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Freitag, 11. Januar 2019

Abschied und Neuanfang




Als ich im Juli 2013 meinen ersten Blogpost hier bei GottNaheGlücklich schrieb, hatte ich keine Ahnung, ob sich überhaupt jemand für meine Texte interessieren würde. Ich wollte einfach schreiben.

Es fanden sich tatsächlich Menschen, die meine Schreibereien lasen.
Schönes und Schweres,
Gejammer und Dankbarkeit,
Zweifel und Zuversicht,
Wut- und Mutanfälle.

Ihr habt mich begleitet, viele von euch jahrelang.
Ihr habt kommentiert, Mails geschrieben, mich ermutigt und auch herausgefordert.
Und auch wenn es still war im Kommentarfeld -
ich wusste doch, dass ihr da seid und mitlest.

Vielen Dank dafür!
Es war mir eine Freude und immer wieder ein großes Geschenk.

GottNaheGlücklich darf nun ruhen -
es ist Zeit für einen Neuanfang.

Hier wird es keine neuen Texte mehr geben.
Ich werde auch die Kommentarfunktion ausschalten und unter der E-Mail-Adresse bin ich nicht mehr zu erreichen.

Ihr müsst jetzt aber gar nicht traurig sein.

Ich schreibe natürlich weiter.

Die ganze Woche habe ich an einer neuen Homepage samt Blog gebastelt und freue mich total, euch das Ergebnis nun präsentieren zu können:

Rebekkas LoveLetter



In Zukunft werde ich dort zu finden sein - und auf Etsy und Instagram natürlich wie gewohnt.
Alle neuen Blogposts und Projekte gibt es in Zukunft auf der neuen Seite.

GottNaheGlücklich bleibt mit allen Texten vorerst so bestehen, wie es jetzt ist, sodass ihr auf alle Inhalte weiterhin zugreifen könnt. Es wird hier aber nichts mehr "passieren".


Ich hoffe, dass ihr alle auf meiner neuen Seite vorbeischaut und euch dort wohlfühlt - es warten auch schon ein paar Texte und Bilder auf euch :)

DANKE für die letzten Jahre mit euch hier auf dem Blog!
Ich freue mich auf alles, was kommt und hoffe, ihr seid mit dabei!


Gott mit euch & auf Wiedersehen!













Montag, 7. Januar 2019

Rückblick


{enthält Eigenwerbung} Das alte Jahr ist noch gar nicht so lange vergangen - trotzdem habe ich überlegt, ob ich jetzt noch einen Jahresrückblick für 2018 bringen kann. Aber "zwischen den Jahren" war für mich erst heute so richtig vorbei, als die Kinder wieder zum Kindergarten gingen und ich allein in unsere vier Wände zurückkehrte.

Nach Weihnachten war bei uns viel Familienzeit angesagt: Zuerst bekamen wir Besuch und dann fuhren wir für ein paar Tage weg, und als das neue Jahr begann, blieben die Kinder noch ein paar Tage länger zu Hause, weil im Kindergarten Betreuungsnotstand herrschte. Also schob ich die reflektierenden Gedanken, die Ideen und Pläne und Vorsätze, die sich in Kopf und Herz anstauten, immer wieder beiseite; versuchte, im Moment zu sein und das, was ist, zu genießen. Widerwillig, manchmal, aber immer wieder auch erfolgreich.

Heute hat der "normale" Alltag wieder begonnen. Ich kann durchatmen und all das sprudeln lassen, was ich in den letzten Wochen unterdrückt habe. Ich fühle mich so voller Energie und Tatendrang und freue mich auf das, was kommt!

Und ich blicke dankbar zurück auf das, was war.
2018 war gut.
Ein richtig gutes Jahr.
Ich bin noch immer ganz erfüllt von all dem Guten und Schönen, das mir geschenkt wurde.

Am Silvesterabend haben wir uns ein wenig Zeit genommen, unser Familienbuch durchzublättern und uns daran zu erinnern, was wir alles gemacht und erlebt haben in 2018.
Und das war eine ganze Menge!

Einen Teil davon möchte ich euch heute zeigen - meine persönlichen Highlights, leckeres Essen, lustige Ausflüge, kleine und große Erfolge, Schönes, Besonderes, Abenteuerliches.
Es ist nur ein Ausschnitt, natürlich, meine persönliche Sicht auf ein gutes Jahr.


Viel Spaß dabei!


Januar:

Bild: Alexander Retzlaff


Im Januar wurde unser Sohn 3 Jahre alt - dieses besondere Ereignis feierten wir mit einem Auto-Geburtstag. Ich erweiterte meinen Arbeitsplatz um ein Regal und traf die Entscheidung, mich wirklich als Kreative selbstständig zu machen!


Februar


Panna Cotta mit Zimt-Orangen
Schokoladen-Tarte mit Himbeeren
Im Februar besuchten wir unseren kleinen Babyneffen in Gießen. Und es gab auch sonst eine Menge zu feiern: Den Geburtstag meines Mannes, Valentinstag und unseren 14. Jahrestag!


März




Ein Wochenende ganz allein zu Hause, ein Ausstellungsbesuch mit meiner Tochter, das erste Mal predigen in unserer Gemeinde und eine ganz bewusst gestaltete (Vor-)Osterzeit - das war der März.


April




Im April feierten wir Ostern: Das Grab ist leer!, und verbrachten zwei ganz wunderbare, abwechslungsreiche Wochen in Portugal.



