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Dienstag, 4. Dezember 2018
4. Türchen
{enthält eine Verlinkung/unbezahlte Werbung}
4. Türchen: Ein Rezept (von Anne)
Ich bin sehr dankbar, dass die liebe Anne mich ein bisschen mit meinem Blog-Adventskalender unterstützt! Sie hat vier Beiträge dazu beigesteuert - der erste davon klingt gleich richtig lecker :)
Danke dir, Anne, für deine Zeit und Kreativität, für deine Gedanken und deine Stimme!
Witwenküsse
Für die leckeren Plätzchen auf Eiweißbasis braucht hier:
- 3 Eiweiß
- 1 Prise Salz
- 250 g Puderzucker
- 1 TL Zimt
- 300 gemahlene Mandeln
- 1 Packung Rapselschokolade
So geht‘s:
Ihr schlagt zuerst die Eiweiße steif und gebt dann das Salz, den Puderzucker und den Zimt hinzu.
Anschließend hebt ihr die Mandeln und die Schokolade unter.
Jetzt könnt ihr auch schon mit einem Löffel kleine Teighäufchen auf ein Backblech legen und die
Plätzchen bei 170°C Ober-/Unterhitze 15 Min. backen. Fertig sind die Süßen, wenn sich noch etwas
weich sind. Sie trocknen dann an der Luft und schmecken wie himmlische Wölkchen!
Montag, 3. September 2018
Viva la Frida!
Letztes Jahr habe ich meinen Geburtstag nicht wirklich gefeiert, weil wir am Tag zuvor mit vielen lieben Leuten unseren 10. Hochzeitstag zelebriert hatten. Das war total in Ordnung so, aber dieses Jahr wollte ich gern wieder eine richtige Geburtstagsfeier, mit Motto und Deko und Programm und meinen Lieblingsfrauen um mich herum.
Das Thema war schnell gefunden: Die Künstlerin Frida Kahlo fasziniert mich zur Zeit sehr und man findet allerhand Informationen zu ihr, ich mag die mexikanische Küche - eine fiesta mexicana à la Frida Kahlo lag also auf der Hand.
Die Einladung:
Für die Einladung verwendete ich ein Foto von mir, das mithilfe eines schwarzen Markers und Aquarellfarben zu einem kunterbunten Frida-Portrait wurde ;) Social Media sei Dank, dass ich die fertige Einladung nur noch fotografieren und per Handy verschicken musste.
Die Party selbst sollte eine "Erwachsenen-Party" werden, nur meine Freundinnen und ich. Mein Mann war so lieb, den ganzen Tag mit den Kindern außer Haus zu verbringen (und die drei hatten auch eine tolle Zeit!).
Die Deko:
Die Deko macht mir persönlich immer am meisten Spaß - und für einen Hauch von Mexiko braucht man gar nicht so viel (zumindest in meiner Vorstellung...). Auf einem Schränkchen richtete ich eine kleine Frida-Kahlo-Ecke ein, mit ein paar Büchern zum Schmökern, Blumen und ein paar kleinen folkloristischen Deko-Elementen.
Außerdem hängte ich verschiedene bunte Girlanden im ganzen Zimmer auf.
Dieses Vintage-Poster habe ich ganz günstig in einem Laden gefunden und natürlich mitgenommen, weil es so gut zum Sommer und zu Mexiko und Frida Kahlo passte. Und ich kann es ganz unabhängig von dieser Party weiterhin verwenden - das ist ein wichtiges Kriterium beim Deko-Kauf, finde ich.
Die Buchstabengirlande trägt den Schriftzug "Feet, what do I need you for - if I have wings to fly" (Füße, wozu brauche ich euch, wenn ich doch Flügel habe). Dieses Zitat von Frida Kahlo gefällt mir sehr gut, und ich bin froh, dass ich es auf diese Weise in die Deko integrieren konnte.
Auch unsere Jahreszeiten-Wand wurde für die Feier umdekoriert: In die Rahmen kamen lauter Portraits und Gemälde von Frida Kahlo, außerdem thematisch passende andere Illustrationen.
