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Samstag, 15. Dezember 2018

15. Türchen



15. Türchen: (Geschenk-) Anhänger aus Bügelperlen




Meine Tochter ist seit Wochen (wenn nicht Monaten) im Bügelperlen-Fieber. Aus dem Kindergarten bringt sie fertig gebügelte Figuren mit nach Hause, die sie mir nicht selten schenkt, und bei uns zu Hause warten ihre gelegten Kreationen tagelang darauf, von mir gebügelt zu werden...
Ich kann ihre Faszination durchaus verstehen. Mir macht das Bügelperlen-Stecken auch sehr viel Spaß - nur das Bügeln nicht so sehr... und ich weiß auch nicht, was wir mit all den kunterbunten (und recht fragilen) Tieren, Autos, Flugzeugen, Blumen, Herzen... anfangen sollen.

In der Vorweihnachtszeit kam mir eine Idee zur sinnvollen Bügelperlenbilder-Verwertung: Wir könnten doch eigentlich Geschenkanhänger aus den kleinen bunten Plastikdingern machen!
Und das taten wir dann auch, an einem gemütlichen Sonntagnachmittag:




Um einen möglichst einheitlichen Look zu erzielen, haben wir vorher gemeinsam vier Perlenfarben ausgesucht und nur diese benutzt. Man kann aber natürlich auch querbeet alles an Perlen verwenden, was man da hat. Auch was die Steckformen angeht, haben wir uns ein bisschen eingeschränkt: auf Sechseck, Kreis und Quadrat. 


Und dann steckten wir ziemlich planlos drauf los. Ich steckte hauptsächlich Schneeflocken, bevor ich auf die Idee kam, einen Elch-Anhänger zu versuchen.
Meine Tochter war da kreativer; von ihr stammen u.a. ein Dromedar und die Arche Noah (auf dem unteren Bild ganz rechts).

Wichtig ist natürlich, an strategischer Position ein oder zwei Perlen auszulassen, sodass nach dem Bügeln dort ein kleines Loch für einen Faden übrig bleibt.
Durch ebendieses zogen wir ein Stück Bäckergarn - fertig ist der Anhänger!

Auf die glatt gebügelte Seite werden wir die Namen der glücklichen Beschenkten schreiben.
An sich kann man die Anhänger aber auch für den Weihnachtsbaum oder für Türkränze verwenden - da sind der weihnachtlichen Fantasie keine Grenzen gesetzt :)




 Viel Spaß beim Nachbasteln wünschen meine große Tochter und ich! 

 PS: Eine richtige DIY-Bloggerin wird aus mir wahrscheinlich nicht mehr... dafür sind die Fotos ganz aus dem Leben gegriffen! An einem Sonntagnachmittag im Advent sind die Lichtverhältnisse eben leider nicht so gut...



Mittwoch, 26. September 2018

Herbstzeit - Kreativzeit!


{enthält Eigenwerbung und Verlinkungen}
So sehr ich den Sommer mag (und flatternde Kleider und Wassermelone und Schwimmen im See) - wenn der Herbst kommt, freue ich mich jedes Jahr. So sehr!
Ich freue mich auf Kürbissuppe, Kerzen, kuschelige Pullover, Apfelkuchen und: Basteln. Wenn es draußen kühler und ungemütlicher wird, dürfen wir endlich drinnen bleiben und das tun, was ich am allerliebsten mag. Und das tun wir dann auch ganz hemmungslos!

Falls ihr ein paar Inspirationen braucht, was man in dieser goldenen Herbstzeit so alles an kreativen Dingen anstellen könnte - hier kommen sie:


3D Kürbis (oder Apfel?) aus Tonkarton


Schon vor ein oder zwei Wochen habe ich beim Discounter um die Ecke ein herbstliches Bastelset mit verschiedenen bedruckten Papieren und Anleitungen für verschiedene Projekte mitgenommen. Ich finde dieses saisonalen Sets immer ganz schön - oft verwende ich die Papiere fürs Art Journaling oder zum Gestalten unseres Fotoalbums. 
Als ich die Kinder fragte, ob sie Lust hätten, etwas zu basteln, waren sie gleich Feuer und Flamme (zumindest meine Tochter kommt da, Gott sei Dank, nach mir)! Sie suchten sich aus allen Bastelprojekten diesen Kürbis (oder ist es doch ein Apfel?) aus Tonkarton aus, der auch ruckzuck fertig war.