Mai




Im Mai flogen mein Liebster und ich über ein verlängertes Wochenende nach Glasgow zu einem Rend Collective Konzert. Das war auf jeden Fall ein Highlight des Jahres! Außerdem veranstalteten wir eine Hauskreis-Radtour und freuten uns an sommerlichen Temperaturen und farbenfrohen Pfingsrosen.



Juni


Foto: S. Schwaneberg
Im Juni gab es jeden Sonntag Pancakes mit Erdbeeren. Und wir machten einen Tagesausflug nach Potsdam.


Juli




So viel Schönes im Juli: Wir entließen unsere Kohlweißlinge in die Freiheit, fuhren zur Segnung unseres kleinen Neffen, beobachteten eine totale Mondfinsternis mit Blutmond und Mars, gingen ins Schwimmbad und feierten den 5. Geburtstag unserer Tochter. Außerdem besuchte ich eine Freundin mit frisch geborenem Baby und eröffnete meinen Shop!


August





Summer in the city - die Kita-Ferien verbrachten wir im Schwimmbad, auf dem Deutsch-Amerikanischen-Volksfest und bei den Großeltern. Es war einfach nur heiß. Und dann hatte ich auch noch Geburtstag.


September



Party-Monat September: Wir feierten einen Meerjungfrau-Geburtstag und eine Frida-Kahlo-Party! Außerdem unternahmen wir einen Ausflug nach Wittenberg zusammen mit einigen anderen aus unserer Gemeinde.


Oktober




Auch diesen Oktober haben wir uns "Berlin leuchtet" angeschaut und viel gestaunt. Das im Januar angeschaffte Regal reichte nicht mehr aus - deshalb bauten meine Männer für mich eine Regalerweiterung zusammen. Im Oktober wurde überhaupt viel gearbeitet: Der 365-Tage-Kalender wurde gedruckt und musste handsortiert werden!



November




Im November feierte ich eine kleine Kalender-Launch-Shop-Einweihungs-Thanksgiving-Party mit lauter lieben Gästen. Der 365-Tage-Kalender war nach einer Woche ausverkauft. Unsere Tochter machte ihr Seepferdchen, mit Bravour! Außerdem fuhr ich zur Netzleuchten-Bloggerinnen-Konferenz nach Essen, und wir bastelten erste Weihnachtsgeschenke.


Dezember





Den Dezember mag ich immer sehr... Und wir haben den Advent wirklich genossen: Gebacken, Kerzen gerollt, gebastelt, jeden Abend Advent gefeiert, gesungen... Auf dem Blog gab's zum ersten Mal einen Adventskalender. Außerdem waren wir auf einer Hochzeit, haben Heiligabend überlebt, hatten viel Familienzeit im großen Kreis und einen richtig schönen Jahresabschluss zu viert mit super Aussicht auf die Berliner Feuerwerke.



Ja, das - und noch viel mehr - war 2018.

Ich hoffe, dass auch ihr das Alte dankbar und in Frieden abschließen konntet.

Nicht alles war schön oder einfach.
Vielleicht war für dich das Jahr von Krankheit überschattet.
Vielleicht musstest du Abschied nehmen.
Vielleicht sind Träume geplatzt,
Beziehungen zerbrochen,
Glaube abhanden gekommen.

Ich wünsche dir in all dem Schweren
Frieden.
Gott war da, und er ist noch immer mit dir.
Ich wünsche dir,
dass du dich getragen weißt.
Gestern,
heute,
und morgen.
Von liebevollen Vaterarmen.

Ich wünsche dir ein gesegnetes, erfülltes, beGeistertes neues Jahr.






Donnerstag, 27. Dezember 2018

Kalender-Ausverkauf, Danke, und Happy New Year!




{enthält Eigenwerbung}

Ihr Lieben, heute melde ich mich zum letzten Mal in diesem Jahr bei euch - erstens, um euch auf meinen Kalender-Ausverkauf aufmerksam zu machen und zweitens, um euch zu danken, und drittens, um euch ein glückliches und gesegnetes neues Jahr zu wünschen!

Ich habe noch einen Stapel Wandkalender übrig und verkaufe meine Restbestände für 7 Euro pro Stück! Es lohnt sich also, noch schnell zuzugreifen :)

Ihr könnt entweder über den Shop bestellen oder direkt per E-Mail bei mir. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst - wenn weg, dann weg :) Anfang Januar wird der Kalender dann so oder so aus dem Shop verschwinden.




Vielen, vielen Dank euch allen für eure großartige Unterstützung beim Start meines kleinen Kreativ-Business! Danke für euer ermutigendes Feedback, für eure Bestellungen, für Weiterempfehlungen, Herzchen, Bewertungen und Kommentare!

Danke, dass ihr meine Texte lest und euch für all das interessiert, was ich so denke und mache.
Danke für eure Treue, eure Offenheit, eure Herzlichkeit - egal, ob ihr still mitlest oder mir auch mal einen Kommentar oder eine E-Mail schickt. Ich freue mich sehr über das alles und schätze euch sehr.


Das neue Jahr bringt wieder viele Herausforderungen und Veränderungen, Schönes und Schweres, lang Geplantes und Überraschendes mit sich.
Ich freue mich darauf, kenne aber auch die andere Seite - das mulmige Gefühl, die Unsicherheit, die Sorge.
Egal, wie du dich beim Gedanken an 2019 fühlst:
Ich wünsche dir Gottes Segen! 
Geh unter der Gnade. 
Bleib in Seiner Nähe. 
Was auch immer du tust.
Ob du wachst oder ruhst.