Den Tischschmuck hielten wir eher schlicht - ein bunt gemustertes Tuch diente als Tischdecke; eine liebe Freundin (die extra früher vorbei gekommen war um bei den Vorbereitungen zu helfen) bastelte über ein Dutzend Blumen aus Krepp-Papier, die wir auf jeden Platz legten (sie steckten wir uns später in die Haare); ein paar Kapuzinerkresseblüten wurden auf dem Tisch verteilt, und Blumen in kleinen Vasen gab es natürlich auch.
Für die Blumendeko habe ich mal was ganz anderes ausprobiert, und mir im Blumenladen um die Ecke ein paar gelbe Dahlien, Distelblüten, rote Beeren und orange-rote Nelken geben lassen. Zusammen wirkten sie sehr farbenfroh und irgendwie exotisch.
Essen & Trinken
Auf einem kleinen Extra-Tisch war die "Bar" aufgebaut, mit einem großen Wasserspender, Limonaden, Kaffee, Milch und Zucker, Tassen und Gläsern. Damit jede Gästin ihr Glas im Lauf des Nachmittags auch wieder als ihres identifizieren konnte, habe ich aus Kronkorken kleine Frida-Anhänger gebastelt. Diese wurden um den Fuß des Glases gebunden und sahen einfach hübsch aus.
Zum Mittagessen gab es überbackene vegetarische Enchiladas, gefüllt mit Zucchini, Paprika, Mais, Kidneybohnen und Tomaten. Dazu reichte ich saure Sahne und selbst gemachte Guacamole (mit viel Limettensaft). Fotos habe ich davon leider keine gemacht...
Dafür existieren Fotos vom süßen Teil des Essens: Zum Nachtisch gab es einen erfrischenden Melonen-Salat und später eine Schoko-Chili-Tarte.
Melonen-Salat (für (8 Personen)
(aus dem Buch Mexikanische Feste. Die Fiestas der Frida Kahlo)
- 1/2 Wassermelone (mittelgroß und möglichst kernarm)
- 1 Cantaloupe-Melone
- 2 Limetten
- einige Zweige Minze
Den Melonensalat mindestens eine halbe Stunde vor dem Servieren kühlen.
Weil ich beim Chili sehr vorsichtig war, schmeckte die Schokoladenfüllung sehr mild. Beim nächsten Mal verwende ich etwas mehr Chili...
Programm
Auch bei "Erwachsenen-Partys" überlege ich mir im Vorfeld gern ein paar Aktivitäten, mit denen wir uns die Zeit schön vertreiben können.
Noch bevor die anderen Gäste eintrudelten, kümmerte sich meine Schwester um original mexikanische Musik, die den ganzen Nachmittag im Hintergrund spielte - mal dezenter, mal prominenter, und auf jeden Fall sehr authentisch :)
Das Geschenke-Auspacken war der erste Programmpunkt nach dem Essen. Ich finde es schön, sich dafür richtig Zeit zu nehmen und die Geschenke zu würdigen. Die beigelegten Karten habe ich aber erst später gelesen, als alle Gäste gegangen waren und ich Ruhe hatte. So wertschätzende, liebe Worte waren da dabei - ich fühlte mich einfach nur sehr beschenkt und geliebt!
Da bei einem Frida-Kahlo-Fest eine künstlerische Betätigung nicht fehlen durfte, habe ich mir auch dafür etwas überlegt: Wir haben die Vorderseite kleiner Notizhefte mit unseren Fotos und Collage-Elementen beklebt. In Fridas Werk spielt das Selbstportrait ja eine herausragende Rolle, und in dieser Tradition sollte auch das eigene Portrait das zentrale Element der Collagen sein.
Ich liebe es einfach, mit anderen zusammen kreativ zu sein! Es ist immer eine ganz besondere Atmosphäre, wenn alle konzentriert an einem Projekt arbeiten und etwas Schönes erschaffen.
Die Ergebnisse waren sehr individuell und bunt und wunderschön. Und alle hatten Spaß, da bin ich mir sicher.
