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Mittwoch, 13. Juni 2018

Liebes junges Ich...


Berlin, Juni 2018

Liebes junges Ich,

du bist jetzt vielleicht 15 oder auch 25 Jahre alt, das tut nicht viel zur Sache, denn deine Gedanken über dich selbst sind in all den Jahren ungefähr die gleichen geblieben.
Ich weiß, dass du unzufrieden mit dir bist, dass du dich manchmal sogar überhaupt nicht ertragen kannst. Sätze von anderen, einfach so daher gesagt, gedankenlos, haben dich tief getroffen und verletzt, und du hast ihnen geglaubt: "Deine schlanken Finger passen gar nicht zum Rest deines Körpers." "Wir sind eben beide ein bisschen korpulent."
Stempel, die man dir aufgedrückt hat, hast du wie eine zweite Haut akzeptiert. Die Unsportliche. Die Dicke. Die mit den Hamsterbacken (im Ernst?!).



Ja, diese Worte haben dich geprägt.
Sie haben dazu beitragen, dass du dich nicht wohl in deiner Haut fühltest, dass du dich danach sehntest, eine andere sein zu können. Du hast es versucht, aber du bist immer wieder gescheitert. Wir sind immer wieder gescheitert.

Aber lass dir von mir, deinem 31-jährigen Ich, ein paar Dinge sagen. Erstens:

Sei dankbar für deinen Körper und für das, was er ist. Jetzt.
Mal ehrlich, du wirst nie wieder in deinem Leben so nah dran sein, das gesellschaftlich akzeptierte Schönheitsideal zu erfüllen, wie jetzt! So wie du jetzt bist, mit 15 oder mit 25 - so schön und jung und sportlich und schlank wirst du nie mehr sein! Das ist nicht wirklich wichtig, und es macht dich auch nicht glücklich, aber glaub mir: Nach diesem Körper wirst du dich einmal zurücksehnen und dir wünschen, du hättest ihn mehr gemocht! Denn er ist einfach toll so, wie er ist.
Mir wird immer mehr bewusst, dass ich für meinen Körper im Hier und Jetzt dankbar sein sollte und darf.
So wie er jetzt ist, wird er nicht bleiben.
Er wird sich mit mir zusammen verändern, und das ist auch gut so.
Genieße deine Jugend, solange du sie hast - das steht doch sogar in der Bibel!



Weißt du noch, in diesem einen Sommer, da warst du 14 oder 15, und du hasstest dich selbst so sehr. Es war ein heißer Tag und ein Mädchen aus der Gemeinde, ein paar Jahre älter als du, selbstbewusst, schlank, bewundert, rief dich an und lud dich zum Schwimmen im Baggersee ein. Wow, ausgerechnet DICH! Das tat schon gut... Aber das ging natürlich nicht. Du musstest einen Weg finden, aus der Sache rauszukommen, irgendeine Ausrede musste her. Du bist nicht mitgefahren an den Baggersee an diesem Tag und auch nicht in diesem Sommer, denn du wolltest nicht, dass sie dich im Bikini sehen und über deinen ungeliebten Körper urteilen würde!
Was hätte das für ein schöner Tag werden können, was für ein Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

Lass uns aus dieser Begebenheit lernen und niemals wieder Gemeinschaft und Spaß verpassen, nur weil wir uns wegen unseres Körpers schämen!

Das führt mich zu einem zweiten Gedanken:

Dein Körper ist NICHT dazu da, um anderen zu gefallen!

Verrückt, oder! Dein Körper ist nicht dazu da, um anderen zu gefallen. Lass dir diesen Satz ruhig auf der Zunge zergehen. Du wirst feststellen, er schmeckt süßer als Schokolade. Und wenn du dir diesen Satz immer wieder zuflüsterst, oder ihn deinem Spiegelbild entgegen schmetterst, wirst du merken, dass er etwas in dir freisetzt.
Wie wir uns in unserem Körper fühlen, hat leider sehr viel damit zu tun, was wir glauben, was andere von uns denken.
Und das ist völliger Quatsch. Dein Körper gehört nicht einem anderen Menschen. Er ist auch kein Produkt, über das andere Bewertungen abgeben könnten.  Dein Körper hat nicht die Funktion, nicht den Sinn, irgendwelchen Leuten zu gefallen - dazu hat Gott dich nicht geschaffen! Dafür hat er dir deinen Körper nicht gegeben!



Du bist keine Sklavin - du bist ein freies Kind Gottes!