Jesus ist schon da.



Alles, alles Liebe und bis bald!
eure Rebekka





Mittwoch, 21. November 2018

Im Moment...

{enthält unbeauftragte Werbung und Eigenwerbung}



... bin ich immer noch total erfüllt und ermutigt vom Netzleuchten-Wochenende. Besonders der Samstagabend geht mir nach: Wir saßen zu sechst im Speisesaal zusammen und redeten und beteten - und während dieser Gebetszeit sprach Gott durch die anderen Frauen zu mir auf eine Weise, wie ich sie noch nie erlebt habe. Mein Herz und meine Augen liefen über... Das ist ein Schatz, den ich immer in meinem Inneren bewahren werde.

... fühle ich mich überfordert von allem: Kinder. Haushalt. Drohender Advent. Blog. Business. Freundschaften. E-Mails. Eine Hochzeit. Weihnachten... Es fällt mir schwer, mich an der Fülle zu freuen. Gerade erlebe ich sie als erdrückend.

... kämpfen wir mit diversen Krankheiten. Innerhalb von vier Wochen hatte ich meinen Sohn zwei Wochen zu Hause und war eine Woche selbst krank. Hand-Mund-Fuß. So was ekliges! Kaum war diese Krankheit erfolgreich kuriert, meldete der Kindergarten "Borkenflechte". Was auch immer das ist. Nur Tage später: Krätze-Alarm. Uns erwischte (bislang) "nur" Magen-Darm. Eins der Kinder hat seit zwei Wochen Durchfall. Und nächtlichen Husten. Ich weiß von zwei Kindern in der Kita mit Bindehautentzündung, und frage mich, ob wir diese Infektion auch noch mitnehmen - hatten wir dieses Jahr schließlich noch nicht.
Immerhin: Ich werde besser und routinierter im Umgang mit diversen Krankheiten und lerne ständig dazu. Und erst vor kurzem habe ich mich gefragt, ob mein fast vierjähriger Sohn wohl noch einmal auf meinem Arm einschlafen würde - heute Nacht war es für den armen Kerl soweit. Ich habe das (abgesehen von der Spuckschüssel in Reichweite) einfach nur genossen!
Insgesamt bin ich aber sehr herausgefordert von dem Spagat, für meine Kinder da sein zu wollen und meinem Business, das auch nur wachsen kann, wenn ich Zeit und Kraft investiere.

... gehe ich jeden Abend zu spät ins Bett. Und komme morgens kaum raus. Klar.

... frage ich mich, ob ich jemals die Zeit finden werde, mein neues Art Journal aus seiner Verschweißung zu reißen und etwas hineinzuschreiben.

... vernachlässige ich Freundschaften und brauche viel zu lange, um auf Nachrichten zu antworten.

... lese ich das Buch Hiob, so wie im Jahresbibelleseplan vorgesehen. Als ich diesem Text mit etwa 13 Jahren zum ersten Mal begegnete, konnte ich nicht viel damit anfangen. Das meiste verstand ich nicht - schon gar nicht, warum Gott Hiobs Freunde so verurteilt. Hatten sie denn nicht mit vielem recht? Jetzt, mit 32, lese ich das Buch ganz anders. Ich leide mit Hiob, und empfinde die Worte der Freunde als hartherzig und extrem verletzend.

... koche ich am liebsten indische Gerichte (wenn ich nicht gerade Schonkost für mein Durchfallkind zubereiten muss, natürlich). Zum Geburtstag habe ich das Buch Original Indisch von Meera Sodha bekommen und ich liebe es! Bisher war jedes Rezept, das ich nachgekocht habe, ein voller Erfolg - besonders angetan hat es mir das Blumenkohl-Curry mit Erbsen und Cashews. Ein Gedicht! (Und die Kinder mögen die Gerichte auch - ich muss nur mit der Schärfe ein bisschen aufpassen)

... male ich mal wieder groß: Auf einer 60x80cm großen Leinwand, um genau zu sein. Ein Freund von uns heiratet in zweieinhalb Wochen, und er hat sich den Trauvers als Bild von mir zur Hochzeit gewünscht. Für mich bedeutet das: Raus aus der Komfortzone!
Inzwischen habe ich aber eine relativ konkrete Vorstellung, wie das fertige Bild (Mixed Media) aussehen könnte, und die ersten beiden Farbschichten sind aufgetragen. Es wird!

... arbeite ich daran, einige neue Produkte in den Shop zu stellen! Mein allererster selbst illustrierter und gelayouteter Wandkalender ist gerade noch im Druck und ich warte jeden Tag gespannt auf die Nachricht, dass er fertig ist! Außerdem habe ich vier neue Postkarten-Motive drucken lassen: Zwei Weihnachtspostkarten und zwei, die man das ganze Jahr über verschicken kann.
Ein paar weihnachtliche Anhänger aus lufttrocknendem Ton warten darauf, von mir bemalt zu werden - und am liebsten möchte ich noch ein paar kleine Mixed-Media Leinwände gestalten und für euch in den Shop stellen: ein Original-Kunstwerk ist doch mal ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art, oder?
Ganz frisch erschienen ist dieses personalisierbare Lettering zu Jesaja 49,16 - was sagt ihr dazu?