Was auch nicht fehlen durfte, war eine kleine Foto-Session mit Props. Ich habe extra einen zusammengewachsene-Augenbraue-Prop gebastelt :) Neben der Digitalkamera kam auch meine neue Polaroidkamera zum Einsatz - der erste Film ist jetzt schon verknipst. So schöne Erinnerungen sind dabei entstanden... ich überlege jetzt nur, wie ich sie am Besten in Szene setze.
Als die meisten der Gäste gegangen waren, kamen mein Mann und die Kinder von ihrem ereignisreichen Ausflugstag zurück. Zur Belohnung für ihre Abwesenheit bei der Party durften sie die Piñata zerschlagen, die eine liebe Freundin für die Party mitgebracht hatte. Das war ein großer Spaß (und dauerte tatsächlich eine Weile)!
Weitere Ideen
Es gibt noch so viele andere Ideen, die man im Rahmen einer Frida-Kahlo-Party umsetzen könnte! Ich lasse mich immer gern auf Pinterest inspirieren und habe schon Pinnwände zu allen möglichen Themen erstellt. Falls ihr da mal stöbern möchtet - ihr findet mich unter Reh Schwan.
Meine Frida-Kahlo-Party-Pinnwand findet ihr HIER.
Es war ein wirklich wunderschöner Tag und ich bin einfach nur dankbar für die tollen Frauen, die mir bei den Vorbereitungen geholfen, liebevoll geschriebene Karten und schöne Geschenke mitgebracht und mir gegenüber so viel Wertschätzung gezeigt haben.
Schön, dass ihr dabei wart!
Danke, dass es euch gibt!
(auch alle anderen Lieblingsfrauen, die nicht dabei waren!
Ihr seid mir so wichtig.)
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Montag, 23. Juli 2018
Auf Erdbeerwolke sieben
Ja, wir lieben Erdbeeren!
Leider ist die Erdbeerzeit schon fast wieder vorbei - aber ich wollte doch noch schnell meine persönliche Lieblingserdbeer-Variation mit euch teilen! Denn ich mag meine Erdbeeren am liebsten so, wie es sie in meiner Kindheit immer gab, zubereitet von meiner Mama, mit der allerleckersten Quarkcreme.
Ich mache die Creme ein bisschen anders als meine Mama, aber wann immer ich die Erdbeeren dafür kleinschneide und den Quark glattrühre, denke ich an sie und daran, dass dies wirklich die allerbeste Art und Weise ist, Erdbeeren zu essen! So einfach und erfrischend und fruchtig und einfach nur gut!
Glaubt ihr nicht? Dann probiert es doch mal aus - vielleicht mit den allerletzten Erdbeeren dieser Saison?
Erdbeeren mit Quarkcreme (für uns 4)
Für die Erdbeeren:
- 500-750g Erdbeeren
- 1 Päckchen Vanillezucker
Für die Creme:
- 250g Quark (20% Fett)
- 300g Naturjoghurt
- Zucker, Honig oder Ahornsirup zum Süßen nach Belieben
Quark und Joghurt in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren. Vorsichtig mit Zucker, Honig oder Ahornsirup süßen - die Creme sollte nicht zu süß werden. Ich taste mich Esslöffelweise vor und probiere, bis der Geschmack stimmt. Die fertige Creme ebenfalls in den Kühlschrank stellen.
Zum Servieren zuerst die Erdbeeren auf kleine Schalen verteilen und anschließend die Quarkcreme darauf geben. Je nach Wunsch mit ganzen Erdbeeren dekorieren und genießen.
Variante:
Eine Hälfte der Erdbeeren pürieren. Dann das Erdbeerpüree und die geviertelten Erdbeeren gleich mit Quark, Joghurt und Zucker (oder einem anderen Süßungsmittel) verrühren.
Und was ist eure liebste Art, Erdbeeren zu genießen?
Ich wünsche euch eine genussvolle Woche!
Montag, 4. Juni 2018
Monatsspruch Juni (und ein Rezept...)
Neuer Monat - neues Lettering! Diesmal kam mir, kaum dass ich den Vers gelesen hatte, schon eine Idee für die Gestaltung. Auch mal schön ;-) Es ist aber auch ein handfestes, praktisches Thema, um das es im Juni geht:
Gastfreundschaft.
Ein Stück Leben teilen.
