Mittwoch, 18. November 2015

Bücherliebe und dankbar #5: Meine Freundinnen



Wenn es mir schlecht geht,
gehe ich nicht in die Apotheke,
sondern zu meinem Buchhändler.
(Philippe Dijan)


Gestern Abend huschte ich noch schnell vor Ladenschluss ins Bücherparadies bei uns um die Ecke. Schon seit ein paar Tagen war ich um zwei Bücher herumgeschlichen wie ein hungriger Tiger, und gestern habe ich sie mir dann gegönnt.
Ja, ich hatte wirklich Hunger auf ein neues Buch! Meine übliche Strategie ist ja, Bedürfnisse aller Art mit Essen stillen zu wollen; wenn ich traurig, allein, gestresst oder gelangweilt bin, führt mich mein Weg meist direkt in die Küche… Ich beginne zu verstehen, dass ich das Essen (auf eine ungesunde Weise) brauche, weil ich sonst mit bestimmten Dingen in meinem Leben nicht zurechtkäme. Diesem Phänomen versuche ich gerade auf den Grund zu gehen. Ich möchte erkennen lernen, was ich in einem bestimmten Moment wirklich brauche (Trost, eine Aufgabe, Gesellschaft, Ruhe, Schreiben…) und mir dieses dann auch zukommen zu lassen. Gestern war es also ein Buch, und so habe ich mir eins gekauft. Oder besser gesagt zwei.

Nachdem ich an verschiedenen Stellen vor Begeisterung überbordende Kritiken des Romans Die Gestirne von Eleanor Catton gelesen hatte (und das Buch nun ganz frisch erschienen ist!), wollte ich mir selbst ein Bild machen. Sobald die Kinder in ihren Betten lagen, reiste ich mal eben nach Neuseeland, ins Jahr 1866. Der Goldrausch ist ausgebrochen, und auch der junge Walter Moody möchte sein Glück versuchen. Doch bevor es für ihn richtig losgeht, findet er sich in einem Geheimtreffen zwölf völlig unterschiedlicher Männer wieder – sie verhandeln eine Serie ungelöster Verbrechen, die auf mysteriöse Weise miteinander verwoben zu sein scheinen… Am liebsten möchte ich gar nicht aufhören zu lesen – der Anfang ist schon mal gewaltig (so wie übrigens das ganze Buch, über 1000 Seiten stark)! Vielleicht werde ich später einmal noch ausführlicher darüber berichten.

Außerdem entschied ich mich für ein Sachbuch: Zeile für Zeile mein Paradies: Bedeutende Schriftstellerinnen von Jutta Rosenkranz. In meinen allerkühnsten Träumen bin ich ja auch Schriftstellerin (wobei ich die englische Bezeichnung writer viel passender finde) und deshalb sind schreibende Frauen für mich eine große Inspiration, ein helles Licht in der Ferne, das mich daran erinnert, was ich wirklich machen möchte, wer ich eigentlich sein will.


Inspirierende Frauen – Frauen, die schreiben und lesen, die klug sind, kreativ, gebildet und auch schön, und die mir meinen Weg erleuchten, die finde ich nicht nur in Büchern, sondern auch in meinem realen Leben. Meine Freundinnen sind solche Frauen. Jede einzelne von ihnen finde ich wunderbar, jede einzelne auf ihre Art. Eigentlich empfinde ich jede dieser Freundschaften als ein Wunder, und ich frage mich, warum sich diese tollen Frauen mit mir abgeben, warum sie mich ertragen und trotz allem offensichtlich mögen!


Heute Abend habe ich also meine Post-Kiste herausgeholt und Postkarten geschrieben, bis mir die Briefmarken ausgingen. Als ich mein Adressbuch durchblätterte, wurde mir bewusst, wie reich beschenkt mit Freundinnen ich bin! Von einigen fehlt mir eine aktuelle Adresse, und – wie gesagt- schließlich hatte ich keine Briefmarken mehr (sorry!!!), aber den meisten von ihnen schrieb ich heute Abend eine Postkarte, um DANKE zu sagen: Danke für die Freundschaft, für Offenheit und Vertrauen, für Zuhören und Verstehen, für Gebete und Gespräche, für praktische Unterstützung, Ratschläge und Humor… Danke, dass es euch gibt! Ihr seid die allerbesten!



