch immer das ist. Nur Tage später: Krätze-Alarm. Uns erwischte (bislang) "nur" Magen-Darm. Eins der Kinder hat seit zwei Wochen Durchfall. Und nächtlichen Husten. Ich weiß von zwei Kindern in der Kita mit Bindehautentzündung, und frage mich, ob wir diese Infektion auch noch mitnehmen - hatten wir dieses Jahr schließlich noch nicht.
Immerhin: Ich werde besser und routinierter im Umgang mit diversen Krankheiten und lerne ständig dazu. Und erst vor kurzem habe ich mich gefragt, ob mein fast vierjähriger Sohn wohl noch einmal auf meinem Arm einschlafen würde - heute Nacht war es für den armen Kerl soweit. Ich habe das (abgesehen von der Spuckschüssel in Reichweite) einfach nur genossen!
Insgesamt bin ich aber sehr herausgefordert von dem Spagat, für meine Kinder da sein zu wollen und meinem Business, das auch nur wachsen kann, wenn ich Zeit und Kraft investiere.

... gehe ich jeden Abend zu spät ins Bett. Und komme morgens kaum raus. Klar.

... frage ich mich, ob ich jemals die Zeit finden werde, mein neues Art Journal aus seiner Verschweißung zu reißen und etwas hineinzuschreiben.

... vernachlässige ich Freundschaften und brauche viel zu lange, um auf Nachrichten zu antworten.

... lese ich das Buch Hiob, so wie im Jahresbibelleseplan vorgesehen. Als ich diesem Text mit etwa 13 Jahren zum ersten Mal begegnete, konnte ich nicht viel damit anfangen. Das meiste verstand ich nicht - schon gar nicht, warum Gott Hiobs Freunde so verurteilt. Hatten sie denn nicht mit vielem recht? Jetzt, mit 32, lese ich das Buch ganz anders. Ich leide mit Hiob, und empfinde die Worte der Freunde als hartherzig und extrem verletzend.

... koche ich am liebsten indische Gerichte (wenn ich nicht gerade Schonkost für mein Durchfallkind zubereiten muss, natürlich). Zum Geburtstag habe ich das Buch Original Indisch von Meera Sodha bekommen und ich liebe es! Bisher war jedes Rezept, das ich nachgekocht habe, ein voller Erfolg - besonders angetan hat es mir das Blumenkohl-Curry mit Erbsen und Cashews. Ein Gedicht! (Und die Kinder mögen die Gerichte auch - ich muss nur mit der Schärfe ein bisschen aufpassen)

... male ich mal wieder groß: Auf einer 60x80cm großen Leinwand, um genau zu sein. Ein Freund von uns heiratet in zweieinhalb Wochen, und er hat sich den Trauvers als Bild von mir zur Hochzeit gewünscht. Für mich bedeutet das: Raus aus der Komfortzone!
Inzwischen habe ich aber eine relativ konkrete Vorstellung, wie das fertige Bild (Mixed Media) aussehen könnte, und die ersten beiden Farbschichten sind aufgetragen. Es wird!

... arbeite ich daran, einige neue Produkte in den Shop zu stellen! Mein allererster selbst illustrierter und gelayouteter Wandkalender ist gerade noch im Druck und ich warte jeden Tag gespannt auf die Nachricht, dass er fertig ist! Außerdem habe ich vier neue Postkarten-Motive drucken lassen: Zwei Weihnachtspostkarten und zwei, die man das ganze Jahr über verschicken kann.
Ein paar weihnachtliche Anhänger aus lufttrocknendem Ton warten darauf, von mir bemalt zu werden - und am liebsten möchte ich noch ein paar kleine Mixed-Media Leinwände gestalten und für euch in den Shop stellen: ein Original-Kunstwerk ist doch mal ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art, oder?
Ganz frisch erschienen ist dieses personalisierbare Lettering zu Jesaja 49,16 - was sagt ihr dazu?

... höre ich kaum Musik. Wenn das Leben so laut ist, brauche ich jedes bisschen Stille, das ich kriegen kann.

... bereite ich eine Überraschung für den Blog vor! Ja, angesichts meiner allgemeinen Überforderung vielleicht nicht die beste Idee, aber es ist eine Sache, die mir unheimlich viel Spaß macht und die ich deshalb nicht streichen möchte. Ihr dürft gespannt sein! :)



Danke, dass ihr da seid!
Habt eine fröhliche Restwoche, ihr Lieben!



Montag, 5. November 2018

365 inspirierte Tage

{enthält Werbung}

ACHTUNG: AUSVERKAUFT!
Wir werden in diesem Jahr keine zweite Auflage anbieten - überlegen aber, im nächsten Jahr ein ähnliches Projekt in Angriff zu nehmen.
UND: Es wird in meinem Shop demnächst einen anderen Kalender zu kaufen geben!



Am Anfang war die Idee:
Ich möchte in meinem Shop einen 365-Tage-Kalender anbieten.

So ähnlich wie den, den ich vor drei Jahren gestaltet habe.
Aber noch schöner.
Und in Farbe.
Richtig gut gelayoutet und von einer Druckerei gedruckt.

Diese Idee ließ mich nicht los.
Mir war klar, dass dies viel Arbeit bedeutete. Und dass ich über manche Fähigkeiten, die für ein solches Projekt nötig sind, nicht verfüge. Und die Zeit wurde langsam knapp.