... höre ich kaum Musik. Wenn das Leben so laut ist, brauche ich jedes bisschen Stille, das ich kriegen kann.

... bereite ich eine Überraschung für den Blog vor! Ja, angesichts meiner allgemeinen Überforderung vielleicht nicht die beste Idee, aber es ist eine Sache, die mir unheimlich viel Spaß macht und die ich deshalb nicht streichen möchte. Ihr dürft gespannt sein! :)



Danke, dass ihr da seid!
Habt eine fröhliche Restwoche, ihr Lieben!



Dienstag, 13. November 2018

Deine Stimme




Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir unzulänglich sind,
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir unermesslich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten,
nicht unsere Dunkelheit.
Wir fragen uns: „Wer bin ich eigentlich,
dass ich leuchtend, begnadet,
phantastisch sein darf?“
Wer bist du denn, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst,
dient das der Welt nicht.
Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn du schrumpfst,
damit andere um dich herum,
sich nicht verunsichert fühlen.
Wir sind alle dazu bestimmt,
zu strahlen, so wie die Kinder.
Wir wurden dazu geboren,
die Herrlichkeit Gottes, die in uns ist,
zu offenbaren.
Sie ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser eigenes Licht
erstrahlen lassen,
geben wir unbewusst anderen Menschen 
die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen
Angst befreit sind,
wird unsere Gegenwart
ohne unser Zutun andere befreien.

Marianne Williamson (A return to love)




Was ich am Leben, wie Gott es erdacht und geschaffen hat, so liebe, ist (unter vielem anderen), dass wir immer dazu lernen können. Dass es immer etwas Neues zu verstehen, zu entdecken, zu begreifen gibt. Dass es nie zu spät ist, einen Aha-Moment zu erleben. Dass Gott mit uns weitergeht, jeden Tag, dass er uns neue Perspektiven eröffnet, Weite schenkt.
Unser Gott ist nicht knauserig oder engstirnig.
Er ist unendlich verschwenderisch und großzügig.
Er liebt es, uns zu beschenken.
Er lässt meinen Becher überfließen.
Er mag es bunt und wild und vielfältig. 

Und ich bin so dankbar, dass ich das immer mehr schmecken und sehen darf.

Am vergangenen Wochenende war ich zusammen mit etwa 25 anderen christlichen Bloggerinnen zur "Netzleuchten"-Konferenz eingeladen, initiiert von Veronika Smoor und Christina Schöffler, organisiert vom SCM-Verlag.
Dass ich überhaupt eingeladen wurde, hat mich überrascht.
Ich bin doch nur ein kleines Licht im großen weiten Internet.
Ein leises, heiseres, manchmal Tränen-ersticktes Flüstern im tosenden Datensturm des Word Wide Web.

Aber dann habe ich doch zugesagt und bin mit klopfendem Herzen hingefahren.
Gott sei Dank.


Ich komme aus einer Welt, in der Individualismus ziemlich negativ bewertet wird. In der wenig gelobt und bestätigt wird, damit sich niemand stolz erhebt. In der Selbstverwirklichung ein Schimpfwort ist und man seine Fähigkeiten und Erlebnisse runterspielt (und sich doch so sehr nach Anerkennung sehnt).
Der Ursprung dieser Haltung liegt wahrscheinlich unter anderem im Ausruf Johannes des Täufers: "Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen" (Johannes 3,30). Das Ich hat keinen Platz. Das Ich ist nicht wichtig, darf nicht wichtig sein.

Inzwischen bin ich mir sicher, dass dieser Vers anders zu verstehen ist.
Dass es darin nicht um Individualismus geht (ich meine, Johannes der Täufer war in gewisser Weise auch Individualist - von wegen Einsiedler in der Wüste und ein ziemlich spezieller Geschmack in Sachen Klamotten und Ernährung...), sondern um das Ego.
Es ist ein Weg, auf dem ich nun schon eine Weile unterwegs bin - ein Weg, der neu und heilsam und unfassbar befreiend ist - und auf dem ich am vergangenen Wochenende ein gutes Stück voran gekommen bin.


Am Eröffnungsabend stellte jede Teilnehmerin sich selbst und ihren Blog vor, erzählte von ihrer persönlichen Lebenssituation und von ihrem Herzensthema. Jede kam zu Wort. Und keine war ein kleines Licht. Vielmehr sah ich in jeder von ihnen ein Leuchten und Strahlen und Funkeln von ganz tief innen. Netzleuchten. Ich hörte starke Stimmen - Stimmen, die etwas zu sagen haben, im lauten Brausen des Internets. Eine wunderschöne Vielfalt. Fülle. Überfluss.

Und am Samstag ging es dann konkret um die eigene Stimme.
Um meine Stimme.
Von der ich mir manchmal nicht sicher bin, wie sie eigentlich klingt.
Die ich so oft mit der anderer vergleiche.
Worte, die eine andere so viel besser findet als ich.
Und wieder eine andere, die genau den richtigen Ton trifft.
Die das ausdrückt, was ich fühle, aber nie im Stande wäre, in Worte zu fassen.

Veronika sagte in ihrem einführenden Impuls: "Ja, es stimmt: Andere können es besser. Aber keine kann es so wie du. Du, und nur du, kannst mit deiner eigenen Stimme schreiben. Die hat keiner außer dir. Und egal, wie viele oder wie wenige Menschen deine Texte lesen: Irgendjemand braucht deine Stimme."