Herbstliche Grußkarte mit Origami-Fuchs
Weil wir nach diesem ersten Bastelprojekt noch nicht genug vom Basteln hatten, gestalteten wir noch zwei Grußkarten mit Fuchs aus beidseitig bedrucktem Origami-Papier.
Beim Falten des Fuchses musste ich ein bisschen helfen; Augen, Nase und Barthaare konnte meine Tochter ihm schon ganz alleine verpassen.
Wer die Karten bekommt, steht auch schon fest :)



Nr 3 ist die Anleitung zum Falten des Fuchses :)

Ausmalbilder

Wenn die Kinder aus der Kita kommen, brauchen sie immer zuerst einen "Nachmittagssnack" und dann eine ruhige Beschäftigung nach all dem Kindergartentrubel. Zusammen am großen Tisch sitzen und ein Bild ausmalen - das ist dann genau das Richtige.
Meine Tochter malt sehr gern eigene Bilder und ist da total erfinderisch - ab und zu malt sie aber auch gern ein Bild aus. Heute hat sie sich mein Pfingstrosen-Ausmalbild mit Lettering ausgesucht und es mir, als sie fertig war, geschenkt.




Dieses Ausmalbild findet ihr - neben vier anderen Motiven - in meinem Shop. Wenn ich irgendwann einmal wieder Zeit finde, erstelle ich vielleicht auch ein paar Ausmalbilder für Kinder. Was haltet ihr davon? Meine Kinder würden sich auf jeden Fall freuen...


Weitere Projekte, auf die ich diesen Herbst Lust habe:

Jeden Herbst erstelle ich mir eine kleine Liste, was ich unbedingt machen möchte. In diesem Jahr beinhaltet sie (neben einem Herbstfest mit Freunden) diese Dinge:


Von mir aus könnte der Herbst also ruhig ein bisschen länger dauern - genug schöne Ideen gibt es auf jeden Fall!
Vielleicht war auch für euch die eine oder andere dabei, die ihr mit euren Kindern (oder allein - wer sagt denn, dass man zum Basteln immer ein Kind braucht ;-)) umsetzen wollt.

Habt eine kreative Woche, ihr Lieben!






Samstag, 15. September 2018

Eine Meerjungfrau-Geburtstagsparty

{enthält sichtbare Marken bzw. Markennennung}

Die Vorgeschichte

Ende Juli wurde unsere große Tochter fünf Jahre alt. Ich bin immer noch nicht darüber hinweg, dass mein kleines Mädchen schon so groß ist und nächstes Jahr eingeschult wird (!), aber das ist ein anderes Thema...
Ihr Geburtstag fiel, wie eigentlich jedes Jahr, in die Kita-Ferien, und wer die Berliner kennt, weiß, dass die meisten von ihnen jede Gelegenheit nutzen, die Stadt im Sommer zu verlassen. Also hieß es für das große Mädchen: Nachfeiern. Was den Vorteil hat, gewissermaßen zweimal Geburtstag zu haben.



Die Themenwahl fiel nicht leicht, gibt es doch so viele wunderbare Möglichkeiten. Ganz hoch im Kurs waren ein "Elsa"-Geburtstag, ein Pferde-Geburtstag, ein Prinzessinnen-Geburtstag und ein Meerjunfgrau-Geburtstag. Diese Idee gefiel mir, und irgendwann machten wir es fest: Es wird definitiv ein Meerjungfrau-Geburtstag. Punkt. 
Ich sammelte fleißig Inspirationen auf Pinterest und legte los. Die Einladungskarten bastelten das Geburtstagsmädchen und ich natürlich gemeinsam.