Also fragte ich Anne:
"Anne, hast du Lust, mit mir zusammen einen 365-Tage-Kalender zu gestalten?"

Ja, hatte sie!

Also legten wir los.
(Wir hatten ja gar keine Ahnung, was da wirklich auf uns zukam! :-))



Anne und ich teilten zunächst die Zuständigkeiten unter uns auf und machten einen groben Zeitplan. Sie wollte die Inhalte und Illustrationen für Frühling und Herbst verantworten, während ich mich um Sommer und Winter kümmerte.
Bei der Gestaltung meines ersten 365-Tage-Kalenders hatte das Sammeln und Erstellen von Inhalten sehr viel Zeit in Anspruch genommen - dieses Mal ging es deutlich schneller und nach zwei oder drei Tagen konnte ich diesen Punkt auch schon von meiner To-Do-Liste streichen.



Weiter ging es mit den Illustrationen. Wir hatten uns für einen eher schlichten, aber wirkungsvollen Aquarell-Look entschieden, und so konnte ich mehrere Stunden mit dem verbringen, was ich am liebsten tue: Malen. Ja, ich glaube, diese Phase war meine liebste im ganzen Entstehungsprozess :)



Anschließend wurden alle Illustrationselemente eingescannt und am Computer freigestellt und bearbeitet. Das dauerte eine Weile... aber wir lagen sehr gut im Zeitplan, und irgendwie machte mir das Digitalisieren auch Spaß. Es ist so toll, wenn man neu erlernte Fähigkeiten gleich in einem Herzensprojekt einsetzen kann!

Der nächste Arbeitsschritt verlangte uns einiges an Hirnschmalz, Nerven und Zeit ab: Das Layout.
Nun musste alle Inhalte und Illustrationen zusammengebracht werden, um gedruckt werden zu können.
Mein Mann riet mir, unbedingt zuerst eine Druckerei anzufragen und alle Details des Layouts zu klären, um böse Überraschungen zu vermeiden. Für mich sind solche Dinge (also irgendwo anrufen und technische Themen besprechen) absolut außerhalb meiner Komfortzone, aber für den Kalender musste es eben sein. Nach einem längeren Hin und Her mit der Druckerei standen die technischen Daten und wir konnten mit dem Layout beginnen.

Unser Plan war, 12 Kalenderblätter auf einem Druckbogen anzuordnen und die Trennlinien perforieren zu lassen. Der Druck sollte beidseitig erfolgen, also mussten wir ein genaues Raster mit allen 365 Tagen erstellen, um sicher zu gehen, dass beim fertigen Kalender auch jeder Tag an seinem Platz war.



Das Layouten teilten Anne und ich uns auf. Sie erstellte für mich eine Vorlage, in die ich "nur" noch meine Inhalte und Illustrationen einfügen musste. Das dauerte natürlich, wie man sich vorstellen kann! Aber am Ende waren alle 366 Tage (plus Titelblatt, Impressum, Jahreszeiten- und Monatsüberschriften) fertig gestaltet und die Druckdateien konnten an die Druckerei geschickt werden.


An diesem Punkt erlebten wir leider doch die "böse Überraschung", vor der mein Mann mich gewarnt hatte: Aufgrund einer Fehlinformation innerhalb der Druckerei konnte unser Kalender doch nicht wie geplant als 12er-Bögen gedruckt werden!
Wir mussten das komplette Layout überarbeiten und jedes einzelne Kalenderblatt als eigene Datei anlegen!  Anne übernahm diese undankbare Aufgabe und ackerte sich durch den kompletten Kalender, was viele Stunden dauerte.



Nach ein paar abschließenden Korrekturen konnte unser Kalender dann, eine Woche später als geplant, endlich in den Druck gehen!

Und nur drei Tage später erhielt ich die Nachricht, unsere Kalender seien fertig und könnten abgeholt werden. Das war ein aufregender Moment, als mir ein Mitarbeiter der Druckerei drei schwere Kartons übergab und ich in einen reinlinsen konnte! Auf den ersten Blick sah alles super aus, genau so, wie wir es geplant hatten! Ein Riesenstein plumpste von meinem Herzen.




Bis zum richtig fertigen Kalender lagen jedoch noch einige Stunden Arbeit vor mir: Das Sortieren der 19.200 einzelnen Kalenderblätter zu 100 Kalendern!
Gott sei Dank habe ich so einen hilfsbereiten und fleißigen Mann, der stundenlang mit mir Kalenderblätter sortierte. Wir gingen monatsweise vor, was sich als schnellste Methode erwies. Und irgendwie machte auch diese Arbeit Spaß!








Trotzdem waren wir nach etwa 10 Stunden Sortierarbeit überglücklich, als alle 100 Kalender in ihren endgültigen Zustand gebracht worden waren!
Überglücklich war ich auch, dass wir beim Sortieren keine Fehler entdeckten! Alle Kalenderblätter sind so, wie sie sein sollten, und alle Tage an ihrem Platz. Und der Kalender sieht einfach schön aus!
Da haben Anne und ich gut gearbeitet, und Gott hat eine ordentliche Portion Gnade dazu gegeben.