Das ging mir nah.
Ich erkannte die tiefe Wahrheit, die darin steckt.
Meine Stimme habe nur ich.
Wenn ich sie nicht gebrauche, tut es niemand.
Wenn ich stumm bleibe, dann fehlt etwas.
Meine Stimme ist nicht zu ersetzen.




Das Thema der eigenen Stimme zog sich durch das gesamte Wochenende und blitzte immer wieder in neuen Facetten auf:

Im Lobpreis, der nur dann so wunderschön und voll klingt, wenn jede Stimme dabei ist.
Wir brauchen einander.
Wir brauchen jede Stimme.

Im Referat zum Thema "Marke und Profilierung": Könnte man es so sehen, dass ich eine Marke Gottes bin?
Ein einzigartiges "Produkt", mit dem Gott der Menschheit seine Liebe nahe bringen möchte - auf eine Art und Weise, in der nur ich es kann?
Wie kann ich der Welt das schenken, das Gott in mich, ganz individuell und einzigartig, hineingelegt hat? Und wie kann ich andere dazu ermutigen, das auch für sich herauszufinden?
Ein großartiger Gedanke, der mich seitdem nicht loslässt.

In der Predigt am Sonntag, die Veronika mit dem Zitat von Marianne Williamson schloss.
Lass dein Licht erstrahlen.
Lass deine Stimme erklingen.
Trau dich, wunderbar zu sein und strahlend hell zu leuchten!

Nicht, weil du deine eigene kleine Sonne bist, deine eigene geniale Schöpfung -
nein, weil du ein unendlich geliebtes Kind Gottes bist, Sein Ebenbild, ein kostbares Einzelstück (Prädikat: besonders wertvoll) mit einem von Gott persönlich zusammengestellten Paket an Fähigkeiten, Stärken, Lichtpunkten, Aufgaben und Wirkungsstätten, das es so kein zweites Mal gibt in diesem weiten Universum.

Wenn Gott das Ich egal wäre, und wenn er etwas gegen Individualismus hätte -
warum hat er uns dann so wunderbar vielfältig und bunt und schillernd und unterschiedlich erschaffen?

Er wollte uns so, jede für sich, ganz besonders und unvergleichbar.
Er wollte mich so, wie ich bin, als genau dieses Ich. 
Mit dieser Stimme, die manchmal zu laut ist und dann wieder vor Unsicherheit zittert.
Die vieles zu sagen hat und manchmal doch besser still wäre.
Die nach Worten ringt und dann, meistens, auch welche findet.
Die Dinge sagt, die weh tun und die Wunden heilen.
Diese Stimme, die nichts Besonderes ist - aber doch einzigartig und unverwechselbar.
Eine Stimme, die es so kein zweites Mal gibt.


Und wenn eine andere Stimme erklingt, hell und stark und wahr, dann muss ich nicht verschüchtert erstummen.
Ich darf zuhören.
Applaudieren.
Lachen über diesen genialen Einfall Gottes.
Und ich darf einstimmen, mit meiner eigenen Stimme, in das große Gotteslob.

Denn darum geht es doch: Gottes Liebe weitergeben, Seinen Namen verkünden, Ihn groß machen.

Nicht mit einem einzigen, ewig gleich klingenden Ton aus tausend geeichten Kehlen.

Nein.
Vielmehr:
Jede mit ihrer eigenen Stimme.
Laut und leise.
Hell und dunkel.
Schrill und dumpf.
Sopran und Alt.
Dur und Moll.
Besänftigend und kämpferisch.
Schwarz und weiß.
Pfeffer und Salz.
Zart und hart. 

Vielfältig, bunt und wild und auch mal ein bisschen schräg.
Ja, eine kleine Dissonanz gehört auch dazu!

Du darfst einstimmen in den Chor:
Deine Stimme hast nur du.
Deine Stimme fehlt, wenn du schweigst.

Lass dein Licht brennen.
Stell es nicht unter einen Scheffel -
dafür hat Gott dich nicht angezündet.
Leuchte! 
Hell und warm und weit.
Damit dein Licht viele einlädt, an den Tisch zu kommen
und zu schmecken, wie gut unser Gott ist,
wie verschwenderisch und großzügig.

Freebie zum Runterladen und Ausdrucken für den privaten Gebrauch - teilen nur mit Hinweis auf die Urheberschaft. Danke!

Als Erinnerung an dieses Wochenende für mich und meine lieben Blogger-Kolleginnen und auch für jede von euch, die das hier liest, habe ich ein kleines Lettering erstellt - ein Freebie zum Runterladen und Ausdrucken und Aufhängen.
Für die Kloß-im-Hals-Momente, oder wenn du mal wieder denkst, dass die anderen Stimmen so viel besser klingen als deine eigene.

Deine Stimme zählt.
Lass nicht zu, dass sie fehlt
im Chor der Leuchtreklamen,
die im Dunkeln blinken und rufen,
dass die ganze Welt es hört:
Gott liebt dich!
Ganz genau so, wie du bist.