Unterwasser-Deko




Je größer die Kinder werden, desto konkreter sind ihre Wünsche und Vorstellungen bezüglich ihrer Geburtstagsfeier - und desto mehr können sie in die Vorbereitungen einbezogen werden. 
Für die Deko haben wir gemeinsam Quallen aus Papptellern und Geschenkbändern gebastelt sowie eine Girlande mit verschiedenen Meeresbewohnern. 
Unsere Jahreszeitenwand schmückten wir außerdem mit einer Muschelkette, ein paar passenden Bildern, zwei kleinen Tonschildern aus meinem Shop und einem richtig tollen Fisch, den unsere Tochter letztes Jahr in der Kita gebastelt hatte.








Den Esstisch verkleidete ich (wie so oft) mit braunem Packpapier, auf das ich anschließend ein paar Fischen, Muscheln, Algen und Seefahrermotiven zeichnete. In die Mitte kam ein Stück blauer Stoff, noch ein paar Muscheln aus dem Portugal-Urlaub, salzige Fischlis und Zuckerstreudeko. 
Auf jeden Teller legten wir eine maritime Serviette und eine große Muschel - damit war der Tisch schon so gut wie fertig.







Was essen eigentlich Meerjungfrauen?



Das ist eine gute Frage! Wir beantworteten sie folgendermaßen: Meerjungfrauen mögen am liebsten Cake Pops! Meine Schwester hatte einen großen Berg davon für die Party gebacken und verziert, was auch gut war - denn die Frischkäsetorte schmeckte irgendwie merkwürdig...
Ich habe den Fehler begangen und ein ungetestetes Rezept und noch dazu AgarAgar statt Gelatine verwendet. Die Frischkäsecreme sah am Ende zwar toll aus, schmeckte aber eher salzig-sauer statt süß und war auch etwas zu fest geraten.
Naja, immerhin sah die Torte toll aus mit der Meerjungfrau-Figur und all dem Fondant... und wir hatten ja, wie gesagt, die Cake Pops. Und ein bisschen Obst, das muss bei all dem ungesunden Kindergeburtstagsessen auch sein.







Spiel und Spaß:

Obligatorisches Topfschlagen


Dieses Spiel hatte sich das Geburtstagskind unbedingt gewünscht - und dann konnten wir natürlich nicht Nein sagen. Alle Kinder hatten großen Spaß, und am Ende musste mein Mann auch noch mitmachen!


Aus Kind wird Meerjungfrau



Als nächster Punkt stand Kinderschminken auf dem Programm. Ich hatte dafür extra einen Kasten mit Schminkfarben besorgt - auf mehrfache Empfehlung hin einen von Eulenspiegel, und ich wurde nicht enttäuscht. Es lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall ein paar Euro mehr dafür auszugeben und sich dann beim Schminken richtig zu freuen. (Ich habe vor einiger Zeit Kinderschminken in unserer Kita angeboten und die Schminke dort war sehr schlecht im Vergleich. Das macht dann keinen Spaß.)
Um die Mädchen (und den Jungen) meerjungfraumäßig schminken zu können, hatte ich mir im Vorfeld vier verschiedene Designs aufgezeichnet, aus denen die Kinder wählen konnten. Die meisten von ihnen entschieden sich für Design zwei (von links). 

Für einen reibungslosen Ablauf während der Feier habe ich mir angewöhnt, alle Aktivitäten vor Ankunft der Gäste genau vorzubereiten und alle benötigten Materialien für eine Aktion auf einem Tablett bereitzulegen. Dann muss ich, wenn es losgehen soll, nur noch das entsprechende Tablett aus dem Arbeitszimmer holen, und bin direkt bereit. 



Perlen-Armbänder fädeln



Alle Kinder, die gerade nicht von mir in eine Meerjungfrau verwandelt wurden, konnten mit meiner Schwester zusammen Armbänder oder Ketten gestalten. 
Die Idee kam bei den Kindern gut an und sie waren begeistert bei der Sache - allerdings ließ sich das elastische Band, das ich für die Armbänder gedacht hatte, nicht zuknoten. Jeder Knoten öffnete sich nach kürzester Zeit wieder. Das frustrierte natürlich und führte dazu, dass kaum ein Kind am Ende ein fertiges Schmuckstück mit nach Hause nehmen konnte...