Sich an einen Tisch setzen.
Feiern.
Den riesigen Topf aus dem Keller holen.
Morgens vor dem eigenen Bad anstehen.
Sein Bett für einen anderen Menschen freimachen.
Isomatten ausrollen.
Wein ausschenken.
Zeit haben.
Freunde auf den neusten Stand bringen.
Miteinander lachen.
Und auch mal weinen.
Ein Tischgebet sprechen.
Sich zuprosten.
Koffer im Flur,
und so viele Schuhe...
Alle zusammen.
Und mittendrin,
wir ahnen es nur:
Ein Engel.
Ich finde Gastfreundschaft so wertvoll und schön. Ja, ich habe gerne Gäste, wenn mich das Gastgeberin-Sein auch manchmal ziemlich fordert. Es wird für mich immer ein Lernprozess sein, ein Geben und Bekommen.
Was ich an der Bibel mag, ist (unter vielem anderen), dass sie so ein praktisches Buch ist, alltagsnah und irgendwie auch ... körperlich. Erst heute früh habe ich vom Propheten Elia gelesen, der vollkommen erschöpft und lebensmüde war; er war am Ende. Gott sandte einen Engel zu ihm - und was machte der Engel als allererstes? Er kochte Elia eine stärkende Mahlzeit. Wie wunderbar!
Gott weiß, was wir brauchen. Und er kümmert sich nicht nur um unsere Seele, sondern auch um unseren Körper. Ich mag diese Stelle im Johannes-Evangelium so, wo Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern am See begegnet und ihnen Frühstück macht!
Genau so, wie Gott uns nährt und versorgt und sich um unser leibliches Wohl kümmert, fordert er uns auf, es ihm gleich zu tun: Andere einzuladen und ihnen unsere Gastfreundschaft zuteil werden zu lassen. Das, was er uns anvertraut, sollen und dürfen wir mit anderen teilen.
Wenn Gäste kommen, stellt sich eine Frage meist als erstes: Was soll es zu essen geben? Was koche ich?
Im Sommer finde ich es immer am schönsten, den Grill anzuwerfen und lauter bunte Salate und andere Kleinigkeiten vorzubereiten. Neben dem (vor allem bei meinen Kindern) sehr beliebten Wassermelone-Feta-Salat mache ich zum Grillen gern diesen hier:
Salat mit gegrilltem Gemüse (nach Tim Mälzer*)
Zutaten (für 4-6 Personen)
- 1 mittelgroße Zucchini
- 150g Pilze
- 1 Fenchelknolle
- etwas Olivenöl
- 3 schlanke Karotten
- 1 große rote oder gelbe Paprikaschote
- 3 große Tomaten
- 3 EL dunkler Balsamico-Essig
- 4 EL Olivenöl
- Salz und Pfeffer
1. Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden. Dann längs halbieren und in Scheiben schneiden. Die Pilze putzen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Fenchelknolle halbieren, den Strunk entfernen und die Knolle in schmale Streifen schneiden. Das Gemüse portionsweise in Olivenöl anbraten, bis es schön gebräunt und weich ist, und beiseite stellen.
2. Für das Dressing die Tomaten waschen und auf der Küchenreibe reiben, sodass nur noch die Tomatenhaut übrig bleibt (diese dann wegwerfen). Den Tomatensud mit Balsamico-Essig und Olivenöl verrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
3. Die Paprikaschote waschen, putzen und in dünne Streifen schneiden. Die Karotten schälen und die Enden abschneiden. Dann mit dem Schäler dünne Scheiben abhobeln.
4. Alle Gemüsesorten mit dem Tomaten-Dressing vermengen. Den Salat ggf. mit Salz und Pfeffer nachwürzen und servieren.
Guten Appetit!
* im Originalrezept wird Aubergine verwendet. Da wir nicht so die großen Auberginen-Fans sind, mache ich den Salat stattdessen mit Fenchel. Die Mengen der einzelnen Gemüsesorten lassen sich ganz nach Geschmack (und Personenanzahl) anpassen.
Dieser Salat ist einfach mal was anderes und passt sehr gut zu gegrilltem Fleisch oder Fisch - oder auch mal als leichtes Mittagessen an heißen Tagen.
Und natürlich gibt es auch im Juni das Monatsvers-Lettering wieder für euch zum speichern, ausdrucken und aufhängen:
Ich hoffe, dass es euch gefällt und euch dazu motivert, euer Zuhause für andere Menschen zu öffnen und Gastfreundschaft zu üben!
Habt einen gastfreundlichen, leckeren und gesegneten Juni, ihr Lieben!
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Wir bleiben drinnen
Bei diesem ungemütlichen Wetter, das uns der Oktober in diesem Herbst beschert, haben wir nicht viel Lust auf rausgehen. Manchmal muss es sein, aber am allerliebsten sind wir dieser Tage in unserer warmen Wohnung (Gott sei Dank!) und machen es uns gemütlich.
Langweilig wird uns auch nicht, denn auch drinnen gibt es immer was zu tun:
1) Kneten
Ich hatte ganz vergessen, wie viel Spaß die Kinder dabei haben! Kneten ist wirklich die Beschäftigung, bei der meine beiden (ohne Übertreibung) stundenlang friedlich nebeneinander werkeln können. Ich muss nur dabei sitzen, das genügt. Wobei - für mich ist das schon auch eine Übung: Ich lasse es zu, dass sie die Knete so bearbeiten, wie sie wollen (und wenn am Ende nur noch ein großer, grauer Klumpen übrig bleibt, ist es eben so). Und dass Knetekrümel runterfallen. Und dass die Hände sich hinterher so eklig anfühlen. Mein Ding ist es nicht, das Kneten, aber die Kinder lieben es - und ich lerne...
2) Herbstbäume ans Fenster tupfen
Das war eine schöne, kleine Familienaktion (auch schon für kleine Kinder gut geeignet!): Zuerst klebte ich mit schwarzem Masking Tape (alternativ kann man natürlich auch braunes oder graues Tape verwenden) drei Bäume ans Fenster. Und dann tupften wir alle mit gelber und roter Fingerfarbe drauf los. Die Sauerei hielt sich in Grenzen, der Spaß aber nicht, und jetzt haben wir richtig schöne Herbstbäume am Kinderzimmerfenster.
3) Vorlesen
Darauf hatte ich mich schon lange gefreut: Dass meine Kinder endlich in das Alter kommen, in dem man ihnen "richtige" Geschichten vorlesen kann! Jetzt ist es endlich auch bei meinem Kleinen soweit, und so kuscheln wir uns am Nachmittag oder Abend zusammen aufs Sofa und lesen. Wunderbar!
4) Waffeln backen
Da unser Waffeleisen sein Dasein normalerweise im Keller fristet, benutzen wir es relativ selten. Was schade ist, wie ich finde. Deshalb habe ich es am Dienstag, ganz ohne besonderen Anlass oder Wochenende, mit den Kindern nach oben geholt und leckere Buttermilch-Waffeln gebacken.
Das musste einfach sein!
Buttermilch-Waffeln (ca. 10 Stück)
90g weiche Butter
100g Zucker
2 Eier
200g Mehl (ich nehme Dinkelmehl)
1 Prise Salz
1 gehäufter TL Backpulver
150-200ml Buttermilch
Der Teig sollte zähflüssig vom Löffel tropfen, dann ist er genau richtig!
5) Basteln
Besonders fleißig waren wir in dieser Hinsicht zwar noch nicht, aber ich habe schon eine kleine Liste mit (Herbst-) Bastelprojekten im Kopf, die ich gern mit meinen beiden Süßen angehen würde:
- Klopapierrollen-Skulpturen
- Herbstblätter-Mobile
- diese tolle Apfeldruck-Girlande
- Familie Eichel
- 3D Regenschirm-Karte
- Herbstblätter-Kranz
Damit sollten wir eine Weile beschäftigt sein ;)
6) Gesellschaftsspiele spielen
Spiele sind bei unseren Kindern hoch im Kurs! Besonders beliebt ist derzeit das "Familien-Memory", das ich hier für die Kinder gestaltet und bestellt habe. Das kam und kommt noch immer super gut an!