 


Montag, 8. Oktober 2018

Fülle



Mein Leben ist gerade so voll!
Als ich die Kinder zum Kindergarten gebracht hatte, warf ich schnell eine Ladung Wäsche in die Maschine, aß ein Croissant zum Frühstück (während ich die Texte der heutigen Bibellese las) und radelte dann los zur Grundschule, um unsere Tochter dort für das nächste Schuljahr anzumelden.
Zurück zu Hause führte ich ein Telefonat mit der Druckerei, bei der Anne und ich unsere 365-Tage-Kalender (!) drucken lassen möchten, und informierte sie anschließend über den Stand der Dinge.
Jetzt piepte die Waschmaschine und ich konnte die Wäsche aufhängen. Schnell noch einen Instagram-Beitrag (samt Story) posten und an den Computer: mit dem Layouten des 365-Tage-Kalenders beginnen.
Den Ofenkürbis mit Feta schob ich zwischendurch in den Ofen; nachdem ich meine Portion verdrückt hatte, ging es weiter mit dem Layout.
Gerade rechtzeitig kam ich am Kindergarten an, um die Kinder abzuholen. Heute gingen wir nicht allein nach Hause, sondern nahmen uns Besuch mit - eine Kindergartenfreundin mit ihrer Mama. Diese begleite ich nun schon seit mehreren Jahren durch teilweise sehr schwere Zeiten. Gerade in den letzten Wochen habe ich verstärkt für sie gebetet und nun öffnet sie sich mehr und mehr für Jesus, möchte sogar am Sonntag mit uns den Gottesdienst besuchen!
Wir Mamas saßen auf der Couch, tranken Kaffee und redeten über alles mögliche, während die Kinder im Kinderzimmer spielten. Als sie sich verabschiedeten, setzte ich mich wieder an den Computer, um noch weiter zu arbeiten. Irgendwann kam mein Mann nach Hause, wir aßen zu Abend, hatten zum ersten Mal an diesem Tag richtige "Familienzeit".
Jetzt sind die Kinder im Bett - ich habe Nachrichten an verschiedene Freundinnen und an meine Familie geschrieben, und dann war da noch dieser Blog-Post, der unbedingt raus wollte...

Ein voller Tag! Und der morgige wird nicht viel anders aussehen...
Die Kinder, der Haushalt, unsere Ehe, Freundschaften, die Gemeinde, Beziehungen im Kindergarten und in der Nachbarschaft - all das habe ich in den letzten Jahren zu jonglieren gelernt.
Seit ein paar Monaten bin ich aber auch noch eine "working mom", eine kleine Unternehmerin, die ihr Business zum Laufen bringen will.
Das hat meinen Alltag ziemlich radikal umgekrempelt.

Und ich muss zugeben, dass ich daran zu knapsen habe.

Ich bringe meine Kinder jetzt früher zur Kita, damit ich mehr produktive Stunden für mein Business nutzen kann. Das gemeinsame Frühstück fällt dadurch weg.
Der Haushalt leidet - Priorität haben einfach andere Aufgaben.
Spontan mal unter der Woche eine Freundin zum Frühstück treffen? - nicht mehr ohne weiteres möglich.
Am Abend entspannt mit dem Mann auf der Couch sitzen und einen Film schauen - da gibt es so oft noch ein oder zwei Punkte auf der To-Do-Liste, die ich abarbeiten muss möchte.

Und wenn ich dann endlich - viel zu spät und todmüde - im Bett liege, kommen meine Gedanken nicht zur Ruhe.


Ich dachte, dass es mich glücklicher machen würde, meinen Traum zu verwirklichen und das zu tun, was ich schon so lange tun möchte.
Aber das ist nur die eine Seite der Medaille.
Ich bin, wie ich schon einmal geschrieben habe, eine ziemlich "extreme" Person: Wenn ich etwas tue und davon wirklich begeistert bin, dann will ich mich voll und ganz darauf konzentrieren. Dann ziehe ich das durch und ordne alles andere diesem Projekt unter. Dann werde ich zum Arbeitstier!
So geht es mir mit meinem Shop: Ich bin Feuer und Flamme für mein kleines Business und würde am liebsten alle 24 Stunden des Tages in den Shop investieren. Alle anderen Tätigkeiten und Aktivitäten stören mich da nur...

Nun besteht mein Leben aber nicht nur aus meiner neuen Selbstständigkeit.
Kinder, Haushalt, Ehe, Freundschaften, Gemeinde, Beziehungen im Kindergarten und in der Nachbarschaft sind auch noch da, wollen auch noch was von mir!

Es gibt Momente, da bin ich überhaupt nicht glücklich. Da bin ich einfach nur müde und überfordert und genervt von allem. Da möchte ich mein "einfaches" Leben zurück - die Zeiten, in denen ich dreimal die Woche frühstücken gehen konnte, in denen die Wohnung glänzte, in denen ich mich nach einem Nachmittag auf dem Spielplatz wie eine Übermutter fühlte und am Abend mit meinem Mann auf dem Balkon ein Glas Vinho Verde schlürfte...

Als ich wieder einmal auf dem Weg zur Kita war, auf dem letzten Drücker wie irgendwie immer in letzter Zeit, und meine Gedanken rasten und die To-Do-Liste in meinem Kopf immer länger wurde, da ploppte auf einmal ein ganz anderer Satz auf:

"Du hast in deinem Leben gerade eine wunderbare Fülle!"

Und plötzlich bemerkte ich, wie herrlich blau der Himmel strahlte und dass meine Füße über einen gelben Blätterteppich schritten, dass in meiner Jackentasche eine glatte Kastanie steckte und wie zärtlich warm die Sonne mein Gesicht streichelte...
Was für ein wunderbarer Tag! Was für ein wunderbares Leben! Was für eine Fülle!