Als alle sieben Kinder fertig geschminkt waren, machten wir ein paar Fotos vor einem blauen Hintergrund. Auf diesen hatte ich ein paar Meerestiere geklebt, um den Ozean anzudeuten.

Kaum waren die Fotos im Kasten, drehten die Kinder richtig durch! Sie hatten nun eine Weile stillgesessen und brauchten nun Bewegung. Das war ein Lärm, ein Chaos! Ich alleine wäre wahrscheinlich durchgedreht, aber meine Schwester behielt einen kühlen Kopf und machte mit den wilden Meerjungfrauen erstmal einen Sitzkreis. Genial.



Eine Schatzsuche



Während die Kinder ruhig im Sitzkreis saßen, klingelte es an der Tür. Mein Liebster war mitten im Chaos verschwunden, um die Schatzsuche vorzubereiten...
Vor der Tür lag ein Umschlag, den das Geburtstagskind gleich öffnete: Ein Stück einer Schatzkarte befand sich darin, und ein erster Hinweis auf den Schatz!








Die Kinder waren total aufgeregt! Schnell wurden die Schuhe angezogen und schon ging es los, 24 Treppenstufen nach unten. Auf dem Treppenabsatz fanden wir einen weiteren Umschlag mit Teilen eines zerschnittenen Fotos. Alle puzzelten mit - und das Bild eines großen Bau-Containers kam zum Vorschein. Dieser Container steht in der Nähe unseres Hauses, was einige der eingeladenen Kinder wussten.




Am großen Container verbarg sich der nächste Hinweis... Da keines der Kinder lesen konnte, mussten wir uns mit Zeichnungen behelfen, aber das funktionierte sehr gut.
Ein Stück der Schatzkarte musste im Sandkasten unter der Rutsche ausgebuddelt werden. Die Kinder mussten Pfeilen folgen und einen Luftballon zuerst von einem Baum herunterholen und dann platzen lassen, weil ein Hinweis darin versteckt war.
Unterwegs wurden wir sogar von einem Seeungeheuer angegriffen (mein Mann, der mit einer Langhaarperücke verkleidet aus dem Gebüsch sprang. Am heftigsten erschreckte sich bei dieser Aktion unser Sohn....)



Aber schießlich fanden wir ihn doch, den Schatz! 
Wir hatten die Kiste mit den Mitgeb-Tüten in unserem Keller versteckt. 
Jedes Kind bekam ein Pixie-buch, eine Bade-Tablette, ein kleines Tattoo, einen fluoreszierenden Stern und ein paar Süßigkeiten.




Draußen spielen und malen...


Gott sei Dank war das Wetter so gut und wir konnten den restlichen Nachmittag draußen verbringen! Wir spielten verschiedene Spiele und ließen die Kinder auf dem Spielplatz toben oder mit Straßenmalkreide den großen Hof verzieren.

Ich war unendlich froh über die Möglichkeit, draußen sein zu können - und für die Anwesenheit meiner Schwester, die uns den gesamten Nachmittag tatkräftig unterstützte. Ohne sie kann ich mir einen Kindergeburtstag eigentlich gar nicht vorstellen.

Fertig! 

Zum Abendessen machten wir es uns leicht - es gab Pommes mit Fischstäbchen und Rohkost. Damit haben wir auch alles richtig gemacht. Die Kinder Meerjunfgrauen hauten nochmal ordentlich rein. 
Um 19 Uhr (also nach vier Stunden high life) wurden unsere kleinen Gäste von ihren Mamas abgeholt und wir konnten das Chaos beseitigen.





So sehr ich es mag, solche Events für meine Kinder vorzubereiten, die Deko, Spiele und das Essen zu planen - die Party selbst ist für mich als hochsensible (und in diesem Fall PMS-geplagte) Mama eine große Herausforderung. Besonders der Lärm (der sich bei sieben spielenden Kindern ganz natürlich ergibt) macht mir zu schaffen. 

Was mir hilft, Kindergeburtstage zu überstehen:

1. Alles sehr gut vorbereiten - lieber zu viele Aktivitäten planen und Optionen in der Hinterhand haben als zu wenig. Die Zeit vergeht langsamer als man denkt. Ich finde es auch hilfreich, alle Materialien etc. direkt griffbereit zu haben und nicht noch lange etwas suchen zu müssen. 