Neulich habe ich in einem Video zum Thema Bodyshaming gehört, dass der Körperkult und die Reduzierung eines Menschen auf seine äußeren Merkmale letztlich eine "Sklaven-Mentalität" kennzeichnet. Das hat mich sehr berührt. Und ich glaube, dass es stimmt: Wenn ich andere oder mich selbst aufgrund des Körpers bewerte und beurteile (sowohl im Positiven als auch im Negativen), verhalte ich mich ein bisschen wie ein Händler auf dem Sklavenmarkt. Ich sortiere Menschen nach sehr einfachen Kategorien: schön - hässlich, dünn - dick, wertvoll - wertlos. Wie krass!

Wir sind aber keine Sklaven! Du bist keine Sklavin!
Du bist ein erlöstes, freigekauftes, geliebtes Kind Gottes und so viel mehr als nur deine äußere Hülle.
Lass dich frei machen von dieser Sklaven-Mentalität und hör mit der Fleischbeschauung auf - sowohl mit der harschen Beurteilung deines eigenen Körpers, als auch mit der Bewertung anderer.
Denn mal ehrlich: Wie oft schaust du einer anderen Frau auf den Hintern und fragst dich: "Hat sie einen dickeren Hintern als ich?"  Hör damit auf!



Dein Körper hat das gleiche Recht auf Fürsorge, Genuss und Freiheit wie jeder andere auch.

Auch das hört sich für dich vielleicht erst mal wie ein verrückter Gedanke an...
Viel natürlicher ist es für dich, auch im Sommer lange Jeans zu tragen, damit niemand deine "dicken" Oberschenkel wahrnimmt. Oder in diesem schönen Kleid den Bauch einzuziehen, den lieben langen Tag lang. Oder das schulterfreie Top nicht zu kaufen, weil man deine Oberarme zu schwabbelig finden könnte.
Dass du anderen deinen Anblick im Bikini (oder auch im Badeanzug) am Strand ersparen möchtest, hatten wir ja schon. Und wenn du dir an einem heißen Tag ein Eis gönnen willst, fragst du dich zuerst, was die anderen über dich denken könnten (von wegen: "Ach, jetzt stopft die Dicke sich auch noch ein Eis rein!") - und lässt es dann doch lieber sein.

Hallo, geht's noch?!

Damit ist jetzt Schluss! Nicht nur zu 100% dem Schönheitsideal entsprechende Körper (ich wüsste auch gar nicht, wie viele Frauen einen solchen überhaupt haben!) dürfen den Sommer genießen mit allem, was dazu gehört: Schwimmen gehen und luftige Röcke tragen und Eis essen und sich stundenlang in der Sonne braten. Diese Vergnügungen sind für alle da. Tatsache!
Also gönn deinen Beinen eine frische Brise und deinen Schultern die warmen Sonnenstrahlen. Gönn deiner Zunge ein schönes, kühles Eis und deiner Haut ganz viel Vitamin D.

Und wenn du dich jetzt schon wieder fragst: Aber was werden die anderen denken?, dann scrollst du bitte zurück und liest den Text ab "Dein Körper ist NICHT dazu da, um anderen zu gefallen" nochmal.



Du darfst deinen Körper lieben!

Schon wieder so ein verwegener Satz. Ich weiß, du hast mit deinem Körper nicht viel am Hut. Wenn du dich mit ihm beschäftigst, dann im Sinne von Kritik und Abwertung.
Du hast es nicht gelernt, dich um ihn zu kümmern, ihn zu pflegen und ihn zu lieben - das kam dir immer "weltlich" und total oberflächlich vor. Worauf es ankommt, ist doch das Herz, die Seele, der Geist - der unsichtbare Kern deines Wesens. Und in gewisser Weise stimmt das auch, du brauchst jetzt nicht in eine wahnhafte Körperoptimierung zu verfallen!
Aber: Du bist auch Körper. Gott hat dir nicht nur Herz, Geist und Seele gegeben, sondern auch einen Körper. Auch er ist eine gute Gabe Gottes. Auch für ihn bist du verantwortlich.

Deshalb hör bitte auf, deinen Körper dafür zu bestrafen, dass er nicht so ist, wie er deiner Meinung nach aussehen sollte.
Ich bin gerade dabei, das zu lernen: Auf meinen Körper zu hören, seine Signale ernst zu nehmen und ihm Gutes zu tun. Dann wirst du dich auch immer mehr in ihm zu Hause fühlen können - wenn es ihm gut geht!

Probier's doch mal aus, und geh mit deinem Körper so um wie mit einem geliebten Menschen.


Es wird besser!