Getan war (und ist...) die Arbeit damit natürlich noch nicht: Ich packte Annes Teil an Kalendern in ein großes Paket und schickte sie auf die Reise nach Chemnitz. Dann mussten die Kalender gut in Szene gesetzt und fotografiert werden. Für unsere Shops benötigen wir eine aussagekräftige Produktbeschreibung; außerdem mussten wir den Preis festlegen und besondere Aktionen planen. Anne gestaltete einen kleinen "Beipackzettel", den wir jeder Bestellung beilegen werden. Und dann müssen wir auf Instagram und dem Blog und an anderen Stellen auf unseren 365-Tage-Kalender aufmerksam machen...




An so einem Produkt hängt tatsächlich einiges, was man als Außensteher so nicht weiß - und was auch uns als Macherinnen zum Teil vorher nicht bewusst war. Ja, ich glaube, ich habe dieses Projekt unterschätzt.
Am Anfang war es nur eine Idee - zwischendurch war es harte Arbeit und eine große Herausforderung und Lernfeld, aber auch Spaß und guter Austausch zwischen Anne und mir - und jetzt ist es ein fertiger Kalender voller Inspirationen und Ermutigungen für ein ganzes Jahr!

Und hier ist er: Unser 365+1-Kalender!




Wir haben den Kalender immerwährend angelegt, unabhängig von Wochen- oder Feiertagen und sogar schaltjahrgeeignet. Bei der Gestaltung orientierten wir uns an den vier Jahreszeiten, von denen jede ihr eigenes Überthema hat: Erwachen im Frühling, Freude im Sommer, Ernte im Herbst und Hoffnung im Winter.


Jede Jahreszeit wurde von uns in drei Monate unterteilt, von denen auch jeder ein Motto hat - als Unterthema zu den Jahreszeitenthemen. Alle Inhalte und teilweise auch die Illustrationen eines Monats sind von seinem jeweiligen Motto inspiriert.
Für jeden Tag gibt es einen Bibelvers oder ein Zitat, eine kleine Aufgabe oder Idee, ein Rezept oder eine Frage zum Nachdenken - es ist eine bunte Mischung geworden, die durchs ganze Jahr hindurch begleitet, ermutigt und inspiriert.





Die Kalenderblätter wurden auf 200g-Papier gedruckt, in den Maßen 4,5x9cm. 
Die Handhabung funktioniert folgendermaßen: Zunächst fädelt man alle Blätter in der vorsortierten Reihenfolge (!) auf ein schönes Band und knotet dieses fest zu. Jetzt kann man den Kalender aufhängen und jedes Blatt nach dem Lesen einfach umblättern. Nach einem halben Jahr (bzw. 192 Kalenderblättern) wird der Kalender umgedreht und es geht weiter wie gehabt!

Die Auflage ist limitiert auf 100 Stück - wenn ihr gern einen solchen jahresbegleitenden Kalender haben möchtet, solltet ihr nicht lange zögern und euch einen bestellen :-)

Eine schnelle Bestellung lohnt sich doppelt: 
In der ersten Verkaufswoche, also von heute, 5.11. bis zum 11.11. bieten wir den Kalender zum Vorzugspreis von 15,50 € an!
Danach könnt ihr ihn zum regulären Preis von 19,50 € erwerben.



Und vielleicht findet ihr ja auch noch das eine oder andere schöne Weihnachtsgeschenk... Es lohnt sich, mehrere Produkte gemeinsam zu ordern, weil man dabei Versandkosten spart :-)





Wir sind sehr gespannt, wie euch der Kalender gefällt und freuen uns auf eure Bestellungen!

An dieser Stelle möchte ich unbedingt noch ein herzliches Dankeschön an Anne aussprechen: Es hat so viel Spaß gemacht, dieses Projekt mit dir gemeinsam zu verwirklichen! Danke für alle deine Ideen, für dein ehrliches Feedback, für deine harte Arbeit und dein Engagement, und einfach für alles, was du eingebracht hast! Ohne dich würde es diesen Kalender nicht geben. Danke!

Danke auch an meinen Liebsten, der mich beim Sortieren (und bei vielem anderen) so tatkräftig unterstützt hat!




Montag, 3. September 2018

Viva la Frida!


Letztes Jahr habe ich meinen Geburtstag nicht wirklich gefeiert, weil wir am Tag zuvor mit vielen lieben Leuten unseren 10. Hochzeitstag zelebriert hatten. Das war total in Ordnung so, aber dieses Jahr wollte ich gern wieder eine richtige Geburtstagsfeier, mit Motto und Deko und Programm und meinen Lieblingsfrauen um mich herum.
Das Thema war schnell gefunden: Die Künstlerin Frida Kahlo fasziniert mich zur Zeit sehr und man findet allerhand Informationen zu ihr, ich mag die mexikanische Küche -  eine fiesta mexicana à la Frida Kahlo lag also auf der Hand.

Die Einladung:


Für die Einladung verwendete ich ein Foto von mir, das mithilfe eines schwarzen Markers und Aquarellfarben zu einem kunterbunten Frida-Portrait wurde ;)  Social Media sei Dank, dass ich die fertige Einladung nur noch fotografieren und per Handy verschicken musste.

Die Party selbst sollte eine "Erwachsenen-Party" werden, nur meine Freundinnen und ich. Mein Mann war so lieb, den ganzen Tag mit den Kindern außer Haus zu verbringen (und die drei hatten auch eine tolle Zeit!).