Mittlerweile ist auch unser Kleiner so gut im Memory spielen, dass wir uns als Eltern echt anstrengen müssen. Und das Schöne ist, dass die beiden das auch zu zweit spielen können, während ich z.B. die Wäsche zusammenlege. Das klappt richtig gut.
Sehr beliebt sind auch (nach wie vor) Lotti Karotti, das Obstgarten-Spiel von haba und natürlich Looping Louie! Mit diesen vier Spielen können wir ganze Nachmittage füllen. Soll es doch regnen und stürmen!
7) Spielzeug wechsel dich!
Jetzt, wo wir wieder viel mehr Zeit drinnen verbringen, ist auch der Moment der Holzeisenbahn gekommen! Die Sommermonate verbrachte sie, von den Kindern vergessen, im Keller, aber im Herbst und Winter darf sie gern wieder bei uns einziehen. Da wird die Freude bei den Kindern (und ihr...) groß sein!
| Ein Herbstspaziergang dann und wann ist auch ganz schön ;) |
Und ihr so? Was sind eure Lieblingsbeschäftigungen in der kalten Jahreszeit?
Erzählt doch mal!
Freitag, 2. Juni 2017
Frühstück 5x anders
Das Frühstück ist, wie man so schön sagt, die wichtige Mahlzeit des Tages. Auf mich trifft das absolut zu - wenn ich morgens nichts esse, ist mir den ganzen Tag lang übel und ich habe keine Kraft. Wenn ich so darüber nachdenke, ist mir das Frühstück sogar die liebste Mahlzeit des Tages!
Ich liebe es, den Tisch zu decken (vor allem, wenn die Kinder noch schlafen und alles ganz still ist) und Gutes aufzutischen und den Tag auf diese Weise mit meinen Lieben zu beginnen. Sehr gern mit frischen Brötchen, Orangensaft, Lachs und weichem Ei, oder auch mit Pancakes, Müsli, Obstsalat... Egal ob herzhaft oder süß - zum Frühstück kann ich eigentlich alles essen.
Eine Zeitlang gab es bei uns jeden Morgen Porridge mit Apfelmark. Das war lecker, aber auf Dauer irgendwie auch langweilig. Ich wollte etwas mehr Vielfalt auf unseren Frühstückstisch bringen, stöberte in Kochbüchern und im Internet, und habe unser Repertoire auf diese Weise erweitert. Jetzt freue ich mich noch mehr auf das Frühstück und darauf, den Kindern etwas Leckeres und Nahrhaftes aufzutischen.
Vielleicht seid ihr ja auch auf der Suche nach ein paar Frühstücksinspirationen für die nächste Woche? Hier sind fünf davon, eine für jeden Tag von Montag bis Freitag. (Samstags gibt es bei uns meistens Pancakes und am Sonntag holt mein Liebster Brötchen vom Bäcker ;))
Montag: Over-Night-Oats mit Fruchtpüree und Toppings
Over-Night-Oats sind so praktisch, weil ich das Frühstück schon am Abend vorbereiten kann und am Morgen nur noch auf den Tisch stellen muss!
Für eine Kinderportion gebe ich zuerst 30g Haferflocken in eine kleine Schüssel (Weckgläser sind dafür auch sehr gut geeignet) und bedecke sie mit der doppelten Menge (also 60ml) Milch. Wir verwenden Kuhmilch, Pflanzenmilch funktioniert aber auch. Dann kommt der Deckel drauf und die Schüssel über Nacht in den Kühlschrank.
Für eine Erwachsenenportion verwende ich 50g Haferflocken und entsprechend 100ml Milch.
Für unser Lieblingsfruchtpüree lasse ich eine Handvoll TK-Erdbeeren über Nacht auftauen. Am Morgen püriere ich die Beeren zusammen mit einer kleinen Banane - fertig. Die Menge reicht für mich und zwei (gar nicht mehr so) kleine Kinder.
Die Over-Night-Oats werden am Frühstückstisch nach Belieben mit Honig oder Ahornsirup gesüßt und mit Fruchtpüree und diversen Toppings (bei uns am liebsten mit verschiedenen Nüssen und Kernen) genossen.