Ich habe weiter oben geschrieben, dass dein Körper nie wieder so sehr dem allgemein akzeptieren Schönheitsideal entsprechen wird, wie heute. Aber damit meine ich NICHT, dass du dich nie wieder so wohl in deinem Körper fühlen wirst.
Paradoxerweise fühle ich mich heute, mit 31 Jahren, 10kg mehr auf den Rippen und zahlreichen Schwangerschaftsstreifen am Bauch wohler in meiner Haut als in deinem Alter! Objektiv gesehen habe ich dazu wahrscheinlich keinen Grund. Aber vielleicht werde ich ja doch immer weiser mit den Jahren... und lerne dazu.
Ja, ich mag mich wirklich immer lieber. Und das, obwohl ich aktuell nicht auf einen Diäterfolg oder sportliche Höchstleistungen zurückschauen kann.
Wenn ich in den Spiegel schaue, dann mag ich mich - an den meisten Tagen. Das ist so ein befreiendes Gefühl!

Ich will nicht länger eine andere sein - und ich akzeptiere mich mehr und mehr so wie ich bin.
Mit allen Dellen und Falten und Röllchen und Kilos und Streifen.
Sie gehören zu mir und zu meiner Geschichte.
Und gleichzeitig bin ich so viel mehr als sie, so viel mehr als meine Hülle und das, was ich (oder andere) darüber denken. (Meistens denken die anderen übrigens eh viel weniger über dich nach, als du vermutest. Wirklich wahr!)


Es gäbe zu diesem Thema noch vieles zu sagen, aber lass mich für heute schließen.
Was ich dir und mir wünsche, ist, dass wir beide uns diese Worte zu Herzen nehmen und dass sie uns verändern. Dass unser 41-jähriges Ich lächelnd auf uns schaut und sagt: "Jetzt haben sie's verstanden!"

Ich wünsche dir, dass du lernst, deinen Körper zu lieben und ihn anzunehmen als das, was er ist: ein wahres Wunderwerk, ein einzigartiges Geschenk Gottes an dich!

Mach was draus!

dein Ich








Montag, 12. Februar 2018

Wertvolle Hochsensibilität


Am Samstagabend kuschelten wir uns alle zusammen auf die Couch. Nach dem Baden dürfen die Kinder immer einen kleinen Film schauen und manchmal bereite ich dafür das Abendessen als kleine leckere Häppchen vor. Das ist immer richtig schön, nicht nur für die Kinder.
Als wir so auf dem Sofa saßen, fiel mein Blick auf einige Eukalyptus-Zweige, die wir am Vormittag gekauft hatten und die nun in einer kleinen Vase auf dem Regal standen. Es waren nur ganz kleine Zweige, so einfach und schlicht, aber ihr Anblick berührte mich auf einmal so sehr, ihre Schönheit ließ eine Saite meiner Seele ganz leise klingen und ich freute mich unheimlich über dieses Stück Natur in unserem Zuhause. Für einen Moment blendete ich alles andere aus, Film, Abendessen, meine Familie, und war ganz bei den Eukalyptus-Zweigen.

Und so geht es mir oft. Ich denke, dass diese Art der tiefen Wahrnehmung mit meiner Hochsensibilität zu tun hat - und dass diese Fähigkeit eine Stärke ist.
Häufig habe ich den Eindruck, die Hochsensibilität würde mir den Alltag erschweren, den Umgang mit meinen Kindern und Menschen im Allgemeinen - die ständige Überreizung, die Grübelei, die Empfindlichkeit - all das würde ich eher als Schwäche bezeichnen.
Aber Hochsensibilität hat auch sehr schöne, wertvolle Seiten, ja, Vorteile, die ich in meinem Leben genieße und die mich als Person ausmachen. Wenn ich die Möglichkeit hätte, von heute an normalsensibel zu sein - ich würde sie ausschlagen. Denn auf diese positiven Effekte möchte ich nicht verzichten:

1. Starkes Wahrnehmen von Schönheit und Ästhetik
Das habe ich oben ja schon ein bisschen beschrieben: Schöne Dinge, wie Blumen oder Naturphänomene, Gedichte, Musik und ganz besonders Kunst haben eine starke Wirkung auf mich. Es macht für mich zum Beispiel immer einen riesigen Unterschied in unserem Zuhause, wenn wir frische Blumen da haben. Ich kann mich an ihnen kaum satt sehen. Ich liebe es auch, Bildbände durchzublättern, wieder und wieder. Ich brauche Schönheit für meinen "Augenhunger" und als Kraftquelle für den Alltag.

2. Kreativität 
Ohne meine Hochsensibilität wäre ich sicherlich keine "Künstlerin". Dieses Bedürfnis, selbst etwas Schönes zu schaffen, hängt ganz eng mit dem tiefen Empfinden für Schönheit zusammen.
Es ist interessant, dass meine Kreativität zu einem Zeitpunkt so "explodiert" ist, als ich mir über mein hochsensibles Wesen klar wurde. Für mich ist Kreativität ein wichtiges Hilfsmittel, mit der Hochsensibilität umzugehen und aufzutanken. Gleichzeitig liefert mir meine hochsensible Wahrnehmung ständig neues Futter für das künstlerische Schaffen.



3. Starkes Empfinden positiver Gefühle
Natürlich kenne ich nur meine Art der Wahrnehmung und es ist gar nicht so einfach, zu beschreiben, wie ich Dinge empfinde. Aber mein Eindruck ist, dass ich sowohl negative als auch positive Gefühle überdurchschnittlich stark wahrnehme und erlebe. Das können meine eigenen Emotionen sein, aber auch die anderer Menschen. Manchmal bin ich so glücklich, dass ich platzen könnte, dass mein Herz gar nicht groß genug ist, um all das Glück zu fassen. Ich bin oft zu Tränen gerührt, bekomme eine Gänsehaut, merke plötzlich, dass mein Herz springt.
Ja, als Hochsensible nehme ich das Leben auch mit seinen Höhen intensiver wahr und macht die Sache richtig interessant!

4. Fähigkeit, genau zu beobachten und Situationen/Informationen schnell zu erfassen
Hochsensible haben, so habe ich irgendwo gelesen, keinen Filter, der die Informationen, die auf uns einprasseln, in "wichtig" oder "unwichtig" sortiert. Für sie ist viel mehr "wichtig" als für normalsensible Menschen.
Diese Besonderheit führt bei mir regelmäßig zu einem Gefühl der Überreizung.
Ich habe aber auch festgestellt, dass ich dadurch in der Lage bin, Situationen und Informationen sehr schnell zu erfassen. Ich beobachte viel und genau, und ich verstehe fast immer sofort, was los ist. Das ist eine sehr hilfreiche Gabe, gerade auch als Mama.

5. Gute Intuition und Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen
Ganz salopp gesagt: Ich habe sehr oft Recht ;-) Meine Gefühle trügen mich selten und mein Mann musste bereits häufiger feststellen, dass ich es "schon vorher wusste".
Ich dachte immer, das wäre so ein "weibliches" Ding, aber inzwischen sehe ich diese Fähigkeit eher im Zusammenhang mit Hochsensibilität. Oft sind die Dinge, die ich spüre, nicht wirklich greifbar; ich kann nicht unbedingt erklären, warum ich diesen und nicht jenen Weg für richtig halte, aber am Ende hat sich oft mein erster Eindruck bestätigt.




6. Ein fein eingestelltes Gewissen
Schon als Kind konnte ich nicht einschlafen, wenn ich mir den Tag über etwas hatte zuschulden kommen lassen. Ich musste aufstehen und zu meinen Eltern gehen, um zu beichten oder mich zu entschuldigen. Ansonsten ließ mir mein Gewissen keine Ruhe.
Das ist auch heute noch so. Ich bin mir ziemlich schnell meiner Vergehen bewusst und kann es dann nicht ertragen, wenn etwas zwischen mir und einem anderen Menschen steht.
Eine Zeitlang empfand ich dieses fein eingestellte Gewissen, das bei jeder scheinbaren "Kleinigkeit" Alarm schlug, als störend. Ich fragte mich, ob ich es nicht übertrieb. Aber auch diese Eigenschaft habe ich schätzen gelernt. Sie ist wertvoll, weil sie Frieden stiftet und weil sie mir zeigt, was Gottes Wille ist und wo ich noch nicht danach lebe.

7. Reiche Gedankenwelt und buntes Innenleben
Ja, die ewige Grübelei ist schon anstrengend. Aber auf der anderen Seite schätze ich es, mir tiefgründige Gedanken zu machen und in einer reichen inneren Welt zu Hause zu sein, voller Ideen, Erinnerungen, Bilder...
Natürlich bin ich auch mal gedankenlos, aber insgesamt halte ich mich für eine bewusste Person mit Tiefgang - und Phantasie. Dass ich überhaupt angefangen habe, zu bloggen, hat auch viel damit zu tun.
Und wenn mir mal alles zu viel wird, kann ich abtauchen in diese bunte Innenwelt. Brigitte Schorr hat diese in ihrem Buch Hochsensible Mütter als "Schatzkammer" beschrieben und ich finde die Metapher sehr passend. In meiner inneren Schatzkammer liegen ganz lebendige Erinnerungen, Bilder, positive Gefühle, schöne Sätze... die ich mir jederzeit betrachten und an denen ich mich freuen kann.