Die Deko:


Die Deko macht mir persönlich immer am meisten Spaß - und für einen Hauch von Mexiko braucht man gar nicht so viel (zumindest in meiner Vorstellung...). Auf einem Schränkchen richtete ich eine kleine Frida-Kahlo-Ecke ein, mit ein paar Büchern zum Schmökern, Blumen und ein paar kleinen folkloristischen Deko-Elementen.
Außerdem hängte ich verschiedene bunte Girlanden im ganzen Zimmer auf.



Dieses Vintage-Poster habe ich ganz günstig in einem Laden gefunden und natürlich mitgenommen, weil es so gut zum Sommer und zu Mexiko und Frida Kahlo passte. Und ich kann es ganz unabhängig von dieser Party weiterhin verwenden - das ist ein wichtiges Kriterium beim Deko-Kauf, finde ich.

Die Buchstabengirlande trägt den Schriftzug "Feet, what do I need you for - if I have wings to fly" (Füße, wozu brauche ich euch, wenn ich doch Flügel habe). Dieses Zitat von Frida Kahlo gefällt mir sehr gut, und ich bin froh, dass ich es auf diese Weise in die Deko integrieren konnte.



Auch unsere Jahreszeiten-Wand wurde für die Feier umdekoriert: In die Rahmen kamen lauter Portraits und Gemälde von Frida Kahlo, außerdem thematisch passende andere Illustrationen.
Den Tischschmuck hielten wir eher schlicht - ein bunt gemustertes Tuch diente als Tischdecke; eine liebe Freundin (die extra früher vorbei gekommen war um bei den Vorbereitungen zu helfen) bastelte über ein Dutzend Blumen aus Krepp-Papier, die wir auf jeden Platz legten (sie steckten wir uns später in die Haare); ein paar Kapuzinerkresseblüten wurden auf dem Tisch verteilt, und Blumen in kleinen Vasen gab es natürlich auch.





Für die Blumendeko habe ich mal was ganz anderes ausprobiert, und mir im Blumenladen um die Ecke ein paar gelbe Dahlien, Distelblüten, rote Beeren und orange-rote Nelken geben lassen. Zusammen wirkten sie sehr farbenfroh und irgendwie exotisch.





Essen & Trinken



Auf einem kleinen Extra-Tisch war die "Bar" aufgebaut, mit einem großen Wasserspender, Limonaden, Kaffee, Milch und Zucker, Tassen und Gläsern. Damit jede Gästin ihr Glas im Lauf des Nachmittags auch wieder als ihres identifizieren konnte, habe ich aus Kronkorken kleine Frida-Anhänger gebastelt. Diese wurden um den Fuß des Glases gebunden und sahen einfach hübsch aus.



Zum Mittagessen gab es überbackene vegetarische Enchiladas, gefüllt mit Zucchini, Paprika, Mais, Kidneybohnen und Tomaten. Dazu reichte ich saure Sahne und selbst gemachte Guacamole (mit viel Limettensaft). Fotos habe ich davon leider keine gemacht...

Dafür existieren Fotos vom süßen Teil des Essens: Zum Nachtisch gab es einen erfrischenden Melonen-Salat und später eine Schoko-Chili-Tarte.



Melonen-Salat (für (8 Personen)
(aus dem Buch Mexikanische Feste. Die Fiestas der Frida Kahlo)

  • 1/2 Wassermelone (mittelgroß und möglichst kernarm)
  • 1 Cantaloupe-Melone
  • 2 Limetten
  • einige Zweige Minze
Das Fruchtfleisch der Melonen würfeln und mit dem Limettensaft mischen. Die Minze waschen und die Blättchen abzupfen, grob hacken und zur Melone geben.
Den Melonensalat mindestens eine halbe Stunde vor dem Servieren kühlen.



Weil ich beim Chili sehr vorsichtig war, schmeckte die Schokoladenfüllung sehr mild. Beim nächsten Mal verwende ich etwas mehr Chili...



Programm

Auch bei "Erwachsenen-Partys" überlege ich mir im Vorfeld gern ein paar Aktivitäten, mit denen wir uns die Zeit schön vertreiben können.
Noch bevor die anderen Gäste eintrudelten, kümmerte sich meine Schwester um original mexikanische Musik, die den ganzen Nachmittag im Hintergrund spielte - mal dezenter, mal prominenter, und auf jeden Fall sehr authentisch :)


Das Geschenke-Auspacken war der erste Programmpunkt nach dem Essen. Ich finde es schön, sich dafür richtig Zeit zu nehmen und die Geschenke zu würdigen. Die beigelegten Karten habe ich aber erst später gelesen, als alle Gäste gegangen waren und ich Ruhe hatte. So wertschätzende, liebe Worte waren da dabei - ich fühlte mich einfach nur sehr beschenkt und geliebt!


Da bei einem Frida-Kahlo-Fest eine künstlerische Betätigung nicht fehlen durfte, habe ich mir auch dafür etwas überlegt: Wir haben die Vorderseite kleiner Notizhefte mit unseren Fotos und Collage-Elementen beklebt. In Fridas Werk spielt das Selbstportrait ja eine herausragende Rolle, und in dieser Tradition sollte auch das eigene Portrait das zentrale Element der Collagen sein.
Ich liebe es einfach, mit anderen zusammen kreativ zu sein! Es ist immer eine ganz besondere Atmosphäre, wenn alle konzentriert an einem Projekt arbeiten und etwas Schönes erschaffen.
Die Ergebnisse waren sehr individuell und bunt und wunderschön. Und alle hatten Spaß, da bin ich mir sicher.