Dass ich das alles habe:
einen Mann
zwei Kinder
ein Zuhause
Klamotten zum wechseln
lauter Bekannte, die mich unterwegs in ein Gespräch verwickeln
Freundschaften
eine Gemeinde und einen Hauskreis
Kaffee-Dates am Nachmittag
diesen Blog
mein kleines Business
tausendundeine Idee in meinem Kopf
wunderschöne Projekte für den Shop
einen interessanten Fußweg zum Kindergarten (wenn ich eine Erleuchtung habe, dann sehr oft genau auf diesem Weg!)
Menschen, für die ich da sein kann
ein Auge für Schönheit
meinen Körper und ein Fahrrad
...

und meinen Gott, der mich immer wieder daran erinnert!


Dieser Satz, dieser Moment war ein Wendepunkt für mich.
Ein Perspektivwechsel.
Aus einem überforderten "Mir ist alles zu viel"
wurde ein dankbares "Ich habe ja so viel!"

Nicht alles wird dadurch einfacher und die Herausforderungen bleiben dieselben - aber mein Herz ist leichter seitdem. Ich empfinde weniger Druck.
Und wenn der Stresspegel steigt, erinnere ich mich selbst daran: "Was für eine wunderbare Fülle!"

Ich möchte diese Fülle leben.

Wenn ich gerade am Computer sitze und arbeite und mein kleiner Sohn kommt herein, um mir sein neustes Bauwerk zu zeigen - das ist Fülle.
Wenn ich nach einem vollen Tag noch einen Blog-Post schreiben kann - das ist Fülle.
Wenn das Nudelwasser kocht und im gleichen Augenblick die Waschmaschine piept und eine neue Bestellung reinkommt - das ist Fülle.
Wenn ich mich auf dem Weg zur Kita verspäte, weil ich mich mit einer Nachbarin verquatsche - Fülle.
Wenn ich abends nicht schlafen kann, weil mein Gehirn vor Ideen überquillt - Fülle!

So möchte ich meinen Alltag sehen: durch die rosarote Brille der Dankbarkeit.

Ich bin dankbar für dieses prallgefüllte Leben.
Es ist gut.
So viel mehr als ich erbeten habe.
So viel mehr als ich verdiene.
Es ist alles Gnade,
alles Geschenk.

Alles.












Montag, 3. September 2018

Viva la Frida!


Letztes Jahr habe ich meinen Geburtstag nicht wirklich gefeiert, weil wir am Tag zuvor mit vielen lieben Leuten unseren 10. Hochzeitstag zelebriert hatten. Das war total in Ordnung so, aber dieses Jahr wollte ich gern wieder eine richtige Geburtstagsfeier, mit Motto und Deko und Programm und meinen Lieblingsfrauen um mich herum.
Das Thema war schnell gefunden: Die Künstlerin Frida Kahlo fasziniert mich zur Zeit sehr und man findet allerhand Informationen zu ihr, ich mag die mexikanische Küche -  eine fiesta mexicana à la Frida Kahlo lag also auf der Hand.

Die Einladung:


Für die Einladung verwendete ich ein Foto von mir, das mithilfe eines schwarzen Markers und Aquarellfarben zu einem kunterbunten Frida-Portrait wurde ;)  Social Media sei Dank, dass ich die fertige Einladung nur noch fotografieren und per Handy verschicken musste.

Die Party selbst sollte eine "Erwachsenen-Party" werden, nur meine Freundinnen und ich. Mein Mann war so lieb, den ganzen Tag mit den Kindern außer Haus zu verbringen (und die drei hatten auch eine tolle Zeit!).


Die Deko:


Die Deko macht mir persönlich immer am meisten Spaß - und für einen Hauch von Mexiko braucht man gar nicht so viel (zumindest in meiner Vorstellung...). Auf einem Schränkchen richtete ich eine kleine Frida-Kahlo-Ecke ein, mit ein paar Büchern zum Schmökern, Blumen und ein paar kleinen folkloristischen Deko-Elementen.
Außerdem hängte ich verschiedene bunte Girlanden im ganzen Zimmer auf.



Dieses Vintage-Poster habe ich ganz günstig in einem Laden gefunden und natürlich mitgenommen, weil es so gut zum Sommer und zu Mexiko und Frida Kahlo passte. Und ich kann es ganz unabhängig von dieser Party weiterhin verwenden - das ist ein wichtiges Kriterium beim Deko-Kauf, finde ich.

Die Buchstabengirlande trägt den Schriftzug "Feet, what do I need you for - if I have wings to fly" (Füße, wozu brauche ich euch, wenn ich doch Flügel habe). Dieses Zitat von Frida Kahlo gefällt mir sehr gut, und ich bin froh, dass ich es auf diese Weise in die Deko integrieren konnte.



Auch unsere Jahreszeiten-Wand wurde für die Feier umdekoriert: In die Rahmen kamen lauter Portraits und Gemälde von Frida Kahlo, außerdem thematisch passende andere Illustrationen.
Den Tischschmuck hielten wir eher schlicht - ein bunt gemustertes Tuch diente als Tischdecke; eine liebe Freundin (die extra früher vorbei gekommen war um bei den Vorbereitungen zu helfen) bastelte über ein Dutzend Blumen aus Krepp-Papier, die wir auf jeden Platz legten (sie steckten wir uns später in die Haare); ein paar Kapuzinerkresseblüten wurden auf dem Tisch verteilt, und Blumen in kleinen Vasen gab es natürlich auch.