Dienstag: Honey Cloud Pancakes aus dem Ofen
Das Rezept für diese fluffig-leichten Honey Cloud Pancakes aus dem Ofen habe ich auf Pinterest entdeckt und mit Erfolg getestet. Mir gefiel, dass die Pancakes ohne Industriezucker auskommen und die Zubereitung im Ofen sehr schnell und einfach ist. Außerdem hatte ich gerade viele Eier im Kühlschrank, die ich aufbrauchen wollte :)
Ich habe für die Kinder und mich das dreifache Rezept in einer großen Pfanne gemacht, was dann aber doch etwas zu viel war. Beim nächsten Mal nehme ich nur die doppelte Menge. Außerdem habe ich vergessen, den Pancake mit Obst zu bestreuen... das gab es dann einfach so dazu.
Mittwoch: Toast-Muffins mit Schinken und Ei
Für solche Toast-Muffins mit Ei kursieren etliche Rezepte im Internet - ich habe mich im Wesentlichen an dieses hier gehalten und wurde nicht enttäuscht. Für eine vegetarische Variante lässt man den Schinken einfach weg.
Nur noch ein Hinweis am Rande: Es war gut, dass wir Eier in Größe S da hatten - mit größeren Eiern hätte das bei meiner Muffin-Form eine Schweinerei gegeben...
Donnerstag: Smoothie-Bowl
Ok, zugegeben - dieser Trend ist auch schon ein bisschen älter... aber deshalb nicht weniger lecker ;)
Da Obst für uns sowieso IMMER zum Frühstück dazu gehört, bietet es sich an, den Kindern ihre Vitamine mal in dieser Form zu verabreichen. Praktisch finde ich auch, dass man so ziemlich alles verwenden kann, was man gerade im Haus hat (und was man den Kindern unterjubeln möchte - Spinat zum Beispiel!).
In diesem Fall habe ich für die Kinder und mich köstliche Smoothies aus diesen Zutaten gemixt:
- 1 Banane
- 1 große Handvoll TK-Himbeeren
- 1/2 Mango
- 1/4 Galia-Melone
- 1 Avocado
- 1 Schuss Orangensaft
Die Toppings konnte sich jede/r nach Geschmack zusammenstellen; auch da sind der Fantasie (und dem Vorratsschrank...) keine Grenzen gesetzt.
Freitag: Pancake-Muffins
Seit ich auf dieses wunderbar einfache Pancake-Muffins-Rezept gestoßen bin, gibt es sie bei uns jede Woche. Ich verwende allerdings eine Mischung aus hellem Dinkel- und Dinkelvollkornmehl und lasse den Mohn weg. Anstelle der Himbeeren lassen sich auch Heidelbeeren verwenden.
Wenn die Kinder rechtzeitig wach sind, rühren wir den Teig zusammen an, was ihnen unheimlich viel Spaß bereitet (und auch nur unwesentlich länger dauert).
Der Teig reicht bei unserer Muffin-Form übrigens für genau 8 Muffins - die verputzen wir dann entweder mit Ahornsirup oder Agavendicksaft und frischem Obst.
Vielleicht konnte ich euch mit diesen Frühstücksideen ein bisschen inspirieren
- ich wünsche guten Hunger!
Freitag, 24. Februar 2017
Hoffnung und Apfeltraum
HOPEISNOWHERE – als ich diesen neuen WhatsApp-Status eines
meiner Kontakte las, erschrak ich: Hope
is nowhere?! Es gibt keine Hoffnung, nirgendwo?!
Dieser Satz passte so gar nicht zu seinem Verfasser, den ich
als einen brennenden Jesus-Nachfolger kenne. Was war los?
Dann schaute ich nochmal hin, denn ich konnte das einfach
nicht glauben, und plötzlich entdeckte ich in der Aneinanderreihung von
Buchstaben noch eine zweite Lesart: Hope
is now here.
Hoffnung ist JETZT.
HIER.
Das ergab nun einen Sinn. Ich war erleichtert.
Und unglaublich ermutigt!
Was für eine großartige Aussage: Wenn alles hoffnungslos
erscheint, lohnt sich ein zweiter Blick.
Die Hoffnung ist jetzt hier.
Schau genau hin!
Manchmal sind wir verzweifelt, weil die Probleme sich über uns auftürmen und wir das Gefühl haben, wir könnten nichts tun.
Manche Situationen sind so verfahren, dass wir keinen Ausweg sehen - Beziehungen zerbrechen vor unseren Augen und wir sind einfach nur hilflos.
Manchmal reicht die Kraft nicht aus. Aufgaben bleiben liegen, dabei "müssen" wir doch...
Erwartungen bleiben unerfüllt, Sehnsüchte wachsen himmelhoch - und nichts passiert.
Hope is nowhere...
Wirklich?
Ich entscheide mich hier und heute, die Hoffnung zu suchen und zu finden.
Wenigstens einen kleinen Krümel.
Die leise Stimme zu hören, die mir zuflüstert: Ich bin bei dir!
Ich entscheide mich hier und heute, das Gute zu suchen und zu finden.
Kleine Erfolge zu feiern und kleine Katastrophen wegzulachen.
Für die Liebe zu kämpfen, und für nichts sonst...
weil so viele Kämpfe sich nicht lohnen.
Ich entscheide mich hier und heute, das Licht zu suchen und zu finden.
Denn die Sonne scheint, auch wenn ich sie nicht sehe,
und Jesus ist da, auch wenn ich ihn nicht spüre.
Ich entscheide mich heute und hier, den Mut zu suchen und zu finden.
Für mich selbst und für die, die um mich herum mutlos sind.
Denn es gibt so vieles, das die Hoffnung nährt -
und es gibt den Einen, der unsere Hoffnung ist!
Ein kleines Gedicht von Hans-Joachim Eckstein fällt mir dazu ein:
Hoffst du noch oder schon?
Der Volksmund sagt:
"Die Hoffnung
stirbt zuletzt",
und will damit
andeuten, dass
wir Menschen auch
dann noch an einer
Wunschvorstellung
festhalten wollen,
wenn eigentlich schon
alles verloren ist.
Der Glaube spricht:
"Die Hoffnung
lebt als Erstes!",
und begreift damit,
dass in der auf Christus
gegründeten Hoffnung
schon alles gerettet ist,
lange bevor wir selbst
es uns vorstellen
oder auch nur
wünschen können.
Was mir außerdem Hoffnung schenkt?
Ein fröhliches, entspanntes Beisammensein mit meiner Familie
und mit Freunden bei einem guten Essen. Letzte Woche hatte mein Liebster
Geburtstag und für seine Feier machte ich Apfeltraum zum Nachtisch.
Dieses Dessert bereite ich nach einem richtigen
Familienrezept zu – ich habe es von der Schwester meiner Oma bekommen, schon
vor einigen Jahren. Seitdem gehört er zu meinem Standardrepertoire, und ich
habe noch niemanden getroffen, der ihn nicht mochte ;)
Also, wie wär’s: Am Wochenende eine große Schüssel
Apfeltraum, gemeinsam genossen mit lieben Gästen – und hoffnungsvoll in die
neue Woche schauen! :)
Apfeltraum
(für 6-8 Personen)
Ihr braucht:
1 Packung Löffelbisquits
1 großes Glas Apfelmus (oder Apfelmark, am besten
selbstgemachtes!)
250g Magerquark
250g Mascarpone
100g Zucker
100ml Milch
1 Becher Schlagsahne
Zimt und Zucker zum Bestreuen
So geht’s:
Den Boden einer großen, flachen Auflaufform mit 1 Packung
Löffelbisquits auslegen (oder die Bisquits auf kleine Schüsseln verteilen, das sieht auch schön aus).
Das Apfelmus auf den Löffelbisquits verteilen und glatt
streichen.
Magerquark und Mascarpone mit dem Zucker und der Milch
verrühren. Die Sahne steif schlagen und unterheben.
Die Quarkmasse auf dem Apfelmus verteilen.
Den Apfeltraum mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen
lassen.
Kurz vor dem Servieren mit Zimt und Zucker bestreuen.
Guten Appetit!
Ein hoffnungsvolles Wochenende wünsche ich euch!
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