2. Mir Unterstützung holen: Wir waren drei Erwachsene (für sieben Kinder), und das war auch gut so. Zwei Erwachsene sind permanent bei den Kindern, der dritte kann das Essen oder die nächste Aktion (z.B. die Schatzsuche) vorbereiten.

3. Raus gehen. In der Wohnung wird man nur irre. Das gilt für Kinder und Erwachsene...

4. Kleine ruhige Momente finden: Dank meines sehr engagierten Mannes und meiner Schwester war es mir möglich, zweimal für eine kurze Zeit dem ganzen Partywahnsinn zu entfliehen. Einmal brachte ich die Materialien der Schatzsuche in die Wohnung zurück, das zweite Mal bereitete ich allein das Abendessen vor, während die anderen beiden draußen mit den Kindern spielten. Diese Gelegenheiten nutzte ich, durchzuatmen und meinen Ohren eine Pause zu gönnen, bevor die Action weiterging.

5. Die Motivation: Es soll ein richtig schöner Tag für mein Geburtstagskind und für alle seine Gäste sein. Hierfür kann ich meine eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten auch mal für vier Stunden zurückstellen.


Am Ende des Tages fiel unser Mädchen müde und sehr glücklich ins Bett. Die Party hatte ihr gefallen.
Dass der Kuchen komisch geschmeckt hatte, dass das Armbänder-fädeln ein kleines Desaster war und es bei den Spielen draußen viele Tränen gab (verlieren will gelernt sein...), spielte im Nachhinein überhaupt keine Rolle - sie hat nichts davon erwähnt.
Aber die Schatzsuche war der Knaller! Und der Papa, der als Seeungeheuer aus den Büschen sprang, der Oberknaller!


Das Schönste aber war: Am nächsten Tag begrüßte mich eine kleine Meerjungfrau mit einer stürmischen Umarmung an der Kindergarten-Tür: "Vielen Dank für den tollen Kindergeburtstag!"
Da geht einem so das Herz auf und man denkt sich: Gerne wieder.



 



Donnerstag, 29. März 2018

Mein kreativer März



Im März habe ich wieder viel Kreatives gemacht und bin einfach dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, diese Leidenschaft so ausüben zu können, so viel Freiheit und Inspiration zu genießen und mich weiterzuentwickeln.
Mit meiner Selbstständigkeit bin ich zwar kaum weitergekommen, aus den unterschiedlichsten Gründen, aber da ich meine persönliche oder "private" Kreativität auch als wesentlichen Teil meines zukünftigen Business ansehe, war der März trotzdem ein produktiver Monat.
Ich habe unter anderem etwas gelernt (bzw. geübt), was ich mir lange nicht zugetraut habe, nämlich Portraits zu zeichnen! Sehr spannend!


Ein Besuch in der Berlinischen Galerie



Anfang des Monats war es mal wieder Zeit für einen Ausstellungsbesuch! Eine Freundin lud mich ein, mit ihrer Kreativgruppe in die Berlinische Galerie zu gehen, und ich entschied mich, meine Tochter mitzunehmen.
Natürlich ist ein Aufenthalt in einem Museum mit Kind ziemlich anders, als wenn ich alleine durch die Räume schlendere und Bilder betrachte, aber die Zeit miteinander haben sowohl mein Mädchen als auch ich sehr genossen, und ich glaube, sie hatte Spaß an der Vielfältigkeit der Kunst: von Gemälden über Fotos und Skulpturen bis hin zum Film war alles mit dabei!


One-Word-Box: tears


Auch im März habe ich wieder eine Karte für meine One-Word-Box gestaltet. Als ich über die vergangenen Wochen nachdachte, welches Wort als Überschrift oder Zusammenfassung passen könnte, fiel mir spontan tears ein, Tränen. Der März war ein eher dunkler, schwerer Monat für mich. Ich war viel unglücklich und habe öfter mal geweint. Von daher passt dieses Wort ganz gut, und ich habe mir sowieso angewöhnt, in Sachen Kreativität auf mein spontanes Gefühl, auf den ersten Eindruck zu vertrauen. Im April scheint die Sonne hoffentlich wieder häufiger.
Da ich für die One-Word-Box hauptsächlich Materialien verwende, die eigentlich im Müll gelandet wären, habe ich diesmal ein Preisschild (mit hübschem Band) als Basis für die Karte verwendet.