Was auch nicht fehlen durfte, war eine kleine Foto-Session mit Props. Ich habe extra einen zusammengewachsene-Augenbraue-Prop gebastelt :) Neben der Digitalkamera kam auch meine neue Polaroidkamera zum Einsatz - der erste Film ist jetzt schon verknipst. So schöne Erinnerungen sind dabei entstanden... ich überlege jetzt nur, wie ich sie am Besten in Szene setze.



Als die meisten der Gäste gegangen waren, kamen mein Mann und die Kinder von ihrem ereignisreichen Ausflugstag zurück. Zur Belohnung für ihre Abwesenheit bei der Party durften sie die Piñata zerschlagen, die eine liebe Freundin für die Party mitgebracht hatte. Das war ein großer Spaß (und dauerte tatsächlich eine Weile)!


Weitere Ideen
Es gibt noch so viele andere Ideen, die man im Rahmen einer Frida-Kahlo-Party umsetzen könnte! Ich lasse mich immer gern auf Pinterest inspirieren und habe schon Pinnwände zu allen möglichen Themen erstellt. Falls ihr da mal stöbern möchtet - ihr findet mich unter Reh Schwan.
Meine Frida-Kahlo-Party-Pinnwand findet ihr HIER.




Es war ein wirklich wunderschöner Tag und ich bin einfach nur dankbar für die tollen Frauen, die mir bei den Vorbereitungen geholfen, liebevoll geschriebene Karten und schöne Geschenke mitgebracht und mir gegenüber so viel Wertschätzung gezeigt haben.

Schön, dass ihr dabei wart! 

Danke, dass es euch gibt!
(auch alle anderen Lieblingsfrauen, die nicht dabei waren!
Ihr seid mir so wichtig.)







Samstag, 24. März 2018

Will you weep with me?



Freut euch mit den Fröhlichen,
weint mit den Weinenden.

Römer 12,15


Jeden Tag ein neuer Blog-Post... da scheint gerade einiges los zu sein, was mich beschäftigt. Diesmal kein kreativer Content, vielmehr ein paar Gedanken, die mich nicht loslassen.

Der Baby-Boom ist weiterhin fröhlich im Gange, zumindest bei "allen" anderen: Drei meiner Freundinnen sind aktuell schwanger, eine weitere hat vor ein paar Tagen ihr Baby bekommen, ganz zu schweigen von dem Babyglück, das mich auf Instagram überschwemmt.

Und ich? Ich freue mich für meine Freundinnen: Lache, umarme, gratuliere, bastle kleine Schwangerschaftstagebücher, bedaure Morgenübelkeit und Kreislaufprobleme, frage nach, umbete und helfe, wo es mir möglich ist.
Ich tue das, weil ich es für richtig halte: Meine Freundinnen haben einen Grund, sich zu freuen, und da freue ich mich mit. Ehrlich und aus ganzem Herzen staune ich über jedes neue Wunderkind.
Ich bin froh, dass ich das kann, dass es mir geschenkt ist, mich so aktiv für sie zu freuen. Das ist es, was ich von mir selbst erwarte, und was vielleicht auch meine schwangeren Freundinnen irgendwie von mir erwarten (?).

In den letzten Tagen ist mir aber bewusst geworden, dass dieses Verhalten etwas einseitig ist.
Ich höre eine Baby-Nachricht, freue mich und wir reden über die Schwangerschaft und alles, was damit zusammenhängt. Vielleicht reden wir auch ein bisschen über meinen Kinderwunsch, aber meistens nicht; das erscheint irgendwie unpassend.

Und wenn die Freundin dann gegangen ist, sitze ich auf der Couch und heule mir die Augen aus.
Allein.

Und frage mich: Wann hat irgendwann mal jemand mit mir geweint? Mit mir getrauert? Mit mir zusammen Gott gefragt, warum? 

Freut euch mit den Fröhlichen - ja, immer doch!
Aber: Weint mit den Weinenden - Fehlanzeige.

Das erlebe ich nicht.
Diese Worte schmecken bitter...

Vielleicht liegt das auch an mir. Weil ich mich eben ehrlich freue und dann im Anschluss gar nicht darüber rede, wie mies es mir eigentlich geht. Wie weh mir diese Nachricht bei aller Freude tut. Weil ich doch besser darin bin, den Schmerz zu kaschieren, als ich dachte?

Wir reden nicht gern über solche tiefen Gefühle. Über Schmerz, der uns fast das Herz zerreißt. Über Selbstvorwürfe, die uns zerfleischen. Über dieses Gefühl, zu versagen, als Frau, vielleicht auch als Paar. Es sieht düster aus in meinem Herzen und das muss niemand so genau wissen.

Also weine ich allein. Trauere allein. Schreie Gott an, allein.



Wie gehen wir mit Schmerz um, der nicht der unsere ist, den wir nicht wirklich verstehen oder nachvollziehen können? Viele denken wahrscheinlich das, was ich mir selbst immer wieder sage: Sie hat doch zwei Kinder, was soll das Gewese überhaupt? Kann sie nicht einfach zufrieden sein?


Wie gehen wir mit Leid um, auf das wir keine Antwort kennen, für das wir keine Lösung parat haben? Die Versuchung ist groß, entweder irgendwelche Plattigkeiten von uns zu geben (wie: Gott wird schon wissen, warum) oder beschämt darüber hinwegzugehen und zu hoffen, dass es von allein wieder besser wird. Wir bemühen uns um nette, aufmunternde Worte, drücken Mitgefühl aus - aber weiter gehen wir nicht.

Ich kenne das selbst und ich gehe damit auch nicht besser um. Wenn ich den Schmerz selbst nicht spüre und nicht verstehe, dann kann ich darauf nicht gut reagieren. Wenn ich keine Antwort weiß, sage ich lieber nichts und wechsle mehr oder weniger elegant das Thema.

Klagen, miteinander trauern, in Gemeinschaft weinen - das habe ich so noch nicht erlebt. Leider!

Wie wäre es, wenn wir uns das trauen würden: Wirklich unseren Schmerz teilen, so wie auch das Glück? Aushalten, dass wir keine Worte, keinen Trost haben und uns einfach nebeneinander aufs Sofa setzen und weinen? Miteinander beten, und zwar keine Fürbitte und auch keine Danksagung und keinen Lobpreis, sondern ein Klage-Gebet? Das Leid, die Fragen, die Bitterkeit vor Gott bringen, ohne fromme Floskeln, ohne Alles-wird-gut-Metaphern, ohne falsch verstandene Höflichkeit.
Beten: Diesmal nicht für unsere eigenen Probleme, sondern für das Leid der anderen, für den Schmerz, der nicht mein eigener ist. So, als wäre es mein eigener.

Tränen, Rotz und Blut als das einzige Opfer, das wir bringen. Gemeinsam.

Ich glaube, dass es das ist, was Gott von uns will. So steht es zumindest in der Bibel.
Klagen ist etwas, das wir ausdrücklich dürfen. Finde ich auch so in der Bibel.
Was uns daran hindert, ist oft Stolz oder Angst davor, uns Gott gegenüber respektlos zu verhalten.
Aber ich bin mir sicher, dass Gott das abkann. Er sieht unser Herz doch sowieso, da können wir es ihm auch direkt sagen.

Weint mit den Weinenden... das ist eine große Herausforderung! Das erfordert Mut.

Mut, sich zu öffnen, sich mitzuteilen, sein Herz weit zu machen und den Schmerz zuzulassen.
Ich glaube, dieses gemeinsame Klagen kann Freundschaften eine unglaubliche Tiefe verleihen. Es ist ein Liebesdienst, der hässlich und schnodderig und schwierig sein kann, aber doch unglaublich schön und wertvoll ist.

Genauso, wie ich in der Lage bin, mich mit den Fröhlichen zu freuen, möchte ich auch mehr und mehr lernen, mit den Weinenden zu weinen, Rotz und Wasser, zu klagen und zu fragen und einfach da zu sein. Mehr braucht es manchmal nicht: Zeit und Tränen und Taschentücher.


Will you weep with me?











Montag, 4. September 2017

Unsere Rosenhochzeit


10 Jahre ist es nun schon her, dass mein Liebster und ich uns das Ja-Wort gaben. Wenn ich das irgendwo erzähle, werde ich eigentlich immer sofort nach meinem Alter gefragt und ernte überraschte Blicke - ja, ich war mit meinen 20 Jahren tatsächlich eine sehr junge Braut ;)
Vielleicht waren wir ein bisschen naiv und verrückt, dass wir uns so früh in das Abenteuer Ehe stürzten. Wir hatten uns eben jung kennen- und liebengelernt und waren uns sicher, den Rest unseres Lebens miteinander verbringen zu wollen. So einfach, so gut.

Unsere Hochzeit liegt nun 10 Jahre zurück, und in dieser Zeit hat sich sehr viel verändert. Wir sind zusammen erwachsen geworden, würde ich sagen. Als wir heirateten, lebten meine Eltern noch in einer Stadt am Rande des Schwarzwalds, und weil es uns organisatorisch einfacher erschien, feierten wir die Hochzeit dort und nicht in unserer Heimatstadt Berlin. Es war eine klassische Familienfeier mit einem eher geringen Freunde-Anteil unter den Gästen, Getränke und Essen zahlten unsere Eltern, mein Brautstrauß war weiß und rot. Die Freunde, die vor 10 Jahren mit uns feierten, spielen heute in unserem Leben keine so große Rolle mehr - das Leben geht weiter, Leute ziehen weg, Freundschaften verändern sich.

Wir beide vor 10 Jahren!

Als der 10. Hochzeitstag näher rückte, keimte in uns der Wunsch, diesen ein bisschen größer zu feiern als üblich. Vor ein paar Jahren waren wir auf einer Rosenhochzeitsfeier eingeladen und fanden diese Idee einfach gut. Wir feiern ja sowieso gerne - und dieser Anlass ist es doch wirklich wert, groß gefeiert zu werden!
Es war uns wichtig, unsere Ehe zu feiern und unsere Ehegelübde in einer kleinen Zeremonie vor den Freunden zu erneuern, die uns nun schon seit vielen Jahren begleiten und für uns als Familie wichtig sind. Und wir wollten dieses Fest so begehen, wie es zu uns passte und uns gefiel - unsere Hochzeit im Jahr 2007 war für unsere damalige Lebenssituation richtig und schön, aber wie gesagt: Inzwischen hat sich eben einiges geändert ;)

Also legten wir ein Datum fest, schickten Save-the-Date-Mails an unsere Gäste und ich machte mir Gedanken über die grundsätzliche Gestaltung der Feier. Schon seit einigen Jahren gehört die Farbkombination Blau-Orange zu meinen Lieblingen (es lebe der Komplementärkontrast!) - das Farbkonzept hatte ich also schon mal. Außerdem wollte ich möglichst vieles selbst machen und sehr persönlich gestalten. Das fing bei den Einladungen an und endete bei den Gastgeschenken.


Die Einladungstüte (Papiertüten in braun oder weiß sind einfach super vielseitig!)


Ursprünglich wollten wir unsere Rosenhochzeit in einem nahe gelegenen, sehr schönen Park feiern - als uns die Wettervorhersage einen Strich durch die Rechnung machte, verlegten wir die Party kurzerhand in unsere Wohnung. Die rund 20 Gäste passten auch gerade so in unser Wohnzimmer ;)
Zuerst war ich ein bisschen enttäuscht über diese Planänderung, letztlich war es aber besser so: Wir mussten nicht alles in den Park transportieren und konnten auch nach Sonnenuntergang weiterfeiern, wenn der Park schloss. Ich glaube, so war alles entspannter und passte genauso gut zu uns.
Ein weiterer Vorteil der "Wohnzimmerparty" war, dass ich mehr dekorieren konnte!





Die Girlanden habe ich ganz einfach selber gebastelt: Zuerst malte ich große Papierbögen total frei nach Lust und Laune mit Acrylfarben in blau, weiß und orange an. In einer zweiten Schicht trug ich Punkte, "love"-Schriftzüge und Rosen auf. Als alles getrocknet war, schnitt ich große Rauten aus, faltete diese an der breitesten Stelle und klebte die entstandenen Dreiecke an ein langes Stück Garn.




Die von uns selbst gekneteten Fimofiguren zierten vor 10 Jahren unsere Hochzeitstorte



 

Hauptsächlich aber bestand die Deko aus Blumen. Ich war sehr dankbar, dass es im Blumenladen noch so wunderschöne blaue Hortensien gab; die hatte ich mir nämlich sehr gewünscht (Gebetserhörung!). Die orange-gelben Rosen setzten schöne Akzente. Besonders schön fand ich auch die zarte Girlande aus weißen Herzen, die ich irgendwo gefunden hatte. Die spannten wir quer durch den Raum, und ein kleineres Stück klebte ich an das Bücherregal.


Mein wunderschönes Brautkleid habe ich all die Jahre in einer Box unter dem Bett aufbewahrt. Bisher konnte ich mich nicht davon trennen, und werde es wohl auch nicht mehr - es sei denn, meine Tochter möchte es vielleicht eines Tages tragen...
An sich ist es aber schade, dass dieses traumhafte Kleid von niemandem mehr bewundert wird, und so holte ich es zur Feier der Rosenhochzeit aus seiner Kiste und hängte es für alle sichtbar an den Schrank. Anziehen konnte ich es zwar nicht mehr (*hüstel*), aber dafür hatte ich ein anderes schönes Kleid, an dem ich die Blumenbrosche befestigte, die ursprünglich zu meinem Brautkleid gehörte. Das fand ich wirklich toll als Erinnerung!








Auch einen Brautstrauß bekam ich zu unserer Rosenhochzeit: mit blauer Hortensie, Kamille und gelb-orangen Rosen. Genau so, wie ich ihn mir gewünscht hatte!
Als mir meine liebe Freundin und Rosenhochzeitstrauzeugin dann noch die Haare gemacht hatte und ich fertig geschminkt und angezogen war, fühlte ich mich fast wie eine richtige Braut, ein bisschen so wie bei unserer Hochzeit damals!

by alixdesign axd



Ab 16 Uhr trudelten die Gäste ein und füllten unsere Wohnung mit Leben - und das Mitbring-Buffet mit ihren Gaben! Unsere Freunde haben mir damit die Vorbereitung wirklich sehr erleichtert, und zu einem entspannten und leckeren Fest beigetragen.
Mein Liebster eröffnete die Feier mit einer kleinen Rede beim Sektempfang: Wir freuten uns so sehr über jeden, der gekommen war, um diesen Tag mit uns zu begehen! Einige unserer Gäste kamen direkt vom Flughafen oder einem Sommercamp zu uns und nahmen einigen Stress auf sich, um dabei zu sein. Das bedeutet uns sehr viel und wir sind einfach nur dankbar, all diese Menschen in unserem Leben haben zu dürfen.

Da unser Gitarrenspieler sich ein bisschen verspätete, disponierten wir um und gingen gleich zur Rosenhochzeitstorte über! Wir hatten uns für unsere Lieblingstorte bei unserem Lieblingskonditor entschieden: Mousse-au-chocolat-Torte mit Himbeeren. Himmlisch! (Und diesmal waren unsere Namen auf der Torte auch richtig geschrieben ;)) Natürlich schnitten wir sie gemeinsam an - aller Augen waren darauf gerichtet, wer die Hand oben hatte...






Unsere Rosenhochzeit sollte aber nicht nur ein nettes Zusammensein mit Freunden sein, vielmehr wünschten wir uns auch eine kleine Zeremonie, mit Liedern, einer Andacht, Gebet und der Erneuerung unserer Ehegelübde. Dafür gestaltete ich ein kleines Programmheft in "unseren" Farben.



Das gemeinsame Singen empfand ich als besonders schön: Ein Freund aus dem Hauskreis begleitete uns mit der Gitarre und wir lobten alle zusammen unseren Gott, mit lauten, klaren, wunderschönen Stimmen, in unserem Wohnzimmer. 10 000 Reasons - so viele Gründe haben wir zu danken und zu preisen! Das waren sehr wertvolle, bewegende Momente an diesem Tag. Am liebsten hätte ich noch viel mehr Lieder gesungen...





Ein langjähriger Freund hielt uns eine kurze Andacht über den Vers, den wir uns vor 10 Jahren als Trauspruch ausgesucht hatten: Jeremia 29,11.
Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt - aber wir wissen ganz sicher, dass Gott gute Gedanken über uns hat und dass er uns begleitet. In Ihm liegt unsere Zukunft und unsere Hoffnung - das schenkt uns Frieden.



Nach einem weiteren Lied waren Falko und ich dran: Wir hatten im Vorfeld jeder für sich Worte gesucht, die wir einander zusprechen wollten. Bei unserer Hochzeit waren wir einem vorgefertigten Ehegelübde gefolgt, nun sprachen wir unsere ganz eigenen Worte. Auch das war ein besonderer Moment - und es war so kostbar, ihn mit unseren Freunden zu teilen, sie als Zeugen unserer Versprechen zu wissen. Und da ich nicht wusste, was mein Mann mir zusprechen wurde, war ich zuerst natürlich total gespannt und aufmerksam - und dann dankbar und sehr gerührt.

Jetzt stellten wir uns in die Mitte des Zimmers, umringt von unseren Freunden, die für uns beteten und uns segneten. Was gibt es Besseres?

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Der "offizielle" Teil war nach einem Segenslied vorüber - nun wurde das Buffet eröffnet.
Meine tolle Rosenhochzeitstrauzeugin hatte sich außerdem etwas für uns einfallen lassen: Jeder Gast wurde gebeten, eine Gästebuch-Seite auszufüllen. Um die Sache einfacher zu gestalten, gab es vorgefertigte Fragen, die es zu beantworten galt: Seit wann und woher kennst du das Paar? Was schätzt du an ihnen? und Was wünschst du ihnen für die nächsten 10 Jahre?
Die ausgefüllten Seiten wurden von meiner Freundin schließlich zusammengebunden und uns überreicht. So viel Wertschätzung und Liebe in einem kleinen Buch ist wahrlich beglückend! Wir sind sehr gesegnet!




Auf dem Balkon wartete mein Schwager darauf, lustige Fotos der Gäste zu machen. Das ließen mein Rosenhochzeitsgatte und ich uns natürlich nicht entgehen :)

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Ein Highlight des Abends stand nun noch aus: Luftballons steigen lassen!
Das war nämlich die eine Sache, die ich an unserer Hochzeit damals vermisst hatte - und nun erfüllte mir meine Rosenhochzeitstrauzeugin den Wunsch (Danke, du Wunderbare!). An jeden Luftballon wurde eine Postkarte mit einem Gutschein geknotet, den der Unterzeichner einlösen muss, wenn die Karte vom Finder zu uns zurückgeschickt wird. Zwei Karten haben uns inzwischen erreicht, das ist wohl eine ganz gute Quote, habe ich mir sagen lassen ;)
Von unserem Balkon aus stiegen die Ballons in den bewölkten Himmel, und sie schafften es tatsächlich alle über die nahegelegenen Bäume und Hochhäuser hinweg. Das war auch für unsere Kinder ein besonderes Ereignis!

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Jetzt war die Party natürlich noch nicht vorbei - aber diejenigen, die schon gehen mussten, bekamen zum Abschied ihr Gastgeschenk. Das war mir ein paar Tage vor der Feier noch siedendheiß eingefallen! Gott sei Dank kam mir schnell eine Idee: Jeder Gast bekam ein selbstgemachtes Handlettering unseres Trauverses und zwei Samenbomben in einer bestempelten Butterbrottüte.
Die Samenbomben bestellte ich bei Die Stadtgärtner (über dawanda) - ich kann diesen Shop wirklich wärmstens empfehlen! Die Samenbomben waren super schnell bei mir, sodass ich die Gastgeschenke noch ganz entspannt fertig verpacken konnte.




Unsere Kinder stürzten sich begeistert ins Partygetümmel und blieben bis ganz zum Schluss dabei, als die letzten Gäste sich verabschiedeten und mein Mann, mein Bruder und ich uns ans Aufräumen machten. Ich denke immer wieder, wie glücklich und gesegnet unsere Kinder sind, dass sie in unserem Freundeskreis so geliebt werden! Genauso gesegnet wie mein Liebster und ich.

Müde und glücklich fielen wir ins Bett - was für ein wunderschöner, unvergesslicher Tag!

DANKE an alle, die dazu beigetragen haben.
Danke, Jesus, für die letzten 10 Jahre.
Danke, dass du auch in Zukunft immer bei uns bist.


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