Hochsensibilität erscheint uns manchmal als Schwäche, als eine Bürde, die wir tragen müssen. Das mag in vielen Situationen auch so sein.
Gleichzeitig halte ich mein hochsensibles Wesen mehr und mehr für ein Geschenk, für eine Gabe Gottes. Er hat mich so gewollt, er hat mich so gemacht, und er verfolgt damit ein Ziel. Zu der Person, die ich in Gottes Augen bin und werden soll, gehört auch die Hochsensibilität, meine Kreativität, meine Intuition, mein Innenleben.
Und wir haben alle die Aufgabe, Gott zu lieben und ihn zu verherrlichen, mit unserem ganzen Leben, mit unserem ganzen Wesen - als die, die wir sind, normalsensibel oder hochsensibel, künstlerisch oder naturwissenschaftlich begabt, in der Stadt oder auf dem Dorf, alleinstehend oder mit Familie, groß oder klein, traurig oder fröhlich.




Mittwoch, 9. März 2016

Ich...





…bin dankbar!
Denn: Es geht uns gut. Dieses Leben ist schön und ich würde kein anderes haben wollen.
Wenn ich auf die vergangenen Jahre zurückschaue, dann hat Gott alles gut gemacht. Ich bin jetzt so gern Mama und so gern mit den Kindern zu Hause, wie ich es mir lange nicht hätte vorstellen können. In den ersten Monaten mit unserer Großen fiel mir alles so schwer und ich wollte einfach nur raus – was habe ich da gebetet und gehofft, dass ich diese Lebensphase einmal so annehmen könnte wie sie ist! Ja, Gott hat es gut gemacht, und sogar viel besser als ich es erbeten hatte.
Denn es gibt diesen Blog, und es gibt Texte und Zeichnungen und Bilder, die allesamt nicht entstanden wären ohne mein Mama-Sein und mein anfängliches Hadern damit.
Dafür bin ich also dankbar. Und für meine wunderbare Familie. Für treue, liebe Freundinnen. Danke für das Wort und die Farbe. Danke für das Jetzt und Hier.


… atme Frühling.
Irgendwie ist jeder Frühling für mich wie der allererste überhaupt. Und ich glaube, das geht vielen so: Jedes Jahr neu geraten wir ins Staunen über das Erwachen der Natur, immer und immer wieder neu begeistern uns die Krokusspitzen und das Vogelgezwitscher und das Licht. Wenn wir den Winter so richtig satt haben, wenn es einfach genug ist mit der Kälte und dem Grau, dann biegt garantiert der Frühling um die Ecke, um uns zu erlösen.
Und auch wenn ich wohl eigentlich eher der Typ Stubenhocker bin und nun wirklich keinen grünen Daumen habe, lockt mich der Frühling mühelos ins Freie. Heute waren wir zum ersten Mal im Britzer Garten spazieren, und das war wundervoll! Fast täglich kaufe ich neue Blumen: Tulpen! Ranunkeln! Narzissen! und kann mich gar nicht an ihnen sattsehen. Auch mein Skizzenbuch ist schon ganz voll von Schneeglöckchen…

vorher...
… versinke im kreativen Chaos (und genieße es!).
Auf meinem Schreibtisch häufen sich die Projekte: Plastikeier zum Bemalen und Bekleben mit Noemi, Seidenpapier von unserer letzten Bastelaktion, mein Kalender, Aquarellkasten samt Pinsel und Wasserglas, zwei Skizzenbücher, die Kamera, ein paar frisch ausgedruckte Fotos, zu beantwortende Briefe, das supercraft-Kit mit Fimo, Kaktus-Samen und Makramee-Garn, Bücher, Hosen der Kinder (mit Löchern an den Knien…), die neue flow, Geodreieck, Tesa-Krepp, drei (!) leere Wassergläser (da ich mir ja vorgenommen habe, mehr zu trinken) – und natürlich mein Laptop.
Vielleicht Sicher will ich immer zu viel auf einmal: Kinder, Ehe und Haushalt + Freunde + Blog + 365-Tage-Projekt + Online-Malkurs von Alisa Burke + Hauskreis + Artikel schreiben + Kinderseite des Gemeindebriefs + Tischkarten für eine Hochzeit entwerfen und anfertigen (in 200-facher Ausführung…) + Oster-Deko + supercraft-Basteleien…
Joa, das ist gar nicht so wenig. Aber irgendwie tut mir das auch gut. Und ich bin vor allem dankbar, dass meine Kinder und mein Mann mir all das „Nebenbei“ ermöglichen. Ohne ihre Kooperation und Unterstützung wäre es gerade überhaupt nicht drin, dass ich meine Kreativität so entfalten kann.

nachher!
… zaudere.
Im April findet ein Redaktionstreffen der Zeitschrift family statt – und ich bin dazu eingeladen! In den letzten Jahren habe ich wegen der Kinder immer absagen müssen, aber dieses Mal sind die Rahmenbedingungen ganz anders. Mein Liebster ist bereit, sich frei zu nehmen und ich traue es ihm absolut zu, die Kinder und alles Drumherum zwei Tage lang allein zu managen. Trotzdem habe ich noch nicht zugesagt. Ich zögere noch. Natürlich mache ich mir Gedanken, wie es den Kindern (und vor allem meinem Kleinen, von dem ich noch nie so lange getrennt war!) ohne mich ergehen wird. Aber der Hauptgrund für mein Zaudern liegt eher in meiner eigenen Unsicherheit. So sehr ich mich manchmal danach sehne, ein paar Tage „kinderfrei“ zu haben, so komisch fühle ich mich dann, wenn ich mal ohne sie unterwegs bin. Dann bin ich nämlich nur noch Ich. Dann kann ich mich nicht mehr hinter den Kindern, hinter Falko oder hinter meiner Mama-Rolle verstecken.
Als ich meinem Mann von meinen Bedenken erzählte, erwiderte er ganz trocken: „Na, das ist doch dann nur ein Grund, hinzufahren!“ Damit hat er sicher recht (dieser Mann ist weise!) – und dennoch: Bisher habe ich mich nicht zu einem Ja durchringen können.
Und ich zögere noch an einer anderen Front: Eine Bekannte, deren Tochter von einem Kirchenmitarbeiter sexuell missbraucht wurde, fragte mich, ob ich ihr beim Verfassen eines Artikels über den Prozess und ihre Petition behilflich sein könnte. Bisher habe ich auf diese Anfrage noch nicht reagiert – weil mir die ganze Thematik Angst macht, weil ich mich unsicher fühle und nicht weiß, ob ich damit angemessen umgehen kann. Auf der anderen Seite habe ich hier die Möglichkeit, meine Fähigkeit zu Schreiben (hoffentlich!) zum Wohl anderer einzusetzen und mich für ein Thema zu engagieren, das unheimlich wichtig ist.
Kennt ihr das – diese Angst vor der eigenen Courage?


… bin nicht mehr die alte.
Mein Gewichtsverlustvorhaben hat deutlich an Schwung verloren, die Kilos wollen nicht so recht runter. Was natürlich auch daran liegt, dass ich das Verzichten satt habe und das Leben einfach zu lecker ist. Ich merke einfach, dass ich die Energie brauche – für die Kinder und für mich. Als ich vor Jahren den ersten Versuch machte, abzunehmen, gelang mir dies auch einigermaßen spielend. Jetzt, nach zwei Entbindungen und mit zwei quirligen Kleinkindern sieht das ganz anders aus. Wenn ich nicht so viel esse, wie mein Körper es möchte, fehlt mir schlicht und einfach die Kraft für den Alltag. Mal abgesehen von meiner Laune, die dann in den Keller rauscht…
Mir wird mehr und mehr bewusst, dass dieser „alte“ und (für meine Verhältnisse) schlanke Körper der Vergangenheit angehört. Ich werde nie wieder so aussehen wie auf den Fotos von 2010. Und irgendwie ist das auch ok. Das waren andere Zeiten. Gute Zeiten, ja, aber in denen lebe ich jetzt gerade auch. Vielleicht braucht mein „Mama-Ich“ genau diese Form. Dies ist möglicherweise der Raum, den ich jetzt einnehmen muss – auch wenn er nicht ganz dem gängigen Schönheitsideal (by the way - was ist das überhaupt?) entspricht.
Der Abnehmplan steht nach wie vor, ein paar Kilos sollten schon noch runter. Aber ich bin bereit, mir selbst etwas mehr Zeit dafür zu gönnen. Es muss langfristig funktionieren, sonst habe ich ja gleich alles wieder drauf. Es muss für meine aktuelle Lebensphase passen und Hand in Hand damit gehen, dass ich immer mehr lerne, mich selbst zu mögen.



… lese Markus 9.

„Dies ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören:
‚Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.
Wenn jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener.
Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf;
und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
Wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf’s von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen.
Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!‘“




… bin eigentlich schon das, was ich sein möchte. (Jedenfalls ein bisschen)
In einem meiner letzten Einträge schrieb ich darüber, dass ich am liebsten Künstlerin (ARTIST!) und Schriftstellerin (WRITER!) sein möchte. Interessanterweise erntete ich daraufhin sehr viel Bestätigung. Meine allerliebste Schwägerin schrieb mir sogar extra einen Brief, um mich zu ermutigen, diesen Weg einzuschlagen.
Auch eine inzwischen langjährige (!) Freundin ging in einem Brief auf meinen Lebenswunsch ein: „Ich finde es total toll, dass du schon jetzt das auslebst, was du sein möchtest – Künstlerin und Autorin. Es ist auch total schön zu sehen, wie viel Spaß es dir macht, diese beiden Wünsche in deinem Blog auszuleben!“ Als ich diese Zeilen las, wurde mir erst bewusst, dass es stimmt: Ich bin schon das, was ich sein möchte – jedenfalls ein bisschen! Mir wurde klar, dass ich nicht nach zukünftigen Chancen und Möglichkeiten haschen muss, sondern im Hier und Jetzt bereits die sein kann, die ich sein will. Ich bin mir sicher, dass diese Erkenntnis einen positiven Effekt auf meine Psyche und mein Schaffen haben wird – DANKE! 



Montag, 8. Juni 2015

Mein Schwimmbadtrauma


Da ist er wieder – der Sommer! Alle Jahre wieder freuen sich Menschen auf die warme Jahreszeit, auf lange, laue Abende, auf Sonnenbaden, Eisbecher, Shorts, Sommerkleidchen und Bikinis. Alle außer mir… Ok, gegen Eisbecher kann man nun wirklich nichts haben, und dass die Tage gerade länger und sonniger sind, mag ich auch. Trotzdem ist mir der Winter in mancherlei Hinsicht lieber, vor allem aber aus diesem Grund: Im Winter kann ich dicke Schlabberpullis tragen, Strumpfhosen und Jeans. Schlabberpullis sind toll, denn sie verdecken Speckrollen ganz prima. Der Winter ist toll, weil ich mich da verhüllen kann, und niemand erwartet, mich im Bikini am See anzutreffen.
Jetzt aber ist wieder Sommer, und ich fühle mich schrecklich unwohl in meiner Haut (weil die Temperaturen mich zwingen, mehr davon zu zeigen, als mir lieb ist). Der Sommer ist ein großer Enthüller. Das mag ich an ihm nicht. Und ganz verschämt löffle ich meinen Eisbecher, denn jemand mit solchen Oberschenkeln sollte lieber kein Eis essen. Wenn Falko vorschlägt, den Samstag doch im Schwimmbad zu verbringen, verweise ich ihn auf die Gardinenstangen, die noch angebohrt werden müssen, und darauf, dass wir gerade keine Sonnencreme für die Kinder da haben. ..

Ach, diese falsche Scham verdirbt einem doch alles. Als ich neulich mit meiner Schwester einkaufen war und zu ihr sagte, dass ich in meinem Leben wohl nie wieder einen Bikini tragen werde (obwohl es ja so viele wunderschöne Teile gibt…), meinte sie nur: „Ist doch egal, was die anderen denken.“ Das stimmt natürlich – aber was denke ich eigentlich selber darüber?
Ich erinnere mich an einen Sommer vor über 12 Jahren, als wir noch im schönen Hessenland lebten, und mich ein Mädchen aus dem Jugendkreis anrief: Ob ich nicht Lust hätte, mit ihr an den Baggersee zu fahren. Es war ein heißer Tag, ich hatte nichts vor und ich mochte das Mädchen, fühlte mich sogar irgendwie geschmeichelt, dass sie mich gefragt hatte. Trotzdem erfand ich irgendeine Ausrede, warum ich unbedingt zu Hause bleiben (und mich verhüllen) musste… denn ich fühlte mich zu dick und wollte nicht, dass mich jemand im Badeanzug sah (damals besaß ich noch nicht einmal einen Bikini). Heute würde ich meinem jüngeren Ich gern zurufen: „Du hättest ruhig mitfahren können. Du warst nicht dick. Nicht im Vergleich zu heute…“

Gegenbeispiel:
Letztes Jahr plante ich, meine liebe Freundin Ulrike in Münster zu besuchen. Als der Besuch immer konkretere Formen annahm, schlug sie unter anderem vor, schwimmen zu gehen. Meine spontane Reaktion darauf: NO WAY! Wie eigentlich alle meine Freundinnen ist auch Ulrike hübsch und schlank, und ich wollte neben ihr nicht wie ein Fleischklops erscheinen (ok, zu dem Zeitpunkt war ich schwanger, aber es gibt ja auch schlanke Schwangere…). Nur, was hätte ich ihr denn als Begründung sagen sollen? Irgendwie war mir durchaus klar, dass ich mir gerade bescheuerte Gedanken machte. Und im Schwimmbad war ich ewig nicht mehr gewesen. Ich hatte Lust darauf, schwimmen zu gehen. So schluckte ich meine Bedenken herunter und wir gingen tatsächlich ins Schwimmbad, verbrachten eine richtig schöne Freundinnenzeit dort und ich dachte (fast) gar nicht darüber nach, wie ein Fleischklops auszusehen…

Das ist (mal wieder) kein einfaches Thema für mich, und ich kämpfe (mal wieder) sehr mit mir. Das Wort „Abnehmen“ hängt gerade in der Luft, setzt sich immer häufiger auf den dafür vorgesehenen Platz in meinen Gedanken, und die Lust auf Schokolade steigt parallel dazu exponentiell an…
Ich möchte mich wieder leichter fühlen und in die Vor-Noemi-Klamotten passen, die in meinem Schrank vor sich hin vegetieren. Gleichzeitig ist mir klar, dass Selbstannahme das noch viel dringendere Thema ist als das Vorhaben „Abnehmen“. Egal, wie viele Kilos ich verlieren würde – am Ende blieben doch immer noch tausend Dinge übrig, die ich an mir nicht mag. Letztlich wäre ich ja doch nie zufrieden.

Aber jetzt ist Sommer, Schwimmbadzeit, und ich bin Mama. Eine schwimmbadmuffelige Mama. Mit einer quirligen fast Zwei-Jährigen, die viel Spaß in der Badewanne hat und es im Schwimmbad bestimmt super fände. Wenn wir denn hingingen, alle zusammen. Und wenn wir im Schwimmbad (oder am See) wären – wie würde ich mich verhalten? Säße ich mit verkniffenem Mund und fest in ein XXL-Handtuch gewickelt auf der Wiese, während Noemi mir vom Beckenrand zuriefe: „Mama, Mama!“ und mit Papa die beste Zeit ihres Lebens verbrächte? Hm, so eine Mutter möchte ich eigentlich nicht sein.

Vielmehr möchte ich eine Mama sein, die weich ist und mit der man gut kuscheln kann.
Eine Mama, die sich in ihrem Körper wohlfühlt, obwohl er nicht perfekt ist,
und die darüber nachdenkt, was sie ihren Kindern Gutes tun kann,
anstatt sich einen Kopf zu machen, ob sie dabei wohl fett aussieht
oder was andere von ihren Oberschenkel halten könnten.
Ich möchte eine Mama sein, die (fast) jeden Quatsch mitmacht:
Arschbomben, Grimassen, lustige Schmink-Experimente.
Die sich was traut und Mut zur Hässlichkeit hat.
Deren Schönheit von innen kommt, weil sie nämlich Liebe hat.
Richtig viel davon.
Die ihren Eisbecher mit Genuss löffelt und sich selber jede Kalorie gönnt.
Weil gerade verdammt nochmal Sommer ist.






Mittwoch, 18. Februar 2015

Du bist schön #1



Du bist wunderbar gemacht!

Aus und zu Psalm 139


Ich danke dir dafür,
und möchte diese Dankbarkeit immer mehr lernen,
möchte sie anziehen wie eine zweite Haut,
dass ich wunderbar gemacht bin;
möchte immer wieder neu das Staunen üben,
das Wunder sehen, mich über deine Kreativität begeistern,
möchte Falten feiern, Streifen streicheln, Pfunde pflegen
wunderbar sind deine Werke;
entzückend
fantastisch
zauberhaft
grandios
atemberaubend
das erkennt meine Seele.
- leider nicht immer
(sie ist ein bisschen schwer von Begriff)
aber immer ein bisschen mehr…
Es war dir mein Gebein nicht verborgen,
meine Nieren, meine Knochen, alle Nervenzellen, Haut und Haar
als ich im Verborgenen
im Körper meiner Mutter
unsichtbar für Menschenaugen
in Dunkelheit
ein Geheimnis
zerbrechlich, vergänglich, bedroht
gemacht wurde,
kunstvoll geformt
individuell gestaltet
durch deine Künstlerhände
ein Meisterwerk
als ich gebildet wurde unten in der Erde
zunächst nur ein Gedanke
ein sehnlicher Wunsch
DEIN sehnlicher Wunsch…
Deine Augen sahen mich,
liebevoll
neugierig
wissend
gespannt
zärtlich
als ich noch nicht bereitet war,
nur ein Zellhaufen
noch kaum von menschlicher Gestalt
hilflos
nackt
unförmig
und alle Tage waren in dein Buch geschrieben,
auch alle Nächte
helle Stunden, dunkle Stunden
zähe Minuten
gefühlte Ewigkeiten
Schreckensmomente
Glückssekunden
die noch werden sollten und von denen keiner da war.
Die du mir zum Geschenk machen wolltest
Die ich gestalten kann und darf
Die angefüllt sind
Mit noch so viel mehr guten Gaben
Mit Zeit
Und Menschen
Und Arbeit
Und Lachen
Und Tränen
Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!
Rätselhaft
Unverständlich
Wundersam
Lädst mich zum Vertrauen ein:
Gedanken des Friedens,
und nicht des Leides…
Wie ist ihre Summe so groß!
Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:
(Und ich war doch noch nie gut in Mathe…)
Am Ende bin ich noch immer bei dir.
So wie am Anfang
Und zwischendurch
Jederzeit:
Dir nahe zu sein
Ist mein Glück