Wanderlust 2018 #3: People - Portrait-Serie Inspirierende Frauen

Der dritte Wanderlust2018-Monat ist dem Thema People gewidmet: Es geht um die Darstellung von Menschen. Davor habe ich ja, ehrlich gesagt, immer ein bisschen Angst. In meiner Kunst vermeide ich Menschen, konzentriere mich eher auf Gegenstände und Pflanzen oder andere Naturfunde.
Aber man kann nur etwas lernen, wenn man die bekannten Gefilde verlässt und sich mal was Neues traut, wenn man ausprobiert und übt.
Das habe ich im März getan und einige Portraits gezeichnet, mit dem Permanent-Marker und auf dem Kopf! Diese Herangehensweise habe ich in einem Wanderlust-Video kennengelernt und festgestellt, dass es sehr gut für mich funktioniert: Das Ausgangsbild um 180° drehen und dann auch auf dem Kopf zeichnen. So überlistet man sein Auge und konzentriert sich mehr auf das, was man wirklich sieht - statt auf das, was man zu sehen glaubt. Sehr spannend!


Dieses Portrait von Frida Kahlo war das allererste, das ich jemals von einer real existierenden Person gezeichnet habe, und ich bin total erstaunt, wie gut es geworden ist! In den folgenden Tagen habe ich sechs weitere Portraits angefertigt, von anderen Frauen, die mich auf vielfältige Weise inspirieren. Sie sind unterschiedlich gut gelungen, aber zumindest sind alle Frauen einigermaßen als sie selbst erkennbar.
Ich habe festgestellt, dass es sehr auf die Qualität des Ausgangsfotos ankommt: Es sollte eine hohe Auflösung haben und nicht zu dunkel sein.








... und drei Selbstportraits:

Nachdem ich sieben Portraits gezeichnet hatte, wagte ich mich schließlich an ein Selbstportrait. Mein erster Versuch mit Bleistift und Acrylfarben war nicht von Erfolg gekrönt - ich finde, man erkennt mich überhaupt nicht. Nase und Mund stimmen nicht, aber ich kann auch nicht sagen, wie ich das Portrait mir ähnlicher machen könnte. Trotzdem mag ich das Bild, die Farben und die Botschaft.


Danach unternahm ich einen zweiten Versuch (mit demselben Ausgangsfoto), diesmal mit Permanent-Marker. Von diesem Portrait bin ich schon mehr überzeugt, ich erkenne mich selbst darin - und mir gefällt, was ich sehe.



Das dritte Selbstportrait ist ganz anders. Ich habe - inspiriert von diesem wunderbaren Fotoprojekt der italienischen Fotografin Camilla Catrambone - Gegenstände gesucht und angeordnet, die mich darstellen und ausmachen. Dazu muss ich gar nicht viel sagen; ich glaube, ich habe mich ganz gut getroffen ;-)



Noch mehr "People":


Ein sehr entspanntes und "liebliches" Projekt war das der Künstlerin Marlene Meijer-van-Niekerk. "Layers of Love" nannte sie es; ich interpretierte es ein bisschen anders und machte ein Doppelportrait daraus, von meiner Tochter und mir. Das ist schon eine ganz besondere Beziehung!
Es hat Spaß gemacht, hauptsächlich mit Aquarellfarben und weißem Marker zu arbeiten, und das Bild gefällt mir sehr gut - es drückt das aus, was ich empfinde.