Montag, 16. November 2015

Mut am Montag




Ein vollgepacktes Wochenende liegt hinter mir, und schon befinde ich mich in einer (aller Voraussicht nach) verregneten und anstrengenden Woche. In der nächsten Zeit müssen wir wegen Bauarbeiten auf den Fahrstuhl im Haus verzichten und die sieben Stockwerke sportlich selbst erklimmen. Und auch sonst steht einiges an, der Advent rückt immer näher und ich befürchte, dass die Vorweihnachtszeit doch stressiger werden könnte, als ich sie mir kühn erträume.

Heute ist wieder Montag, dieser  besondere Tag,  der das Scharnier ist zwischen Wochenende und Woche. Oft entscheidet der Montag, wie die Woche wird, heute werden die Weichen gestellt. Gerade heute regnet es natürlich und der graue Himmel will mich runterziehen, meine To-Do-Liste ist lang und die Aussicht auf endloses Treppensteigen nervt. Immerhin verbreitet Jon Foreman hier ein bisschen gute Laune – ich liebe ja seine Musik! Und besonders dieses eine Lied höre ich gerade rauf und runter; auch wenn die CD schweigt, höre ich ihn in mir weitersingen:

Du hast
einen Stuhl,
aber setzt dich nicht hin,
ein ganz neues Paar Flügel,
und doch bleibst du lieber auf dem Boden,
ein Flugticket erster Klasse,
aber deine Stadt willst du nicht verlassen.

Ein Rahmen ohne Bild
ziert deine Wand.
Du bist wieder einsam,
läufst rastlos auf und ab –
Du hast zwar einen Freund,
aber du rufst ihn nie an.

(nach Jon Foreman/Fiction Family Never Call)

Wie absurd eigentlich! Und doch kommt mir dieses Phänomen so bekannt vor. Ich könnte spontan ein paar eigene Strophen dazu dichten:  „Endlich hast du mal freie Zeit /Und vergeudest sie im Internet“ oder „Dein Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes/ Aber du behandelst ihn als wäre er nichts wert“.
In meinem Leben gibt es so viel Gutes und Wertvolles, Gott beschenkt mich jeden Tag unendlich reich mit Zeit und Kraft, mit geliebten Menschen, Aufgaben und Nahrung, mit einem Zuhause, Wärme und Freiheit – und ich habe die Wahl, wie ich mit all den guten Gaben umgehen möchte.

Wofür werde ich mich heute entscheiden?

Werde ich über den Regen schimpfen oder mit meiner Tochter durch die Pfützen tanzen?
Werde ich mich einsam fühlen oder doch lieber eine Freundin anrufen?
Werde ich missmutig die Treppen heraufhecheln oder mich über die sportliche Herausforderung freuen?
Hetze ich durch den Tag oder genieße ich den Moment?
Schnalle ich mir mein neues Paar Flügel um und schwinge mich empor?
Verlasse ich meine Komfortzone und breche zu neuen Ufern auf?
Folge ich der Einladung Jesu, aus seiner Quelle zu schöpfen? Lasse ich mich darauf ein, Ströme lebendigen Wassers durch mich zu anderen hin fließen zu lassen?

Für heute wähle ich das Gute, das Helle, das Lebensbejahende.
Dann sind die Weichen für die Woche gut gestellt.


Sonntag, 15. November 2015

Traurig und dankbar #4: Meine Schwester




Was ist das für eine Welt, in der wir leben? Diese großartige Welt mit all den Wundern, vom Vater im Himmel so kunstvoll erdacht und gestaltet… so wund, so kaputt. Seit ich Kinder habe, berühren mich die Verletzlichkeit des menschlichen Lebens, die himmelschreiende Ungerechtigkeit, das Töten auf eine noch tiefere Weise. Ich weine und halte es kaum aus und bete „Heiland, reiß die Himmel auf!“.
Wenn ich mir dann die Tränen abwische, denke ich darüber nach, dass die Attentäter von Paris ungefähr so alt waren wie ich. Dass unsere Generation nun diejenige ist, die Geschichte schreibt – wir sind am Zug. Wir sind nun die Erwachsenen, die Entscheider der Gegenwart und der Zukunft, wir haben die Verantwortung, nicht nur für unsere Kinder.
Und ich wünsche mir so sehr, dass wir es besser machen als die Generationen vor uns und dass endlich Frieden werde! Dass wir aufhören mit dem Morden und stattdessen das Leben schützen und fördern, dass endlich Gerechtigkeit herrscht im Großen wie im Kleinen, dass wir gemeinsam leben und nicht mehr länger so schrecklich einsam sind!

Diese Woche war die vierte meiner Dankbarkeitschallenge. Eigentlich hatte ich vor, meinen Freundinnen zu danken, aber nun danke ich nur einer von ihnen, die gleichzeitig meine Schwester ist. Noch immer bin ich traurig, dass wir uns schon bald deutlich seltener sehen werden.
Aber ich bin auch unfassbar stolz, dass ihr diese große und schöne Aufgabe anvertraut wurde!
Meine Schwester ist eine aus unserer Generation, die auch von Heilung für diese Welt träumt, die das Leben verteidigt und die Verantwortung übernimmt. Ebenso wie sie für meine Kinder und mich da ist, hat sie auch für andere jederzeit ein offenes Ohr und eine helfende Hand. Vor ihr schäme ich mich für nichts, weil sie mich sowieso in- und auswendig kennt. Sie versteht mich ohne Worte und ich kann mich immer auf sie verlassen. In den letzten Jahren war sie für mich oft die Rettung in der Not und meine beste Freundin. Eigentlich gibt es keine Worte dafür, was ich meiner Schwester verdanke und was ich an ihr habe. Trotzdem habe ich versucht, meinen Dank und meine tiefe Wertschätzung ihr gegenüber in einem Brief zu formulieren, den sie in den nächsten Tagen in ihrem Briefkasten vorfinden wird.

In einer Welt, in der so schreckliche Dinge passieren, ist meine Schwester für mich ein Hoffnungsmensch. Sie ist eine solche Helferin:

“When I was a boy and I would see scary things in the news, my mother would say to me, ‘Look for the helpers. You will always find people who are helping.’ To this day, especially in times of ‘disaster,’ I remember my mother’s words and I am always comforted by realizing that there are still so many helpers – so many caring people in this world.” – Mr. Rogers

Ich möchte auch so ein Hoffnungsmensch sein, ein kleines flackerndes Licht in dunkler Nacht. Meine Schwester ist mir darin ein Vorbild, und Jesus ist der Leuchtturm.


Donnerstag, 12. November 2015

Verlassen




„Ich werde euch nicht als hilflose Waisen zurücklassen; ich komme zu euch.“ 
-Jesus in Johannes 14,18-


Manchmal plätschert mein Leben so vor sich hin, es läuft rund, und ich erliege der Illusion, alles im Griff zu haben. Dann merke ich nicht, dass unter der Oberfläche etwas Schweres liegt, dass da in mir eine tiefe Angst schlummert. Doch immer wieder bricht sie hervor und ich muss mich wieder damit auseinandersetzen.
Die vergangene Woche war nicht so einfach für mich; Falko war zwei Tage auf Dienstreise und ich mit den Kindern allein, außerdem fühlte ich mich nicht so fit – und dann kam Anfang dieser Woche die Nachricht, dass meine Schwester im nächsten Jahr eine große neue Aufgabe übernehmen wird. Sie wird ihren jetzigen Job kündigen und etwas anderes machen, etwas, das ihrer Ausbildung und ihrer Leidenschaft viel mehr entspricht, eine Aufgabe, die eigentlich ein Dienst ist, eher Berufung als Beruf.  Und obwohl ich mich sofort für meine Schwester freute, und ich fest davon ausgehe, dass Gott da seine Finger im Spiel hat, wurde mir abwechselnd heiß und kalt. Ich spürte, wie meine Grundangst in mir aufstieg, nämlich die Angst vor dem Verlassen-werden.

Seit Noemis Geburt war (und ist) meine Schwester für mich eine unglaubliche Stütze. Wann immer ich sie brauche, kommt sie vorbei. Sie kennt die Kinder in- und auswendig, sie bewegt sich in unserer Wohnung wie in ihrem eigenen Zuhause, ihr vertraue ich mich an. Durch ihre aktuellen Arbeitszeiten verbringen wir mindestens einen Nachmittag pro Woche miteinander, und immer wieder nimmt sie mir die Kinder ab, damit ich Termine wahrnehmen oder mal zum Sport gehen kann.
Mit ihrem neuen Job wird das nicht mehr möglich sein. Dann hat sie einen anderen Rhythmus und einen deutlich längeren Arbeitsweg; unter der Woche werden wir uns praktisch nicht mehr sehen. Dass wir in derselben Stadt leben, nur fünfzehn Fahrradminuten voneinander entfernt, wird dann keine Rolle mehr spielen. Unser Familienleben wird sich dann dramatisch verändern, und diese Veränderung fürchte ich. Seit Tagen bin ich traurig. Ich fühle mich verlassen.

In den letzten Jahren sind immer wieder Freundinnen weggezogen oder Freundschaften haben sich verändert. Jeder dieser Einschnitte ist mir sehr schwer gefallen, und an manchen Weggängen habe ich heute noch zu knabbern. Ich kann sehr lange vermissen… und jedes Mal war da dieses Gefühl der Verlassenheit, der Einsamkeit, des Im-Stich-Gelassen-Seins. Manchmal macht es mich sogar wütend, dass „alle“ gehen und mich hier zurücklassen. Und jetzt auch noch meine Schwester!

Erst in den letzten Tagen wurde mir allerdings klar, dass dieses Gefühl eine Grundangst in meinem Leben ist. Ich bin so oft überfordert mit dem Alleinsein! Natürlich brauche ich Zeiten für mich, im Alleinsein tanke ich Kraft für den Alltag. Gleichzeitig ist das „Allein“sein mit den Kindern und das Alleinsorgen für sie für mich Stress pur. Mir ist da ein interessantes Muster aufgefallen: Sobald irgendetwas nicht mehr rund läuft, sobald die Kinder sich mit ihrem Gebrüll gegenseitig übertrumpfen, eines von beiden mir die volle Teetasse aus der Hand schlägt oder wir mal wieder viel zu spät das Haus verlassen, werde ich wütend auf meinen Mann. Begründung: Weil er mich mit dem ganzen Chaos allein lässt. Weil ich allein zurechtkommen muss (mit den Kindern, die ja auch seine sind), und er mir nicht hilft. Zu seinen üblichen Arbeitszeiten habe ich das alles noch im Griff, aber wenn Falko nur eine Viertelstunde später als erwartet zu Hause eintrudelt, springe ich im Dreieck. Meine Kräfte und Nerven reichen anscheinend nicht über 17 Uhr hinaus (und dabei geht es mir ja noch gut, das ist mir bewusst!).

Das ist jämmerlich, unreif und „unprofessionell“, und von allen Seiten (besonders von der inneren Kritikerin) bekomme ich zu hören, dies seien schließlich meine Kinder, für die ich mich entschieden hätte und mit denen ich nun auch allein klar kommen müsse, und ich hätte ja auch sonst nichts zu tun… „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ „Wir müssen im Leben allein zurechtkommen und dürfen uns nicht auf andere verlassen, da wird man am Ende ja doch nur enttäuscht…“  Es wird von uns erwartet, das Leben allein zu bewältigen – oder nicht?

Nein, ich glaube eigentlich nicht, dass Gott sich das menschliche Leben so vorgestellt hat, dass jeder seine eigenen Probleme beackern muss. Gott hat uns zur Gemeinschaft geschaffen und in die Gemeinschaft mit sich selbst und den Menschen um uns herum berufen. Wir sollen und können füreinander da sein so wie er für uns da ist.

Wenn mich das nächste Mal die Angst vor der Verlassenheit überfällt, möchte ich daran denken, dass mein Jesus mich nie verlässt. Vielmehr darf ich mich auf ihn verlassen! Ist das nicht ein schöner Zusammenhang, den unsere deutsche Sprache für uns herstellt? Jesus lebt in mir, und damit bin ich nie allein. Das ist ein Schatz in meinem Leben, den ich bis jetzt noch nicht wirklich geborgen habe; eine Quelle, aus der ich noch viel zu selten schöpfe. Auch wenn Menschen mich verlassen, und dies ist nun leider der Lauf der Dinge, und geschieht ja nicht aus Boshaftigkeit, bin ich letztlich doch nicht verlassen, niemals nur auf mich gestellt.

Mit meinem Kopf glaube ich, dass alles mir zum Besten dienen wird, wie es uns in Römer 8,28 zugesagt ist. Oft erkennen wir das erst später, aber manchmal können wir schon mitten im Sturm einen Hauch von Gottes guter Absicht erahnen. Jedenfalls kam mir der Gedanke, dass ich meine Schwester nun vielleicht nicht mehr so sehr brauche, wie dies in meinen zwei ersten Mama-Jahren der Fall war. Ich wusste sie an meiner Seite, als es nötig war – nun bin ich viel sicherer und ruhiger, meine Kinder schreien nicht mehr so viel und der Alltag hat sich eingependelt. Also kann ich sie getrost ziehen lassen. Es gibt nun andere Kinder, für die sie da sein muss. Kinder, die nicht so privilegiert sind wie meine.

Jesus weiß um meine Ängste, und er möchte mir heraushelfen. Manchmal fühlt es sich so an, als würde er mich ins kalte Wasser schmeißen, aber meistens ist es nicht so. Dass ich vor ein paar Monaten Elly kennengelernt und in ihr eine Freundin gefunden habe, die (für Berliner Verhältnisse) um die Ecke wohnt, war kein Zufall! Jesus nimmt mir nicht eine Stütze weg, um mich hängen zu lassen. Er versorgt mich mit allem, was ich brauche.

Und wir brauchen nicht nur Jesus. Okay, wir brauchen ihn natürlich sehr und mehr als alles andere, aber wir sind ja auch Menschen hier auf der Erde, und als solche brauchen wir natürlich andere Menschen. Das ist vollkommen in Ordnung und ja auch von Gott so gewollt. Er fordert uns dazu auf, einander mit den Gaben zu dienen, die er uns geschenkt hat; er möchte, dass wir unsere Lasten gemeinsam tragen.
Für mich bedeutet das, dass ich mir Gemeinschaft und Unterstützung suchen darf und soll. Ich muss mein Leben nicht allein bewältigen, und auch meine Kinder nicht „allein“ großziehen. Vielmehr gilt es, den falschen Stolz immer wieder runterzuschlucken und ehrlich zu sagen, wenn wir allein nicht weiterkommen. 
Vielleicht wäre doch das Leben in einer Gemeinschaft das richtige für mich - wenn ich einen Ort hätte, an dem immer jemand da ist, mit dem ich einen Kaffee trinken und ein bisschen quatschen kann... Wie wunderbar wäre das! Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute direkt vor meiner Nase liegt? Wir überlegen sowieso gerade, wie wir die großartige Ressource Nachbarschaft besser nutzen und gute Kontakte zu den Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung knüpfen können. Wir möchten für andere da sein und nicht immer so für uns bleiben. 

Und während ich so diesen Text schreibe, kommt mir auch meine Dankbarkeitschallenge in den Sinn. Wofür ich dankbar bin? Für meine Freundinnen! Ganz klar. Ich bin nicht allein und nicht verlassen. Da sind so viele wunderbare Menschen in meinem Leben, die ich meine Freunde nennen darf. Ihnen möchte ich diese Woche mein DANKE aussprechen - aber dazu dann mehr in den nächsten Tagen ;)





Montag, 9. November 2015

Mut am Montag




To-Do-Liste für heute:

  • Egal, wie das Wetter ist: Mach einen Spaziergang und freu dich an Gottes wunderschöner Schöpfung.

  • Schreib diesen Satz auf ein Blatt Papier und häng ihn gut sichtbar auf: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht: Jesus Christus.“ (Philipper 4,13)
  • Richte deine Mahlzeiten heute schön an und setz dich zum Essen hin. Nimm dir ganz bewusst Zeit, dem Vater im Himmel für seine Versorgung zu danken. Versuche, jeden Bissen zu genießen. Wenn du satt bist, hör auf zu essen und freu dich daran, dass es für dich später wieder etwas Leckeres geben wird.
  • Verschiebe eine Angelegenheit, die du heute erledigen wolltest, auf morgen.
  • Wenn du unterwegs bist, kauf eine nette Kleinigkeit (z.B. eine schöne Postkarte oder ein paar Blumen), freu dich für den Moment daran um sie dann weiterzuverschenken.
  • Trink heute mindestens eineinhalb Liter Wasser.
  • Setz dich entspannt hin, schließ die Augen und mach mal für 5 Minuten einfach gar nichts.
  • Gönn dir etwas, das dir gut tut, du aber schon viel zu lang nicht getan hast: Ein Bad nehmen, Sport machen, eine ganze Tafel Schokolade verputzen, einen neuen Nagellack ausprobieren…
  • Wenn es möglich ist, geh heute Abend extra früh ins Bett.
  • Bevor du einschläfst, zähl mindestens drei Dinge auf, für die du heute dankbar bist.
  • Streich einen Punkt auf dieser Liste und fühl dich gut dabei.