Für die Blumendeko habe ich mal was ganz anderes ausprobiert, und mir im Blumenladen um die Ecke ein paar gelbe Dahlien, Distelblüten, rote Beeren und orange-rote Nelken geben lassen. Zusammen wirkten sie sehr farbenfroh und irgendwie exotisch.





Essen & Trinken



Auf einem kleinen Extra-Tisch war die "Bar" aufgebaut, mit einem großen Wasserspender, Limonaden, Kaffee, Milch und Zucker, Tassen und Gläsern. Damit jede Gästin ihr Glas im Lauf des Nachmittags auch wieder als ihres identifizieren konnte, habe ich aus Kronkorken kleine Frida-Anhänger gebastelt. Diese wurden um den Fuß des Glases gebunden und sahen einfach hübsch aus.



Zum Mittagessen gab es überbackene vegetarische Enchiladas, gefüllt mit Zucchini, Paprika, Mais, Kidneybohnen und Tomaten. Dazu reichte ich saure Sahne und selbst gemachte Guacamole (mit viel Limettensaft). Fotos habe ich davon leider keine gemacht...

Dafür existieren Fotos vom süßen Teil des Essens: Zum Nachtisch gab es einen erfrischenden Melonen-Salat und später eine Schoko-Chili-Tarte.



Melonen-Salat (für (8 Personen)
(aus dem Buch Mexikanische Feste. Die Fiestas der Frida Kahlo)

  • 1/2 Wassermelone (mittelgroß und möglichst kernarm)
  • 1 Cantaloupe-Melone
  • 2 Limetten
  • einige Zweige Minze
Das Fruchtfleisch der Melonen würfeln und mit dem Limettensaft mischen. Die Minze waschen und die Blättchen abzupfen, grob hacken und zur Melone geben.
Den Melonensalat mindestens eine halbe Stunde vor dem Servieren kühlen.



Weil ich beim Chili sehr vorsichtig war, schmeckte die Schokoladenfüllung sehr mild. Beim nächsten Mal verwende ich etwas mehr Chili...



Programm

Auch bei "Erwachsenen-Partys" überlege ich mir im Vorfeld gern ein paar Aktivitäten, mit denen wir uns die Zeit schön vertreiben können.
Noch bevor die anderen Gäste eintrudelten, kümmerte sich meine Schwester um original mexikanische Musik, die den ganzen Nachmittag im Hintergrund spielte - mal dezenter, mal prominenter, und auf jeden Fall sehr authentisch :)


Das Geschenke-Auspacken war der erste Programmpunkt nach dem Essen. Ich finde es schön, sich dafür richtig Zeit zu nehmen und die Geschenke zu würdigen. Die beigelegten Karten habe ich aber erst später gelesen, als alle Gäste gegangen waren und ich Ruhe hatte. So wertschätzende, liebe Worte waren da dabei - ich fühlte mich einfach nur sehr beschenkt und geliebt!


Da bei einem Frida-Kahlo-Fest eine künstlerische Betätigung nicht fehlen durfte, habe ich mir auch dafür etwas überlegt: Wir haben die Vorderseite kleiner Notizhefte mit unseren Fotos und Collage-Elementen beklebt. In Fridas Werk spielt das Selbstportrait ja eine herausragende Rolle, und in dieser Tradition sollte auch das eigene Portrait das zentrale Element der Collagen sein.
Ich liebe es einfach, mit anderen zusammen kreativ zu sein! Es ist immer eine ganz besondere Atmosphäre, wenn alle konzentriert an einem Projekt arbeiten und etwas Schönes erschaffen.
Die Ergebnisse waren sehr individuell und bunt und wunderschön. Und alle hatten Spaß, da bin ich mir sicher.



Was auch nicht fehlen durfte, war eine kleine Foto-Session mit Props. Ich habe extra einen zusammengewachsene-Augenbraue-Prop gebastelt :) Neben der Digitalkamera kam auch meine neue Polaroidkamera zum Einsatz - der erste Film ist jetzt schon verknipst. So schöne Erinnerungen sind dabei entstanden... ich überlege jetzt nur, wie ich sie am Besten in Szene setze.



Als die meisten der Gäste gegangen waren, kamen mein Mann und die Kinder von ihrem ereignisreichen Ausflugstag zurück. Zur Belohnung für ihre Abwesenheit bei der Party durften sie die Piñata zerschlagen, die eine liebe Freundin für die Party mitgebracht hatte. Das war ein großer Spaß (und dauerte tatsächlich eine Weile)!


Weitere Ideen
Es gibt noch so viele andere Ideen, die man im Rahmen einer Frida-Kahlo-Party umsetzen könnte! Ich lasse mich immer gern auf Pinterest inspirieren und habe schon Pinnwände zu allen möglichen Themen erstellt. Falls ihr da mal stöbern möchtet - ihr findet mich unter Reh Schwan.
Meine Frida-Kahlo-Party-Pinnwand findet ihr HIER.




Es war ein wirklich wunderschöner Tag und ich bin einfach nur dankbar für die tollen Frauen, die mir bei den Vorbereitungen geholfen, liebevoll geschriebene Karten und schöne Geschenke mitgebracht und mir gegenüber so viel Wertschätzung gezeigt haben.

Schön, dass ihr dabei wart! 

Danke, dass es euch gibt!
(auch alle anderen Lieblingsfrauen, die nicht dabei waren!
Ihr seid mir so wichtig.)