Und noch eine besondere Herausforderung am Ende des Wanderlust-Monats: Acht Portraits in 15 Minuten! Ich gebe zu, ich habe eher 20 Minuten dafür gebraucht. Die portraitierten Gesichter habe ich in einer Zeitschrift gefunden - mit ein bisschen Phantasie erkennt man vielleicht die Prominenten unter ihnen (John F. Kennedy, Arthur Miller, Yoko Ono und John Lennon) - oder auch nicht ;-)


Ein volles und ein neues Art Journal:


Wie erwartet, füllte ich Mitte März die letzten Seiten meines Art Journals. Ich nutze es wirklich viel, als Tagebuch, als Skizzen- oder Notizbuch und als Art Journal, und so wundert es mich nicht, dass ich nach gut drei Monaten ein neues Buch beginnen muss.
Mein neues Art Journal ist ganz anders als sein Vorgänger: kleineres Format, dünneres Papier, linierte Seiten (und viel billiger). Ich wollte mal probieren, ob das auch für mich funktioniert.
Bislang bin ich allerdings nicht begeistert. Mich stören die Linien doch mehr als ich gedacht hatte und das Papier ist sehr dünn, ohne Gesso geht da kaum was. Aber vielleicht gewöhne ich mich ja noch daran und lerne, aus diesen (wie ich es gerade wahrnehme) Begrenzungen etwas Schönes zu machen.




Art Jar Spring 2018

Schon im letzten Jahr schlich ich um das Art Jar herum wie eine Katze, die gestreichelt werden will - in diesem Frühling habe ich es mir gegönnt: wöchentliche Inspirationen zum Lesen, Schreiben, Nachdenken und Machen in mein E-Mail-Postfach.
Am 12. März erreichte mich die erste Nachricht, vollgepackt mit Zitaten, Bildern, Links zu interessanten Foto-Projekten und Musikstücken, Prompts für mein Art Journal und schönen Ideen für diese beglückende Jahreszeit.
Bis zum 1. April kann man das Art Jar noch erwerben und mitmachen - für mich hat es sich schon jetzt gelohnt, dabei haben wir noch 10 Wochen voller Inspiration vor uns :-)









Brush Lettering & Watercolor


Ein neues Kreativ-Buch ist bei mir eingezogen: Brush Lettering - das neue Werk des Duos May&Berry. Es enthält neben vielen wertvollen Grundlagen zum Brushlettering (eine Unterkategorie des Handletterings) und Illustrieren mit Aquarell einige schöne Projekte zum Nachmachen und einen Bogen "Magic Paper", mit dem man Brushlettering üben kann, ohne Massen an Papier zu verbrauchen.
Ich habe bereits zwei Projekte nachgemacht: Everyday is a fresh start und Flowers are always a good idea, die jetzt unseren Flur zieren. Manchmal ist es einfach schön, sich nicht selbst etwas auszudenken, sondern andere Künstler zu imitieren und von ihnen zu lernen. Ja, durch Imitation lernt man unheimlich viel, und Spaß hat es mir auch noch gemacht. 




Handlettering auf Ostereiern:


Dieses Jahr habe ich nur ganz wenige Ostereier bemalt, zusammen mit meiner Tochter. Eigentlich wollte ich ausprobieren, Eier mit Naturmaterialien zu färben, aber dazu bin ich einfach nicht mehr gekommen. Um doch noch wenigstens ein paar Eier zu bemalen, haben wir uns für eine ganz einfache Technik entschieden und diese naturbraunen Schönheiten mit Filzstiften bzw. Permanent-Markern dekoriert. Wichtig ist dabei wirklich, wasserfeste Stifte zu verwenden, damit die Schrift nicht verwischt! (Wir haben außerdem nur ausgeblasene Eier bemalt; ich weiß nicht, ob die Stiftfarbe durch die Schale auf das Ei gelangen würde, aber wenn, wäre das wahrscheinlich nicht so gesund...)

Meine Designs sind sehr schlicht und dadurch wirkungsvoll, wie ich finde. 
Handlettering auf einer gebogenen Oberfläche ist allerdings eine ziemliche Herausforderung! Der Weidenkätzchenzweig und die fünf Symbole (Palmenzweig, Kelch, Dornenkrone, Kreuz und leeres Grab) gefallen mir noch ein bisschen besser als die beiden Letterings.





So, das war mein kreativer Monat und jetzt feiern wir Ostern!
Ich wünsche euch gesegnete Feiertage mit einer unauslöschlichen Freude im Herzen: